HRS Wiefelstede in der Presse

WIEFELSTEDE, 22. Januar 2011

 

Klare Mehrheit stimmt für Oberschule

Gemeinderat Neue Schulform mit gymnasialem Angebot kommt ab 1. August – Grüne votieren dagegen


 

CDU und FDP sahen sich in ihrem Kurs bestätigt. Sie sprachen von einem „guten Tag für Wiefelstede“.

von Christoph Bähr

 

Wiefelstede - Das Hin und Her hat ein Ende: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend mehrheitlich der Einrichtung einer Oberschule am Schulzentrum Wiefelstede zugestimmt. Die Schulform mit gymnasialem Angebot kommt nun zum 1. August. Vor rund 40 Zuhörern im Gasthaus Rabe gab es eine eindeutige Mehrheit für die Oberschule. Lediglich die drei Ratsherren der Grünen stimmten dagegen. Zudem gab es eine Enthaltung.

Noch vor einigen Wochen war solch ein klares Votum nicht abzusehen gewesen. Im Schulausschuss hatte die Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen noch gegen die Oberschule gestimmt (NWZ berichtete). Den Sinneswandel der Sozialdemokraten erklärte Ratsherr Dennis Rohde: „Gemeindeelternrat sowie die Schulelternräte der Grundschule und der Haupt- und Realschule haben den Wunsch nach einer Oberschule geäußert. Dies zu ignorieren wäre eine Frechheit gewesen.“ Schließlich versuche man, seit 13 Jahren ein gymnasiales Angebot in Wiefelstede einzurichten. Dennoch dürfe die Schulpolitik mit der Oberschule nicht stagnieren. „Irgendwann muss man in Wiefelstede sein Abitur ablegen können“, betonte Rohde.

Jens Nacke (CDU) sprach angesichts der Einführung einer Oberschule von einem „guten Tag für Wiefelstede, die Eltern, die Kinder und die Schule“. Die Union habe sich immer für diese Schulform stark gemacht. Er sei froh, dass die Argumente der CDU und der FDP sich nun durchgesetzt hätten. „Die Oberschule eröffnet den Kindern neue Entwicklungschancen. Mit diesem Wiefelsteder Schulkompromiss haben wir auch ein Signal für das Kultusministerium gesetzt“, sagte Nacke. Ähnlich äußerte sich Fritz Peters (FDP): Er sprach von einem „historischen Ereignis für die Gemeinde“.

UWG-Ratsherr Ralf Becker sagte, die Oberschule sei sinnvoll, da die Anmeldezahlen der Hauptschule drastisch zurückgingen. Daher hätten sich die Unabhängigen Wähler schließlich dafür entschieden.

Die Grünen blieben dagegen bei ihrer ablehnenden Haltung zu der Schulform. „Die Oberschule ist nicht grundsätzlich schlecht, aber eine Integrierte Gesamtschule (IGS) ist einfach besser. Warum hören wir jetzt auf, dafür zu kämpfen?“, fragte Jens-Gert Müller-Saathoff. Nun würden die Kinder „ein Spielball der Politik“. Denn niemand wisse genau, wie das Modell Oberschule letztendlich aussehe.

 

 

KVB-Klasse macht „gewaltigen Eindruck“

Projekt Kreisschulausschuss im Unterricht – Viele Schüler haben bereits Ausbildungsplatz in der Tasche

 

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Auch im Sitzen stehen die Mitglieder des Kreisschulausschusses hinter der Arbeit der Haupt- und Realschule Wiefelstede in den KVB-Klassen (hier die 9bH). BILD: claus stölting Bild vergrößern

Die Klassen mit vertiefter Berufsorientierung werden besonders intensiv auf die Berufswelt vorbereitet. Der Praxisanteil ist entsprechend hoch.

von Claus Stölting

Wiefelstede - Auch auf den Vorsitzenden des Kreisschulausschusses, Hermann Tammen, hatte die KVB-Klasse 9bH an der Wiefelsteder Haupt- und Realschule Wiefelstede am Donnerstagnachmittag „einen gewaltigen Eindruck“ gemacht. Im Vorfeld der öffentlichen Sitzung des Gremiums waren die Mitglieder und auch Landrat Jörg Bensberg eine Stunde lang dem Unterricht der „Klasse mit vertiefter Berufsorientierung“ und ihrem Lehrer Rainer Kroll und dem Berufsstartbegleiter Ralf Brumund gefolgt. Und auch Regierungsschuldirektor Manfred Janßen, der diese Projekte im Landkreis seit 2007 mit auf den Weg gebracht hatte, lobte in der anschließenden Sitzung des Gremiums die guten Erfolge, die die Schule in diesem sehr praxisorientierten Unterricht hin zum Hauptschulabschluss bezüglich einer intensiven Vorbereitung auf die Berufswelt vorweisen kann. Hervorgehoben wurde auch, wie selbstbewusst die Schüler im Vergleich zu den Anfängen in 2007 mittlerweile geworden seien. In den KVB-Klassen werden Hauptschüler, die besonderer Förderung bedürfen, noch mehr als in den anderen Klassen durch die Lehrer und den Berufsstartbegleiter Ralf Brumund vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) intensiