Leuchtende
Zähne im Tunnel
Projekt der Haupt- und
Realschule Wiefelstede wirbt für
Gesundheitstraining
Zähneputzen ist das „A und O“ der
Zahngesundheit. Im Klassenraum übten
die Schüler, während Zahnärztin
Annerose Weiser erklärte.
BILDer:
Ronald Stock 
In einem speziell mit UV-Licht
ausgestrahlten Tunnel konnten die Schüler
schadhafte Stellen an ihren Zähnen erkennen.
Auch kleine Pflegesünden leuchteten auf.
von Ronald Stock
Wiefelstede
- „Der Schulzahnarzt ist da!“ Diese
Schreckensnachricht kennen manche vielleicht
noch aus eigener Erfahrung.
Dass eine Zahnuntersuchung in der Schule
aber auch ein spannendes Projekt sein kann,
zeigten die Aktionstage zur Zahngesundheit
an der Haupt- und Realschule (HRS)
Wiefelstede. Organisiert vom
Jugendzahnärztlichen Team des
Gesundheitsamtes Westerstede und in
Zusammenarbeit mit der
Landesarbeitsgemeinschaft für
Jugendzahnpflege führte Zahnärztin Annerose
Weiser gemeinsam mit Mitarbeiterinnen der
kariesprophylaktischen Betreuung des
Gesundheitsamtes Westerstede die Schüler der
HRS, nachdem diese ihre Zähne mit einer
Natrium-Fluorescin Lösung „präpariert“
hatten, in den Kariestunnel. In dem mit
Spiegeln und UV-Licht ausgestattetem Gang
fiel auf, wo Zahnpflege und Mundhygiene zwar
gut, aber eben doch noch verbesserungswürdig
waren.
In Gruppengesprächen wurden die Schüler über
zahnschädigende Verhaltensweisen in puncto
Zahnpflege sowie Essen und Trinken
informiert. Das Team um Annerose Weiser gab
ihnen Tipps für eine geeignete Zahnpflege,
eine günstige Lebensmittelauswahl und
Verbesserung der Essgewohnheiten.
So sind die Schüler zukünftig in der Lage,
individuelle Regeln zum Umgang mit Süßem
aufzustellen und die kariogene Wirkung von
Zucker zu erkennen.
Neue Führungsspitze an der Haupt- und
Realschule
Bildung Marc Brinkmann ist neuer Rektor –
Eckard Klages und Thomas Schmacker
Stellvertreter

Zufrieden mit der neuen Leitung der HRS (v.l.):
Bürgermeister Helmut Völkers, 2. Konrektor
Thomas Schmacker, Rektor Marc Brinkmann,
Konrektor Eckard Klages und Manfred Janßen,
Dezernent der Landesschulbehörde in
Osnabrück. BILD: Ronald Stock 
Das neue Trio unterrichtet „Am Breeden“ die
Fächer Geschichte, Politik und Deutsch. Die
Landesschulbehörde lobte die Arbeit der
Einrichtung.
von Ronald Stock
Wiefelstede
- „Wir vermitteln den Schülerinnen und
Schülern Qualifikationen, um zukünftige
Herausforderungen im Beruf und Alltag
bewältigen zu können. Wir erziehen zu
sozialer Kompetenz.“ Zwei der
anspruchsvollen Grundsätze und gemeinsamen
Interessen, die das Leitbild der Haupt- und
Realschule (HRS) Wiefelstede und die Arbeit
des engagierten Kollegiums der
Bildungsstätte charakterisieren. Unter einem
Dach werden „Am Breeden“ die Jahrgänge fünf
bis zehn der beiden Schulformen
unterrichtet.
In Marc Brinkmann, dem neuen Rektor der HRS
und Eckard Klages als Konrektor sowie Thomas
Schmacker als 2. Konrektor der Schule „Am
Breeden“ sieht Manfred Janßen von der
Landesschulbehörde aus Osnabrück ein
Bündnis, das diese Interessen und Werte
verbindet.
Brinkmann, der in Oldenburg studierte, ist
verheiratet und lebt mit seiner Familie in
Varel. Er unterrichtet, wie auch die beiden
Konrektoren Klages und Schmacker, die Fächer
Geschichte, Politik und Deutsch. Nach dem 1.
Staatsexamen 1996 ging Brinkmann als
Referendar nach Bruchhausen-Vilsen. 2000
legte er das 2. Staatsexamen ab und kam im
August 2000 an die HRS Wiefelstede. Bis zum
Sommer 2010 war er neben der HRS auch als
Seminarleiter an anderen Schulen tätig. Die
Beweglichkeit, die diese „reisende“ Aufgabe
von ihm verlangte, wertet der neue Rektor
als wichtige Erfahrung für seinen heutigen
Verantwortungsbereich.
Eckard Klages, der seit 32 Jahren an der
HRS unterrichtet, zählt, so Janßen, zu den
„bewahrenden Elementen“ der Schule. Der
Bokeler, der in seiner Freizeit Krimis und
Theaterstücke schreibt, nahm für anderthalb
Jahre kommissarisch das Amt des Schulleiters
wahr, er engagiert sich für den Förderverein
Präventionsprojekte und ist Ansprechpartner
für das Projekt „Schüler helfen Schülern“.
Thomas Schmacker aus Ofenerdiek ist bereits
seit Februar als 2. Konrektor an der HRS
tätig. Der Harley-Fahrer und Oldtimer-Freund
schreibt in seiner Freizeit Kriminalromane.
Bei einem Gedankenaustausch unter dem
Dezernenten der Landesschulbehörde, Manfred
Janßen, Bürgermeister Helmut Völkers und der
neuen Schulleitung sprach Janßen von einer
Kultur des Miteinanders. In gegenseitiger
Unterstützung und von gemeinsamen Zielen
getragen, werde das pädagogische Spektrum
der HRS auch künftig durch Qualität
überzeugen. Das sehr gute Ergebnis der
diesjährigen Schulinspektion bekräftige
dies. Aus Sicht der Landesschulbehörde sei
die Schule gut aufgestellt, sie verfüge über
ein sehr gutes Potenzial. Bürgermeister
Völkers äußerte sich überaus zufrieden zur
fließenden Neubesetzung der Schulleitung.
Schüler mit Handicap ohne Chance
Soziales
Jade-Gymnasium lehnt auch
Zehnjährigen aus Wiefelstede ab
Das Beispiel der
zehnjährigen aus Varel ist kein Einzelfall.
Ein weiteres körperbehindertes Kind aus
Wiefelstede hatte sich Hoffnungen gemacht.
von
Hans Begerow Und Christoph Koopmeiners
Varel - Das private Jade-Gymnasium in Jaderberg
hat ein weiteres Kind mit Hinweis auf eine
Körperbehinderung abgelehnt. Das wurde am
Freitag nach der Veröffentlichung der
NWZ über das
Schicksal der zehnjährigen Anna-Sophie aus
Varel bekannt (die NWZ
berichtete).
Der zehnjährige Jonas aus Wiefelstede hatte
sich ebenfalls um Aufnahme am privaten
Jade-Gymnasium beworben – wie die
zehnjährige Anna-Sophie aus Varel, die wegen
ihrer Körperbehinderung abgelehnt worden
war. Beim Aufnahmegespräch habe das auch
alles positiv geklungen, berichtete die
Mutter von Jonas. Dann kam die Absage mit
Hinweis auf seine Körperbehinderung. Jonas
leidet an einer halbseitigen Lähmung, er
kann frei gehen, benötigt bei längeren
Strecken einen Rollator beziehungsweise
einen Rollstuhl. In der Grundschule in
Wiefelstede, die er mit einem Notenschnitt
von 1,8 und einer Empfehlung für das
Gymnasium verlassen hatte, war das auch
alles gut gegangen.
Oberstudiendirektor Günter Mertins, Leiter
des privaten Gymnasiums, bekräftigte auf
NWZ-Anfrage die
Ablehnung. „Die Möglichkeiten sind aufgrund
unserer baulichen Situation und auch
personell begrenzt.“ Generell nehme die
Schule behinderte Kinder auf, aber jeder
Einzelfall werde geprüft, ob „wir uns einer
solchen Aufgabe auch gewachsen sehen“, sagte
Mertins. Die Schule verfüge nicht über einen
Fahrstuhl und Fachräume befänden sich im
zweiten Stock. Wenn ein Kind gehbehindert
sei, reiche auch ein Integrationshelfer
nicht. Die Schule könne nicht alle Fachräume
oder Gebäudeteile umlegen. In diesem Jahr
seien deshalb zwei Kinder wegen einer
Körperbehinderung abgelehnt worden.
Für Jonas hat der Unterricht übrigens in der
Realschule Wiefelstede begonnen. Andere
weiterführende Schulen im Ammerland seien
keine Alternative. Die Realschule in
Wiefelstede besuchen auch Jonas’ Freunde.
„Das Thema ist für ihn abgehakt“, sagte
seine Mutter. „Aber die Öffentlichkeit muss
das wissen“, sagte sie. Von der Ablehnung
eines weiteren Kindes hatte sie in der
NWZ gelesen: „Wir
sind erbost.“
Geschenk „für unseren
Freund“ dabei
Abschied Rektor Hans-Joachim
Wülfrath geht in den Ruhestand – Auch Gäste
aus Polen feiern mit
Auch als „Shantychor HRS“
BILDer: claus
stölting/Schule
Es kam die Geschichte von der Flasche „Mariacron“.
Sie zeigt: Wülfrath fand bei allem eine Lösung.
von Claus Stölting
Wiefelstede - Dass Hans-Joachim Wülfrath
als Rektor der Haupt- und Realschule Wiefelstede
bei allen Schwierigkeiten, die ein solches Amt
mit sich bringt, in zwanzigeinhalb Jahren nie in
eine Situation geraten war, in der er nicht mehr
weiter wusste und in der die Verzweiflung
entsprechend groß gewesen wäre, zeigt die
Geschichte von der Flasche „Mariacron“.
Bei seinem Abschied in den Ruhestand, den er am
Dienstagabend in der Mensa der Schule mit
geladenen Gästen feierte, holte er jene nicht
einmal halb gefüllte Flasche aus der
Aktentasche, die sein Vorgänger Gerold Böhmer
1990 seinem Nachfolger im Schulleiterzimmer im
Regal hinterlassen hatte – halbvoll. Er hatte
immer dann einen kleinen Schluck aus dieser
Flasche genommen, wenn wirklich alles einmal
schief gelaufen war, hatte Wülfrath später
erfahren. In den zwanzigeinhalb Jahren, in denen
Wülfrath die Flasche „verwaltete“, wurde sie
etwa zwei Finger breit geleert – und Wülfrath
ist sich nicht sicher, ob damit nicht auch
einmal eine Wunde desinfiziert worden war.
Dieses „Stimmungsbarometer“ übergab Wülfrath nun
an seinen Nachfolger Marc Brinkmann. Zur
Verabschiedung war auch eine Delegation aus der
polnische Partnergemeinde Chocz angereist. Und
der Leiter des dortigen „Gymnasiums“, Krzysztof
Wegner, überbrachte nicht nur ein Geschenk der
Partnergemeinde „als Auszeichnung für Personen,
die sich in besonderer Weise um die Gemeinde
Chocz verdient gemacht haben“, sondern auch eine
Uhr der Schule, deren Inschrift mit den Worten
„Für unseren Freund . . .“ beginnt.
Es gab viele Reden: stellvertretender
Bürgermeister Jörg Weden,
Schulelternratsvorsitzende Nicole Hinrichs, der
Leiter der Schule am Voßbarg in Rastede,
Bernhard Schrape, die ehemalige Leiterin der
Wiefelsteder Orientierungsstufe Helga Akkermann,
Regierungsschuldirekor Reinhard Witte, der auch
die Urkunde zum Abschied in den Ruhestand
überreichte, Konrektor Eckard Klages: Alle
fanden lobende Worte für Wülfrath. Witte
erinnerte in diesem Zusammenhang an die
Schulinspektion, die ihm als Schulleiter die
Höchstnote 4 gegeben hatte. Wülfrath selbst war
„sehr gerührt“ und zeigte sich „stolz, mit
diesem Kollegium für die Wiefelsteder Schüler
gearbeitet zu haben“. Kollegium und Mitarbeiter
gingen für ihren scheidenden Rektor auch auf die
Bühne und sangen – als „Shantychor HRS“. Und da
Wülfrath so gern einmal einen Segeltörn auf
einem Großsegler über die Ostsee machen möchte,
gab es ein Präsent, das die Erfüllung dieses
Traums erleichtern wird.
Am Mittwochmorgen holten die Klassensprecher der
Schule Wülfrath zu Hause ab und fuhren mit ihm
gemeinsam mit dem Rad zur Schule.
„Bettgeschichten“ machen Schülern und
Eltern Spaß
Schulentlassung
Haupt- und Realschule Wiefelstede
schickt 114 Schüler mit Zeugnisübergabe
auf neuen Lebensweg
„Bettgeschichten“
präsentierten die Schüler
BILD: wolfgang wittig
Der Wahlpflichtkursus
Theater unterhielt mit tollen Sketchen.
Szenenapplaus und langanhaltender Beifall
wechselten sich dabei ab.
von
Wolfgang Wittig
Wiefelstede - 114 Schüler hat die Haupt- und
Realschule Wiefelstede am Donnerstagabend im
Rahmen der Entlassungsfeier in der voll
besetzten Mensa mit der Übergabe der Zeugnisse
in einen neuen Abschnitt ihres Lebensweges
geführt. Für Rektor Hans-Joachim Wülfrath war
diese Feier eine ganz besondere. Nach 20 Jahren
begrüßte er die Eltern und Schulabgänger zum
letzten Mal, denn mit dem Ende dieses
Schuljahres geht der Wiefelsteder Schulleiter
bekanntlich in den Ruhestand. Wülfrath begrüßte
besonders den stellvertretenden Bürgermeister
Jörg Weden sowie Pastorin Gesa Schaer-Pinne.
„Wenn ihr glaubt, ihr seid fertig“, klärte Weden
die Schulabgänger auf, „dann habt ihr euch
gewaltig getäuscht. Jetzt folgen die Ausbildung
oder der Besuch anderer Schulen. Lernen ist ein
Leben lang angesagt.“ Die Schülersprecher Fidan
Ildiz und Jan-Hendrik Addicks berichteten in
humorvoller Art über ihre speziellen Erlebnis-se
mit den Lehrern in den letzten Jahren. Für die
Lehrkräfte der Entlassschüler sprach Heidy
Wienekamp-Suhr den Schülern Mut auf ihrem
weiteren Lebensweg zu. Umrahmt wurden die Reden
von Gesangseinlagen der Schulband. Danach gab es
„Bettgeschichten“ des Wahlpflichtkurses Theater
unter der Regie von Konrektor Eckart Klages –
hintergründige und humorvolle Sketche, die die
jungen Schauspieler brillant präsentierten.
Immer wieder gab es Szenenapplaus und lang
anhaltenden Beifall. Der Kampf der Geschlechter
war das Thema: „Worin unterscheiden sich
eigentlich Mann und Frau?“ Die Frage „Schatz,
liebst du mich eigentlich noch?“, wurde ebenso
wenig beantwortet wie die Frage, wer denn immer
das letzte Wort hat. Es waren die kleinen
zwischenmenschlichen Dinge, die die Schüler in
kurzen Spielszenen aufführten. Die Moderation
hatten hier in humorvoller Art Annika Elsner und
Jan-Hendrik Addicks übernommen.
Sahnehäubchen aufs letzte Jahr gesetzt
Abschlussstreich Zehnte
Klassen der HRS bringen Lehrer
in Himmel und Hölle
Des einen
Freud’, des anderen Leid: So
begegneten sich „Himmel“ und
„Hölle“ beim Abschlussstreich.
BILD: claus stölting 
Der
Abschlussstreich ist Tradition an der
Schule. Die Lehrer ertrugen das
Prozedere mehr oder weniger gelassen.
von Claus Stölting
Wiefelstede - Auf Eiern über den Catwalk
schreiten; erhobenen Hauptes ein
Sahnehäubchen tragen; sich das
Schärfste, was in Wiefelstede ’raus
ist, auf der Zunge zergehen lassen; und
sich von den netten Kollegen blind mit
dem Lippenstift „verschönern“ lassen –
Aufgaben, die die Lehrerinnen und Lehrer
an der Haupt- und Realschule Wiefelstede
im Großen und Ganzen mit Humor ertrugen
und dafür entweder in „Himmel“ oder
„Hölle“ kamen am Donnerstagmorgen beim
Abschlussstreich der zehnten Klassen.
Vorbereitet worden war die Aktion von
der Schülervertretung und eben den
zehnten Klassen, die am frühen Morgen
auch mehr als 400 Luftballons
aufgeblasen und im Eingang zur
Lehrerzimmer ausgelegt hatten. „Wir
wollten die Lehrer, die uns jahrelang
geärgert hatten, auch mal hochnehmen –
aber so, dass sie auch ihren Spaß
haben“, machten Schülersprecher Jan
Hendrik Addicks und Mitorganisatorin
Luca Marie Schröder deutlich.
Der Abschlussstreich ist Tradition an
der Haupt- und Realschule. Am Abend gab
es in der Aula dann noch die
Abschlussfeier zum Thema
„Bettgeschichten“ (die
NWZ berichtet
noch).
Auch Wiefelstede liegt derzeit mitten in
Südafrika
Fußball Schüler
der Haupt- und Realschule machen sich in
dieser Woche fit für die
Weltmeisterschaft
Bei der
Slalom-Staffel auf dem Schulhof ging es
am Mittwoch vor allem um Schnelligkeit.
BILD: claus stölting 
Täglich gibt es
sportliche Komponenten auf dem Schulhof. Eine
von den Schülern zusammengestellte Ausstellung
über die 32 beteiligten Nationen hilft bei der
Beantwortung kniffliger Fragen.
von claus
Stölting
Wiefelstede - Die Fragen, die auf dem
Rallye-Zettel anlässlich der Fußball-WM in
Südafrika zusammengefasst sind, bergen so manche
harte Nuss, die es für die 591 Schüler der
Haupt- und Realschule Wiefelstede derzeit zu
knacken gilt. „Wie viele Spiele hatten die
Niederlande schon und wie viele haben sie davon
verloren?“ Oder: „Wie heißt das Stadion von
Honduras?“ „Welche Länder grenzen an die
Slowakei?“ Und: „Wie viele Einwohner hat Sapporo
(Japan)?“ Fragen, bei deren Beantwortung die
aktuelle Ausstellung in der „Schulstraße“ hilft,
die 32 Teams des 8. Jahrgangs der Schule
zusammengestellt haben: Porträts der 32
Nationen, die an der am Freitag beginnenden WM
in Südafrika teilnehmen. Alle Fragen können mit
Hilfe der Ausstellung beantwortet werden. Sie
ist Herzstück der WM-Aktionen an der Schule und
beinhaltet auch eine von der KVB-Klasse
erstellte Weltkarte. Zusätzlich finden in dieser
Woche tägliche sportliche Aktionen in den beiden
großen Pausen statt.
So gab es am Dienstag ein Torwandschießen, am
Mittwoch eine Slalom-Staffel, an diesem
Donnerstag muss der Fußball nach Kicker-Art
möglichst lange in der Luft gehalten werden –
und am Freitag wird es ein
„Blinden-Fußballturnier“ geben, bei dem Schüler
auch gegen Lehrer mit jeweils verbundenen Augen
antreten. „Lediglich ein Mitglied jedes Teams
darf gucken und muss das Team per Zuruf
dirigieren“, freut sich 2. Konrektor Thomas
Schmacker als Organisator der WM-Aktionen schon
jetzt auf einen aufregenden Vormittag auf dem
Schulhof. Schmacker räumt ein, dass bei den
Anmeldungen für die sportlichen Aktionen die
Jungs klar vorn liegen. Die Siegerehrung für die
einzelnen Disziplinen wird am Freitag nach dem
„Blinden-Fußballturnier“ stattfinden, kündigt
Schmacker an. Die Ausstellung wird noch eine
Woche länger zu sehen sein – und wie zu hören
ist, wird sie von den Schülern der 5. bis 9.
Klassen auch eifrig besucht.
In Klasse acht schon Zusage für Ausbildung
Angebot
Haupt- und Realschule richtet
jetzt die zweite KVB-Klasse ein
Valentin
Englert an der Säge bei Stahlbau
Bakenhus in Borbeck: Dem
14-Jährigen gefällt es sehr gut
im Betrieb – und er kann sich
vorstellen, Metallbauer zu
werden.
BILD: claus stölting 
Das
Langzeit-Praktikum ist wesentlicher
Bestandteil des Unterrichts in dem vom
Land geförderten Projekt. 90 Prozent
aller Schüler darin schaffen den
Hauptschulabschluss, sagt das Land.
von Claus Stölting
Wiefelstede - Valentin Englert ist 14. Der
Heidkamper besucht die Klasse 8. Und hat
schon jetzt, wenn er so weitermacht wie
bisher, eine Ausbildungsplatzgarantie,
sagt Kai Schledjewski, Fertigungsleiter
bei der Firma Stahlbau Bakenhus in
Borbeck. Valentin absolviert dort ein so
genanntes Langzeit-Praktikum, schaut
sich im Berufsbild des Metallbauers um –
als Schüler der ersten KBV-Klasse an der
Haupt- und Realschule Wiefelstede. Und
Schledjewski ist bisher mehr als
zufrieden mit dem 14-Jährigen.
„90 Prozent mit
Abschluss“
Valentin ist einer von derzeit 15
Schülern der Klasse, die aus
verschiedensten Gründen in einer der
„normalen“ Hauptschulklassen ihren
Abschluss ziemlich sicher nicht schaffen
würden, weiß auch Klassenlehrer Rainer
Kroll. Schüchternheit, Schulangst oder
andere „Hemmschwellen“ sind
Stolpersteine, die die Schüler dort auf
dem Weg zum Hauptschulabschluss offenbar
nicht aus dem Weg räumen können. In der
vom Land Niedersachsen geförderten
Klasse – KBV heißt „Klasse mit
vertiefter Berufsorientierung“ – haben
bereits ein Drittel der Schüler eine
Ausbildungsplatzzusage. Und 90 Prozent
der KBV-Absolventen schaffen in
Niedersachsen den Hauptschulabschluss,
weiß auch der Klassenlehrer.
Kleine Klasse
Die Schüler lernen in einem kleineren
Klassenverband, unterliegen starker
Kontrolle auch in Zusammenarbeit von
Klassenlehrer, Berufstartbegleiter und
einer Sozialpädagogin und drücken an
zwei von fünf Schultagen nicht die
Schulbank, sondern gehen in einen
Betrieb. Wobei der Unterricht ohne
Einschränkung in den Kernfächern wie
Mathe und Deutsch abgehalten wird. „In
Wiefelstede bieten wir zusätzlich sogar
Englisch an“, freut sich Kroll, der auch
vier Schüler der KGS Rastede in seiner
Klasse hat, denn beide Schulen arbeiten
bei diesem Projekt zusammen.
Die Möglichkeit, in die KBV-Klasse zu
wechseln, besteht nach Klasse sieben.
„Wir fragen zunächst die Klassenlehrer,
welche Schüler in Frage kommen könnten.
Dann reden wir mit den Eltern“, sagt
Kroll. Bis zu drei Betriebe pro
Schuljahr können sich die Schüler fürs
Langzeit-Praktikum aussuchen. Sie können
aber auch länger in einem Betrieb
bleiben. Genau das hat Valentin getan,
denn ihm hat es bei Bakenhus gefallen
und er kann sich vorstellen, Metallbauer
zu werden. „Wir erleben die
erstaunlichsten Dinge“, sagt
Klassenlehrer Kroll: „Gerade im
Praktikum leben viele Schüler richtig
auf. Sie sehen Auszubildende, die sie
vielleicht noch von der Schule kennen,
wie sie arbeiten und Verantwortung
tragen. Und das wirkt sich positiv aus“,
weiß Kroll.
Auch für Betrieb gut
Kai Schledjewski wiederum sieht auch für
den Betrieb Vorteile des Projekts: „Wir
können die Langzeit-Praktikanten viel
besser einschätzen. Normalerweise nehmen
wir als Auszubildende nicht gern
Hauptschüler, die lediglich mit ihrem
Abschluss zu uns kommen. Uns sind
Schüler lieber, die freiwillig ein
Praktikum absolvieren wollen“. Meister
Peter Haferkamp kann das bestätigen. Er
hat selbst einen Sohn, der derzeit die
siebte Klasse in Wiefelstede besucht.
Und Peter Haferkamp überlegt, ob auch
sein Sohn für die neue, dann zweite
KBV-Klasse in Betracht kommt, die im
neuen Schuljahr ihre Arbeit in
Wiefelstede aufnimmt. Auch deshalb wird
er am Montag, 7. Juni, um 20 Uhr in die
Aula der Haupt-und Realschule kommen –
zum Infoabend für Eltern.
Koffer packen für die Zukunft
Ausstellung
Heimatmuseum lädt auch Schulklassen zu
interaktiver Teilnahme ein
BILD: Claus Stölting 
Die Ausstellung wird an
diesem Sonnabend um 11.15 Uhr im Heimatmuseum
Wiefelstede eröffnet und läuft bis 30. Mai.
Viele Schulklassen haben sich bereits
angemeldet.
von Claus
Stölting
Wiefelstede - Für jeden Tag der kommenden Woche
liegen nach Angaben von Wolfgan Hase, Leiter des
Heimatmuseums Wiefelstede, bereits Anmeldungen
mehrerer Wiefelsteder Schulklassen vor – für die
Ausstellung „Ich packe meinen Koffer –
Kurswechsel für ein zukunftsfähiges
Deutschland“. Sie wird an diesem Sonnabend, 22.
Mai, um 11.15 Uhr im Heimatmuseum eröffnet und
läuft bis einschließlich Sonntag 30. Mai.
Thema der interaktiven Ausstellung ist ein
zukunftsfähiges Deutschland in einer
globalisierten Welt. Anhand von 12 Themenblöcken
wird dargestellt, wie die zentralen ökologischen
und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit
bewältigt werden können. Dazu werden 12 Koffer
gepackt. Schlagworte wie „Zukunftsfähigkeit“
oder „Nachhaltigkeit“ seien seit einigen Jahren
in aller Munde. Dagegen, so Hase, werde
natürlich kein Mensch etwas einzuwenden haben –
wenn es so allgemein formuliert werde. Die
Ausstellung allerdings thematisiere sehr konkret
die Voraussetzung für die Erhaltung der
natürlichen Lebensgrundlagen, für soziale
Gerechtigkeit und eine solide, selbstbestimmte
wirtschaftliche und soziale Entwicklung in allen
Ländern. Die Ausstellung sei so konkret und
anschaulich, dass dem Besucher schnell klar
werde, dass das Thema alle angeht – auch in
Wiefelstede. Großes Aufsehen erregte die
Ausstellung, die von „Brot für die Welt“, dem
Evangelischen Entwicklungsdienst und dem BUND
gestaltet wurde, bereits beim Bremer Kirchentag.
Sie wurde in Zusammenarbeit von Lokaler Agenda
21 Wiefelstede, der Kirchengemeinde, der
Wiefelsteder Schulen und des Heimatmuseums nach
Wiefelstede geholt. Eröffnet wird sie mit einem
Grußwort des stellvertretenden Bürgermeisters
Jörg Weden und mit einer Einführung von Ute
Aderholz, Agenda-21-Koordinatorin beim
Landkreis. Sie ist sonnabends von 16 bis 18 Uhr,
sonntags von 14 bis 18 Uhr und Pfingstmontag
ebenfalls von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
"Fahren Sie einen Mercedes?“
Schulprojekt
Basketball Spieler der EWE Baskets
Gast an Haupt- und Realschule
Kollektiver Wurf auf
den Korb: Die Schüler der siebten
Klassen der Wiefelsteder Haupt- und
Realschule trainierten am Dienstagmorgen
mit _vorne, von links_ Joshua Carter,
Daniel Hain und Rickey Paulding von den
EWE Baskets. BILD: Kollektiver Wurf auf den Korb: Die Schüler der
siebten Klassen der Wiefelsteder Haupt-
und Realschule trainierten am
Dienstagmorgen mit _vorne, von links_
Joshua Carter, Daniel Hain und Rickey
Paulding von den EWE Baskets.BILD: claus
stölting 
Daniel Hain, Joshua
Carter und Rickey Paulding trainierten mit den
Schülern der siebten Klassen. Anschließend
fragten die Schüler den Spielern Löcher in den
Bauch.
von Claus
Stölting
Wiefelstede - „Fahren Sie einen Mercedes?“ „Sind
sie Busenfreunde?“ Nicht alle Fragen, die die
Schüler aller siebten Klassen der Haupt- und
Realschule Wiefelstede am Dienstagmorgen an
Daniel Hain, Joshua Carter und Rickey Paulding
von den EWE Baskets richteten, hatten mit Sport
zu tun. Die Aufbauspieler des Bundesligisten
waren im Rahmen des von Lehrer Deddy Krüger
bereits seit 20 Jahren betreuten Schulprojektes
Basketball der Baskets Gast in Wiefelstede und
trainierten mit den Schülerinnen und Schülern –
natürlich – Basketball, bevor sie dann um 11 Uhr
in Oldenburg mit ihrem regulären Training
begannen.
Beim Schulprojekt gehen Spieler der Baskets in
Schulen in einem Umkreis von 30 Kilometern rund
um Oldenburg – natürlich auch, um
Öffentlichkeitsarbeit für das Team zu betreiben,
wie Deddy Krüger erklärt. Deshalb gehören
normalerweise Autogrammstunden ins Programm der
Schulbesuche. Aber es geht grundsätzlich auch
darum, junge Talente auszumachen. So war etwa
Florian Kopitzki, der die Haupt- und Realschule
2008 verlassen hatte, ein Jahr lang im Team der
Junior-Baskets, weiß Krüger, der Spieler der
Baskets regelmäßig auch nach Wiefelstede holt.
Begonnen hatte Krüger mit dem Projekt übrigens
noch zu Zeiten des OTB, als es die EWE Baskets
noch gar nicht gab – im Jahr 1990.
EWE Baskets Oldenburg
Die etwas andere Schulstunde
Pucki am 03.03.2010 um 12:59
Ort: Wiefelstede. Zeit: 7.30 Uhr.
Daniel Hain, Rickey Paulding und
Josh Carter treffen bei der Haupt-
und Realschule in Wiefelstede ein.
„Es ist noch verdammt früh“, sagt
Carter, „normalerweise ist das nicht
meine Zeit. Mal schauen, was uns
hier erwartet.“ Bereits auf dem
Parkplatz werden die Spieler von
zwei Schülern in Empfang genommen.
„Ich war sehr überrascht, dass mich
Kinder in dem Alter auf Englisch
begrüßen“, staunt Carter hinterher.
Vom Parkplatz geht es zügig in die
angrenzende Sporthalle, in der schon
sehnsüchtig auf die Spieler der EWE
Baskets gewartet wird.
Bereits einige Meter vor der Tür zur
Turnhalle kann man die Erwartung und
Unruhe im Inneren der Halle spüren.
Dort wird das Trio von Detlef Krüger
begrüßt und kurz instruiert. Kaum
dass der erste Baskets-Spieler die
Halle betritt, schlägt die
vorherrschende Unruhe in tosenden
Applaus um. Nach ein paar kurzen
Worten von Krüger zum Ablauf und
einer schnellen Vorstellung der
Spieler kann es losgehen.
Die Schüler werden in vier Gruppen
eingeteilt, die verschiedene
Stationen mit unterschiedlichen
Themengebieten durchlaufen. Station
eins ist mit Rickey Paulding besetzt
und handelt ausschließlich vom
„Passen“, Josh Carter kümmert sich
an Station zwei um das „Werfen“, und
Daniel Hain scheint sehr zufrieden
mit seiner dritten Station zu sein,
die sich mit dem „Ballhandling und
Dribbling“ befasst. Die vierte
Station, ein Basketballfeld, auf dem
frei Spiele ausgetragen werden,
übernimmt Detlef Krüger selbst. Jede
Station soll nicht länger als zehn
Minuten dauern, damit jede Gruppe
überall einmal tätig ist. Den
Kindern und auch den Spielern macht
diese Stunde besonders viel Spaß.
Natürlich wollen alle Anwesenden
auch etwas vom Können der
Protagonisten sehen, weshalb Hain,
Paulding und Carter einen
Drei-Punkte-Wettbewerb austragen.
Einen Gewinner kann zunächst niemand
ausmachen, da jeder von ihnen ein
gutes Händchen an diesem Tag zu
haben scheint. Nach kurzer
Diskussion und Überlegung steht aber
fest, dass Rickey Paulding in einem
Durchgang die meisten aller
erzielten Körbe für sich verbuchen
konnte.
Nach dem sportlichen Highlight
können die Kinder alle Fragen
loswerden, die sie schon immer
einmal einem Spieler der Baskets
stellen wollten. Die Moderation der
Fragerunde übernimmt Daniel Hain,
damit er gegebenenfalls die
englischen Antworten seiner
Teamkollegen übersetzen kann. Dies
ist allerdings nur selten der Fall,
da die Kinder die Fragen bereits auf
Englisch stellen und auch sonst fast
alles verstehen. Fragen wie: „Wann
habt ihr angefangen zu spielen?“
oder „Habt ihr überhaupt noch
Freizeit?“ werden ausführlich von
allen Beteiligten beantwortet. Zum
Schluss darf die obligatorische
Autogrammstunde nicht fehlen. Einige
Kinder werden dabei besonders
spontan und lassen sich sämtliche
Kleidungsstücke signieren. Nach
einem Frühstück geht es zurück nach
Oldenburg.
Pressemitteilung: EWE Baskets
Oldenburg
Schülerfähigkeiten
fürs Berufsleben im Härtetest
Berufswahlvorbereitung
Bildungswerk der niedersächsischen
Wirtschaft geht in die Schulen
Heinz-Roman Hoppe (rechts) und Kay
Hespe (hinten) vom Bildungswerk der
niedersächsischen Wirtschaft klopfen derzeit
die Fähigkeiten und Neigungen der
Wiefelsteder Hauptschüler der 8aH
BILD: Claus
Stölting
Die Hauptschüler der Klasse 8aH an der Haupt-
und Realschule Wiefelstede lernen in dieser
Woche, ihre Fähigkeiten fürs Berufsleben
einzuschätzen. Und bekommen einen Einblick, was
für sie möglich ist.
von Claus Stölting
Wiefelstede - Heinz-Roman Hoppe und
Kay Hespe vom Bildungswerk der niedersächsischen
Wirtschaft (BNW), Bezirk Oldenburg, nehmen die
Hauptschüler der Klasse 8aH der Haupt- und
Realschule Wiefelstede in dieser Woche genau
unter die Lupe. „Aktive Berufswahlvorbereitung“
ist die Maßnahme überschrieben, und das BNW ist
in dieser Mission bereits zum zweitenmal an der
Schule tätig – im Auftrag der Bundesagentur für
Arbeit und des niedersächsischen
Kultusministeriums. Ziel ist in diesem Fall,
Schüler der achten Hauptschulklassen bei der
Berufswahl zu helfen. „Wir stellen über
differenzierte Fragebögen die Neigungen und
Fähigkeiten der Schüler fest“, sagt Hoppe:
„Dinge, die sich nicht immer decken“. Auch auf
der praktischen Seite werden Fähigkeiten
abgefragt. „Wir wollen den Schülern auch Wege
zeigen, wie sie Berufswünsche über Weiterbildung
über die Hauptschule hinaus erreichen können.
Wir zerstören keine Träume, sondern zeigen dabei
Wege, wie was machbar ist“, betont Hoppe in
diesem Zusammenhang. „Dabei kommen die Schüler
auch mit Berufsfeldern in Berührung, die sie
noch gar nicht kennen“, macht Hoppe deutlich,
dass die Hauptschüler der achten Klasse sich
über die berufliche Zukunft oft noch gar keine
Gedanken machen. Die aktive
Berufswahlvorbereitung dient so auch dazu, einen
falschen Einstieg ins Berufsleben möglichst zu
vermeiden. Die Eltern werden am Abschlusstag –
das ist am Freitag – in die Auswertung in
Einzelgesprächen mit einbezogen.
Die Schulen müssen sich für diese Maßnahmen beim
Bildungswerk anmelden: Etwa 30 Termine
verzeichnet der Bezirk Oldenburg pro Jahr, die
meisten in Südoldenburg und im Landkreis
Wesermarsch.
Gute Noten aus
Hannover
Schulinspektion
Haupt- und Realschule Wiefelstede mit nur wenigen Minuspunkten
Mehr Positives als Negatives: Schüler
und Lehrer der Haupt- und Realschule
Wiefelstede, hier Schüler der Klasse R
10a mit Englischlehrerin Claudia Höpken,
können mit dem Ergebnis der
Schulinspektion zufrieden sein.
BILD: Mark
Brüggemann 
Rektor Hans-Joachim Wülfrath präsentierte
die Ergebnisse. In Dokumentation und Kooperation
gibt es Mängel.
von Mark Brüggemann
Wiefelstede -
Überwiegend gute Noten, aber noch Luft nach
oben: Die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten
viertägigen Schulinspektion an der Haupt- und
Realschule Wiefelstede präsentierte am Dienstag
Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath dem
Schulausschuss der Gemeinde. Auf einer Skala von
1 bis 4 , auf der 1 die schwächste und 4 die
beste Note ist, gab es für die Haupt- und
Realschule überwiegend die 3. „Eher stark als
schwach“ – so die Ausformulierung der Note 3 –
werteten die Prüfer der Niedersächsischen
Schulinspektion das Curriculum, die
Zielorientierung des Lernens, die
Qualitätssicherung, die Stimmigkeit des
Lernkonzepts und die Unterstützung eines aktiven
Lernprozesses bei den Schülern.
Die Höchstnote 4 gab es in den Bereichen
„Ausstattung“, „pädagogisches Klima“ und
„Führungsverantwortung der Schulleitung“. „Unser
seit dem Schuljahr 2009/10 bestehendes
Leitungsteam hat sich bewährt“, kommentierte
Hans-Joachim Wülfrath.
Ausreißer nach unten gab es dagegen in den
Kategorien „Unterstützung der Schüler im
Lernprozess“ und „Kooperation mit anderen
Schulen“. Grund für die schwache Bewertung für
die Unterstützung im Lernprozess sei, dass die
seit fünf Jahren verpflichtende Dokumentation
der individuellen Lernentwicklung „bei uns noch
nicht optimal genutzt wird“, sagte Wülfrath.
Mangelnde Dokumentation der individuellen
Lernentwicklung sei aus Sicht der
Schulinspektion ein Ausschlusskriterium, das
auch durch die sehr gute Förderung an der Haupt-
und Realschule (Note 4) nicht aufgewogen werden
könne.
Ähnlich relativierte Wülfrath die schwache
Gesamtbewertung für die Kooperation mit anderen
Schulen: „Wir haben eigentlich eine ganz tolle
Zusammenarbeit mit den Grundschulen, aber
Hannover fordert im Jahresplan festgelegte
gemeinsame Konferenztermine“, sagte der
Schulleiter der Haupt- und Realschule
Wiefelstede. Ihrer Pflicht, als weiterführende
Schule zu solchen Konferenzen einzuladen, werde
die Schule in Zukunft aber besser nachkommen.

Weihnachtsmarkt bringt 2438
Euro ein
SPENDE Haupt- und Realschule hilft
krebskranken und behinderten Kindern
Margot Wilkens und Insa Redenius (von links)
freuten sich über den Scheck, den Sarah Scharf,
Holger Dierks und Chantal Schrottke mit Lehrerin
Monika Sommer überreichten – stellvertretend für
die Klassen 5 bis 7 der Haupt- und Realschule.
BILD: CLAUS STÖLTING 
DIE KLASSEN 5 BIS 7 HATTEN DEN DIESJÄHRIGEN
WEIHNACHTSMARKT GESTALTET. MARGOT WILKENS UND INSA
REDENIUS VOM VEREIN „HILFE FÜR KREBSKRANKE UND
BEHINDERTE KINDER“ FREUTEN SICH RIESIG.
CS
WIEFELSTEDE - Riesig gefreut haben sich Margot
Wilkens, erste Vorsitzende des Vereins „Hilfe für
krebskranke und behinderte Kinder Ammerland“ und ihre
Stellvertreterin Insa Redenius: Eine Abordnung der 5.
bis 7. Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede
überreichte ihnen jetzt einen Scheck über 2438 Euro. Das
Geld erwirtschafteten die insgesamt 12 Klassen
anlässlich des diesjährigen Weihnachtsmarktes der Schule
(die NWZ berichtete).
Seit Jahren engagiert sich die Schule mit dem
Weihnachtsbasar für den guten Zweck. „Das geht schon auf
die Zeit der Orientierungsstufe zurück“, erinnert sich
Lehrerin Monika Sommer, unter deren Federführung der
Markt auch in diesem Jahr in der Schule stattgefunden
hatte. Der in Wiefelstede beheimatete Verein unterstützt
auch mit dieser Spende im Wesentlichen Reittherapien für
behinderte und krebskranke Kinder: „28 Kinder werden
derzeit von uns betreut“, freut sich Margot Wilkens über
eine Rekordzahl im zehnten Jahr des Vereinsbestehens.
Mehr als 16 000 Steine fallen
WEIHNACHTSMARKT Schule bietet auch einen „Domino-Day“
für den guten Zweck

Mit einem Showprogramm in der Mensa (Bild oben), dem
„Domino-Day“ (Mitte) sowie dem stimmungsvollen
Weihnachtsmarkt engagierten sich Schüler und Lehrer für
den guten Zweck. BILDER (4): CLAUS STÖLTING 
DIE HAUPT- UND REALSCHULE WIEFELSTEDE BOT SHOW,
SPEKTAKEL UND BESCHAULICHEN MARKT. DER ERLÖS IST FÜR DEN
GUTEN ZWECK.
VON CLAUS STÖLTING
WIEFELSTEDE - Mehr als 16 000 Holzklötzchen hatten 16
Schüler der Klasse 6cR der Haupt- und Realschule
Wiefelstede für ihren „Domino-Day“ in der Sporthalle in
Reih und Glied aufgestellt – eine der Attraktionen des
diesjährigen Weihnachtsmarktes, dessen Erlös dem Verein
„Hilfe für krebskranke und behinderte Kinder Ammerland“
zukommen soll. Die Initiative für das Spektakel geht von
Marcel Poppen (kleines Bild) aus. der 12-Jährige hat den
Domino-Day bereits zum zweiten Mal veranstaltet, nun
aber um einiges größer als im vergangenen Jahr.
Bereits um fünf Uhr morgens begannen die Vorarbeiten:
Der Sportunterricht war eigens abgesetzt worden, damit
die Team-Mitglieder die Steine aufstellen konnten. „Das
Oldenburger Parkettwerk hatte uns das Holz für die
Steine zur Verfügung gestellt – es wurde in der Schule
passend geschnitten“, weiß der 12-Jährige. Für den guten
Zweck nahmen die Schüler dann 50 Cent Eintritt pro Kopf
– und exakt 143 Besucher sahen dann die Steine fallen.
Nicht in einem Rutsch, „aber letztlich fielen alle um“,
freut sich der Schüler, der 2010 den „Domino-Day“ in
ganz großem Stil aufziehen will. Der Weihnachtsmarkt
wurde erneut mit einem Showprogramm in der Mensa
eingeläutet – mit Musik und einem Sketch, aufgeführt von
Schülern, die natürlich auch die Buden und Stände des
Weihnachtsmarktes besetzten. Schüler hatten zudem
bereits im Vorfeld beim Wickeln der Lichterketten für
die Wiefelsteder Weihnachtsbeleuchtung geholfen und die
Lichterpyramiden dann auch im Ort mit aufgestellt. Auch
dafür gab es Geld, das dem guten Zweck zugeführt wird.
Kreidetafel macht „Smartboard“ Platz
KONJUNKTURPAKET II Haupt- und Realschule Wiefelstede
kauft für 33 000 Euro Technik vom Feinsten

Die gute, alte Kreidetafel hat wohl bald ausgedient: Die
„Smartboards“ kommen. Die Haupt- und Realschule
Wiefelstede hat jetzt sechs dieser interaktiven Tafeln
angeschafft – mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II.
BILD: CLAUS STÖLTING 
„SMARTBOARDS“ ERMÖGLICHEN EINEN GANZ NEUEN,
MULTIMEDIALEN UNTERRICHT. DER UNTERRICHTSSTOFF WIRD VOM
LAPTOP ÜBER EINEN BEAMER AUF DIE INTERAKTIVE TAFEL
PROJIZIERT.
VON CLAUS STÖLTING
WIEFELSTEDE - Hat die gute alte Kreidetafel in
der Schule bald ausgedient? Möglich – denn die „Smartboards“
kommen.
Die Haupt- und Realschule Wiefelstede ist aus Mitteln
des Konjunkturpakets II nun mit sechs dieser
interaktiven Tafeln ausgestattet worden, auf deren
Oberfläche per Beamer die Bildschirmansicht eines
Computers projiziert wird. Das ist an sich noch nichts
Besonderes. Der Clou jedoch ist: Auf der
druckempfindlichen Oberfläche der Tafel kann der Schüler
in der jeweiligen Computer-Anwendung mit Stift oder
Finger schreiben, malen und zeichnen, Klaviertasten
anschlagen oder beispielsweise englische Begriffe ihren
Übersetzungen zuordnen, indem er sie mit der Hand auf
der Tafel verschiebt; er kann auf der Tafel im Internet
surfen und viele andere Anwendungen nutzen – und alle
auf der Tafel geschaffenen Veränderungen lassen sich
dann wieder auf dem Computer abspeichern. „Ich kann als
Lehrer auch eine kabellose Tastatur bei den Schülern
herumgehen lassen und brauche bei bestimmten Anwendungen
mit der Tafel nur einen einzigen Computer für die ganze
Klasse“, sagt Lehrer Eckard Klages.
Ganz neuer, multimedialer Unterricht sei mit dieser
Technologie möglich. Was nach Angaben Klages‘
beispielsweise in Schottland in jeder Schule und jedem
Klassenraum längst Realität ist, hält so auch in
Deutschland mehr und mehr Einzug in den schulischen
Alltag.
Für die rund 33 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II hat
die Haupt- und Realschule Wiefelstede weiterhin einige
Multimediawagen, Computer, Software und insgesamt fünf
Laptops angeschafft.
„Die Verkostung des Jahrgangs 2009“
ABSCHLUSS Entlassungsfeier für die Haupt- und
Realschüler aus Wiefelstede – Schwungvolles Programm

Diese Schüler boten den Gästen eine mitreißende
Tanzeinlage, welche die Zuschauer zum rhythmischen
Mitklatschen und Mitwippen anregte. BILD: MANON GARMS 
BÜRGERMEISTER HELMUT VÖLKERS GAB DEN JUGENDLICHEN
RATSCHLÄGE MIT AUF DEN WEG. DIE REDE DER SCHÜLERSPRECHER
SORGTE FÜR GELÄCHTER.
VON MANON GARMS
WIEFELSTEDE - Mit einem schwungvollen Programm sind am
Donnerstag in der Haupt- und Realschule Wiefelstede die
Schüler des Jahrgangs 2009 verabschiedet worden. Die
Jugendlichen gestalteten den Abend mit diversen Tanz-
und Gesangseinlagen, was die Gäste mit viel Applaus
belohnten.
„Heute Abend steht die erste Verkostung des Jahrgangs
2009 an, und Sie dürfen ihn erstmals testen“, begrüßte
Schulleiter Hans–Joachim Wülfrath die Eltern und
Ehrengäste. Wiefelstedes Bürgermeister Helmut Völkers
wünschte den Schülern viel Erfolg in ihrem neuen
Lebensabschnitt und gab ihnen zwei Ratschläge mit auf
den weiteren Weg: „Lerne, mit dir selbst zufrieden zu
sein!“ und „Erschaffe dir deine Zukunft selbst!“.
Die Lehrkräfte Marc Brinkmann und Claudia Höpken
blickten gemeinsam auf die Vergangenheit zurück. „Es war
schön und spannend, eure Entwicklung zu sehen.
Inzwischen seid ihr ein ganzes Stück erwachsener
geworden“, sagte Claudia Höpken. „Die letzten Wochen und
Monate waren hart für euch, und die Lehrer haben auch
ein bisschen mitgezittert“, ergänzte Marc Brinkmann und
betonte, dass es den Lehrkräften nicht leichtfalle, die
Schüler zu entlassen. Für viel Gelächter sorgte die Rede
der Schülersprecher Katharina Heinze und Marc Kostian.
„Heute können wir den Lehrern sagen, was wir wirklich
von ihnen denken, ohne Rache befürchten zu müssen“,
sagte Katharina Heinze und sprach einige Eigenheiten der
Lehrer an, wie die gut aussehenden Hemden von Marc
Brinkmann oder die Friedfertigkeit von Eckard Klages.
Auf der Suche nach dem Sinn
des Lebens
AUFFÜHRUNG Schüler der Haupt- und Realschule in
Wiefelstede treten am Donnerstag bei Abschlussfeier
auf
Auch Jennifer Filies (links) und Sarah Wilkerling
sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und
wollen herausfinden, was in der Kiste ist.
BILD: MANON GARMS 
DIE JUGENDLICHEN HABEN EIN PHILOSOPHISCHES THEMA
GEWÄHLT. UNTERSTÜTZT WERDEN SIE VON ECKARD KLAGES UND
KERSTIN HOCHHARZ.
VON MANON GARMS
WIEFELSTEDE - Worin ist der Sinn des Lebens zu finden? Dieser
philosophischen Frage gehen diejenigen Schüler der
Haupt- und Realschule Wiefelstede nach, die am
Donnerstag mit einer Abschlussfeier entlassen werden.
Nach der Zeugnisvergabe treten die Jugendlichen in
verschiedenen Szenen auf, die sich alle in irgendeiner
Weise mit dem Lebenssinn auseinandersetzen.
Sequenzen entwickelt
Gemeinsam mit dem Theaterlehrer Eckard Klages und der
Religionslehrerin Kerstin Hochharz haben die Schüler die
einzelnen Sequenzen entwickelt. „Ich habe zunächst die
Texte geschrieben, den Jugendlichen dann aber die
Freiheit gelassen, daran etwas zu ändern, wenn sie es
möchten“, sagt Eckard Klages. Die Texte einer Szene
stammen jedoch komplett aus der Feder der Vortragenden:
„Schüler aus der 10. Klasse haben im Religionsunterricht
selbst kurze Texte darüber verfasst, was der Sinn des
Lebens für sie bedeutet“, erklärt der Theaterlehrer.
Die anderen Sequenzen sind vielfältig gestaltet: Da gibt
es zum Beispiel ein Cafe, in dem man statt einer
Speisekarte eine Karte mit Gesprächsthemen vorfindet,
eine Kiste, die möglicherweise etwas Gefährliches
enthält, oder auch Ehepaare, die miteinander darüber
diskutieren, was sie beim Verständnis ihres Lebenssinns
gemeinsam haben.
„Für die Schüler ist das Theaterspielen eine
Bereicherung, und man merkt ihnen an, dass die davon
profitieren, wenn es um Ausdrucksstärke, Mut und
Auftrittspräsenz geht“, sagt Eckard Klages, der die
Wahlpflichtkurse „Theater“ an der Haupt- und Realschule
leitet. Die Jugendlichen haben von ihm ein fundiertes
Schauspieltraining bekommen, um zu lernen, wie sie auf
der Bühne agieren müssen.
Rollen sind begehrt
„Bestimmte Rollen waren natürlich bei allen Schülern
sehr begehrt, doch mit der Zeit haben sie gemerkt, dass
jede Szene Möglichkeiten zur schauspielerischen
Gestaltung bietet“, blickt der Theaterlehrer auf das
vergangene Schuljahr zurück. Der Wahlpflichtkursus
„Theater“ ist bei den Jugendlichen sehr beliebt, und
inzwischen haben auch die Jungen ihr schauspielerisches
Talent entdeckt. „Früher waren es mehr Mädchen, aber die
Auswahl der Stücke ist einfacher, wenn auch Jungen dabei
sind“, sagt Eckard Klages.
Die Generalprobe findet am Mittwoch vor den 9. Klassen
statt. Am Donnerstag kommen dann auch Eltern und Freunde
der Schulabgänger in den Genuss der Vorführung. Die
Abschlussfeier beginnt um 19.30 Uhr im Forum der Schule.
NWZ 17.6.2009
„Themba“ wird gerade verfilmt
SÜDAFRIKA Lutz van Dijk berichtet Wiefelsteder Schülern
vom „Hokisa“-Projekt

Lutz van Dijk berichtete am Mittwoch in der Haupt- und
Realschule Wiefelstede vom Fortgang des Projektes „Hokisa“
in Südafrika. Die Schule unterstützt das Projekt bereits
seit 2001. BILD: CLAUS STÖLTING 
DER IN SÜDAFRIKA LEBENDE AUTOR HAT DAS PROJEKT 2001 MIT
INS LEBEN GERUFEN. DIE HAUPT- UND REALSCHULE UNTERSTÜTZT
ES SEITDEM UND VERANSTALTET IM AUGUST WIEDER EINEN
SPONSORENLAUF.
VON CLAUS STÖLTING
WIEFELSTEDE - „Phantastisch, wie sehr die Schüler
interessiert sind an unserem Projekt“: Lutz van Dijk,
niederländischer, in Deutschland geborener und in
Südafrika lebender Schriftsteller, war bei seinem Besuch
der Wiefelsteder Haupt- und Realschule am Mittwoch
begeistert. 2001 hatte er gemeinsam mit einer
Südafrikanerin das Projekt „Hokisa“ ins Leben gerufen,
das seit 2002 Kinder und Jugendliche in einem eigenen
Haus im Township Masiphumelele in Südafrika betreut. „Hokisa“
heißt „Homes for Kids in South Africa“ (Ein Zuhause für
Kinder in Südafrika).
Von Anfang an dabei
Die Eltern der Kinder sind an Aids gestorben oder
todkrank, die Kinder infiziert oder erkrankt. Und die
Haupt- und Realschule Wiefelstede unterstützt das
Projekt bereits seit 2001 – „die erste Schule in
Deutschland, die sich engagierte“, wie van Dijk
hervorhob. So erzielten allein zwei Sponsorenläufe der
Schüler in den vergangenen Jahren gut 30 000 Euro für „Hokisa“,
und der jüngste Weihnachtsbasar brachte mehr als 2000
Euro für Südafrika ein. Am 29. August soll ein weiterer
Sponsorenlauf stattfinden.
Van Dijk, der in seinen Jugendbüchern wie „Themba“ oder
„Township Blues“ auch das Thema Aids behandelt, brachte
den Wiefelsteder Schülern in seinem Vortrag einige der
Kinder näher, die das Projekt betreut. Wie die Brüder
Kwanele (1) und Kevin (7), die heute im „Hokisa“-Haus
leben. Vor einem Jahr war Kwanele gerade rechtzeitig
gefunden worden – acht Tage alt. Die Mutter war im
Krankenhaus an Aids gestorben, der Vater verschwunden,
das Kind allein im Haus. Erst später stellte sich
heraus, dass Kwanele einen Bruder hat – Kevin. Der
damals Sechsjährige bettelte auf den Straßen, wurde
gefunden und lebt heute ebenfalls im „Hokisa“-Haus.
Viele der Waisen leben teils schon von Beginn an dort,
gehen mittlerweile auch zur Schule – und die bereits
erkrankten Kinder haben dank der Behandlung mit
Medikamenten die Chance auf ein Leben, sagt Lutz van
Dijk. Das Projekt hat zudem 60 weitere Kinder an
Pflegefamilien vermitteln können, freut sich der
Niederländer.
„Jens Lehmann spielt mit“
Derzeit wird van Dijks Buch „Themba“ in Südafrika als
deutsch-südafrikanische Produktion verfilmt – die
Geschichte eines fußballbegeisterten Jungen, dessen
Mutter an Aids erkrankt ist. „Auch Jens Lehmann –
Torhüter des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart – wird
mitspielen“, freut sich van Dijk. Der Film soll Anfang
2010 auch ins deutsche Kino kommen – dem Jahr der
Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Wie bei allen
seinen Büchern, die das Thema Südafrika behandeln, gehen
auch alle Einnahmen aus diesem Projekt an „Hokisa“, wo
van Dijk gemeinsam mit Mitbegründerin Karin Chubb
derzeit noch Co-Direktor ist.
Van Dijk gibt Amt ab
Zum 1. Juli werden beide das Amt abgeben – an einen
Erzieher und eine Krankenschwester aus Südafrika, wie
eine Ausschreibung ergeben hat. „Wir bleiben aber im
Vorstand“, macht van Dijk klar, dass „Hokisa“ für ihn
weiterhin große Bedeutung haben wird. 65 000 Euro werden
jährlich benötigt, um die Kinder im „Hokisa“-Haus mit
Allem zu versorgen.
Mehr Infos unter
www.hokisa.co.za
Schüler liefern pralle Spenden ab
ENGAGEMENT 1060 Euro für krebskranke und behinderte
Kinder, 2205 Euro für „Hokisa“

Schecks in Höhe von zusammen 3265 Euro überreichten
Schüler der Haupt- und Realschule an Horst Bremer
(links) und Margot Wilkens sowie an Eckard Klages. BILD:
CLAUS STÖLTING 
DAS GELD WURDE BEIM WEIHNACHTSBASAR UND IN VIELEN
AKTIONEN „ERWIRTSCHAFTET“. NUN WURDEN DIE SPENDEN
ÜBERREICHT.
VON CLAUS STÖLTING
WIEFELSTEDE - „Sehr dankbar“ sind Margot Wilkens und
Horst Bremer vom „Verein für krebskranke und behinderte
Kinder Ammerland“ für das Spendenaufkommen der jüngsten
Zeit.
„Tolles Ergebnis“
Wurde im vergangenen Jahr elf Kindern aus dem Ammerland
eine Reittherapie ermöglicht, so konnte der Verein diese
Zahl nun nahezu verdoppeln: Derzeit können 20 Kinder die
Vorzüge dieser Therapie genießen. „Ein ganz tolles
Ergebnis“, freute sich Vereinsvorsitzende Margot Wilkens.
Dazu haben ganz aktuell auch die Schüler der Haupt- und
Realschule Wiefelstede beigetragen: Sie spendeten 1060
Euro an den Verein – und weitere 2205 Euro an das
Projekt „Hokisa“ in Südafrika.
Das Geld wurde beim Weihnachtsbasar und in vielen
kleinen Aktionen von November bis Januar wie
beispielsweise Haushaltshilfe oder Autowäsche
„erwirtschaftet“.
Die Klassen 5 bis 7 brachten dabei die Spende für
krebskranke und behinderte Kinder, die Klassen 9 und 10
das Geld für „Hokisa“ zusammen. Die 8. Klassen werden im
Sommer wieder einen Sponsorenlauf veranstalten.
„Hokisa“ steht für „Homes for Kids in South Africa“.
Das Projekt bietet derzeit 17 Kindern und zwei jungen
Erwachsenen, die an Aids erkrankt oder mit HIV infiziert
und deren Eltern an Aids gestorben sind, im Township
Masiphumelele nahe Kapstadt in mehreren Häusern
betreutes Wohnen samt medizinischer Versorgung an.
Angegliedert ist eine Schule, in der die Kinder Lesen,
Schreiben und Rechnen lernen. Das Projekt wurde 2001 von
Lutz van Dijk, in Südafrika lebender Buchautor aus den
Niederlanden, und Karin Chubb, einer südafrikanischen
Dozentin der Universität Kapstadt, gegründet – und die
Haupt- und Realschule Wiefelstede gehört von Beginn an
zur Unterstützergruppe.
Eckard Klages und Arnold Schäfer sind die
Verbindungsleute der Schule zum Projekt, dessen
Kodirektor Lutz van Dijk ist. Er wird im Mai in
Wiefelstede erwartet.
„Stets flotte Fahrt vorbei an allen
Untiefen“
ABSCHIED Haupt- und Realschule verabschiedet Hoppe,
Weden und Pannemann
Ein Steuerrad für den „Seemann mit Leib und Seele“:
Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath (rechts)
verabschiedete Konrektor Peter Hoppe. Er geht als
Schulleiter nach Otterndorf.
BILDER: CLAUS
CS
WIEFELSTEDE - Gleich drei Verabschiedungen gab es am
Freitagmorgen in der Mensa der Haupt- und Realschule
Wiefelstede. Im Kreis der Lehrerkollegen überreichte Schulleiter
Hans-Joachim Wülfrath dem 2. Konrektor Peter Hoppe ein
Steuerrad: Der „Seemann mit Leib und Seele“ – Hoppe segelt seit
seiner Kindheit – wechselt nach Otterndorf, wo er Leiter der
Johann-Heinrich-Voß-Realschule wird. Hoppe stammt aus
Otterndorf, war dort aber bisher nie Lehrer. Der 49-Jährige
verlässt Wiefelstede nach dreieinhalb Jahren als 2. Konrektor.
Wülfrath wünschte ihm „stets flotte Fahrt vorbei an allen
Untiefen und gefährlichen Passagen – mit dem Rückenwind einer
guten Wiefelsteder Schulerfahrung“.
Jörg Weden, Fachbereichsleiter im Fach „Arbeit/Wirtschaft“ – er
unterrichtete zudem Deutsch und Geschichte – verlässt die Haupt-
und Realschule nach 16 Jahren – in den Ruhestand. Der
stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Wiefelstede und
SPD-Ratsherr (kleines Bild), der erst kürzlich seinen 65.
Geburtstag feierte, wird der Schule jedoch voraussichtlich bis
zum Schuljahresende auf Stundenbasis erhalten bleiben. Wülfrath
forderte ihn beim Abschied auf, in seinem politischen
Arbeitsfeld „weiterhin Anwalt unserer Schule zu sein“.
Aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls in den Ruhestand
verabschiedet wurde am Freitag Monika Pannemann. Sie gehörte
seit 1980 zum Wiefelsteder Lehrerkollegium und unterrichtete
Englisch und Französisch. Schulleiter Wülfrath: „Eine ungemein
fleißige, gewissenhafte Kollegin, die unauffällig, aber mit viel
Nachhaltigkeit ihre Arbeit tat“. NWZ 31.1.2009
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Die Zeit ist so fix vorbei gegangen“ (NWZ)
ENTLASSUNG Abschlussjahrgang der Haupt- und
Realschule Wiefelstede feierlich verabschiedet

Höhepunkt des Abends: Die Wiefelsteder Schüler
erhalten von den Klassenlehrern (hier Christiane Richter mit
ihren Schülern)
die Abschlusszeugnisse. Am Sonnabend, 19 Uhr,
folgt noch der Abschlussball im Gasthof Rabe. BILD: BIRTE TRIPKE 
400 GÄSTE SAHEN EIN KREATIVES PROGRAMM. 121
ABSOLVENTEN ERHIELTEN IHRE ZEUGNISSE.
VON BIRTE TRIPKE
WIEFELSTEDE - Sie sind fertig: In roten
Poloshirts verabschiedeten sich am Donnerstagabend die fünf 10.
Klassen sowie 11 vorzeitige Schulabgänger der 9. Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede.
Bei einer von den Schülern gemeinsam gestalteten
Entlassungsfeier im Forum überreichten die Klassenlehrer Jörg Weden, Marlene Dierks, Christiane Richter, Eckard
Klages und Sybille Wilken den 121 Absolventen ihre Zeugnisse. Am
Vormittag stand zunächst der Schülerstreich an: Mit Treckern und Anhängern wurde der
Lehrerparkplatz zugestellt.
6.30 Uhr. Der Wecker klingelt. Ein Blick. Ein Schlag, Umdrehen.
Weiterschlafen. Denn: Wir sind fertig!“, war auf den eigens
bedruckten Shirts zu lesen. Transparente mit dem gleichen Humor waren außen
am Schulgebäude angebracht: „10 Jahre bis zum Höhepunkt“, hieß
es dort u.a. 400 Gäste im voll besetzten Forum erlebten einen
abwechslungsreichen Abend: Die Schülerband glänzte mit
entspannten Popsongs und Klassikern wie „Hit the Road, Jack“ von Ray Charles. Auch „The Lion
Sleeps Tonight“ aus der letzten Theateraufführung, dem
„Dschungelbuch“, durfte nicht fehlen.
Die Schülervertreter Stephanie Janssen und Dennis
Janssen ließen in ihrer Rede die Schulzeit Revue passieren. Ein
Fazit: „Die Zeit ist so fix vorbei gegangen, ich überlege gerade, ob ich noch
bleibe.“
„Wahnsinn“ im Schulzentrum
THEATER Komische Figuren und tragische Schicksale – Sketche zum
Abschied

Lange geprobt haben die jungen Leute – jetzt sitzen alle Szenen
für den „Wahnsinn“. BILD: WOLFGANG WITTIG 
VON WOLFGANG WITTIG
WIEFELSTEDE - Ein Jahr lang, exakt vom Beginn des neuen
Schuljahres an, haben die Schülerinnen und Schüler der
Wahlpflichtkurse „Dar-stellendes Spiel" und „Theater" geübt,
geprobt, einstudiert, neu überarbeitet und dabei viele Stunden
inves-tiert. Jetzt wollen alle die Früchte der langwierigen
Arbeit ernten und einem breiten Publikum zeigen.
Unter der Leitung der beiden Kursleiter Eckard Klages und
Manfred Heeren entstand auf diese Weise eine Reihe von Szenen
und Sketche, die nun zum Ende des Schuljahres vorgeführt werden
sollen. An diesem Mittwoch, 2. Juli, findet in der neuen Mensa
um 19.30 Uhr eine öffentliche Aufführung unter dem Titel
„Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn" statt.
Mehr dazu in der nächsten
NWZ
Wiefelstede. Es ist in jedem
Jahr das gleiche Ritual, - und
doch ist es eigentlich jedes
Mal ganz anders: Die Entlassung
der Schülerinnen und Schüler
von der Haupt- und
Realschule. In diesem Jahr
war es der helle Wahnsinn.
In der Tat „Wahnsinn,
Wahnsinn, Wahnsinn“ hieß dann
auch die Aufführung, die die
Mitglieder der Theater-AG
und Darstellendes Spiel auf
die Beine gestellt haben. Vor
einer vollbesetzten Aula
führten die Schüler Sketche vor
und der eine oder andere
brillierte dabei mit einem außergewöhnlichen
schauspielerischen Talent.
Aber es gab natürlich auch
mahnende und
richtungsweisende Worte, vom Schulleiter
Hans-Joachim Wülfrath,
Bürgermeister Helmut Völkers,
dem Elternratsvorsitzenden
Hermann Koenen und dem
Sprecher für die
Klassenlehrer der abgebenden Klassen, Jörg
Weden. Eine besondere Ehrung
wurde Florian Kopitzki zuteil,
der für exzellente Leistungen
im schulischen und sportlichen
Bereich den Schulpreis
erhielt. Untermalt von der Schulband
und natürlich mit dem
abschließenden Büffett war es
wieder eine gelungene Feier.
Florian Kopitzki
erhält den Schulpreis
aus der Hand des
Bürgermeisters
Fotos: W. Wittig
Aus „Mr. Pilks Irrenhaus“ führte die Theater-AG skurille Szenen
auf.
Realschüler erstellen Mosaike in Mensa
Wiefelstede.
Der Wahlpflichtkurs Kunst der 8. Klassen der
Realschule hat sich künstlerisch an der Ausgestaltung der
neuen Mensa beteiligt. Unter der Leitung der Lehrerin Claudia
Höpken wurden an den Wänden im Vorbereitungsraum
der Mensa schöne Motive aus Mosaik erstellt. „Hier konnten
wir mal unsere Ideen zeigen und kreativ arbeiten“, freuten
sich nach Fertigstellung die Schülerinnen und Schüler.
Traurig war man aber auch darüber,dass ein noch nicht ganz
fertig gestelltes Mosaik zerstört wurde. Einen Dank möchten die
Schüler
den Firmen Fliesen Brunken und von Nethen und
Oltmanns ausrichten, die das Projekt mit kostenlosem
Material unterstützt hatten.
"Der Wiefelsteder"
Ganztagsschule kann durchstarten
Mit der Einweihung der Mensa und des
neuen Forums sind jetzt auch die baulichen Voraussetzungen für
den Betrieb der Ganztagsschule geschaffen worden. Den
Schülerinnen und Schülern stehen für den Ganztagsbetrieb moderne
und geschmackvoll gestaltete Räumlichkeiten zur Verfügung. In
der Mensa wird ab August, an vier Tagen der Woche eine günstige
Mahlzeit angeboten. Die Schülerinnen und Schüler können in der
Mittagspause unter Aufsicht Hausaufgaben erledigen oder an den
PC-Arbeitsplätzen arbeiten. Für einige Fächer wird für die
Schülerinnen und Schüler Förderunterricht angeboten. Es gibt
Kurse für den Erwerb des Mofa-Führerscheins und für das
10-Finger-Tastaturschreiben, Neben dem WPK-Bereich besteht die
Möglichkeit zur sportlichen Betätigung: Lateinamerikanischer
Tanz, Fußball, Badminton, Schwimmen, Tennis, Spinning, Pilates,
Handball und Ringen. Die sportlichen Angebote werden zum großen
Teil aus Mitteln der Gemeinde Wiefelstede finanziert. Es bleibt
zu hoffen, dass diese oder die nächste Landesregierung
Lehrerstunden für den Ausbau eines qualifizierten
Ganztagsangebot zur Verfügung stellt. NWZ 24.6.2007
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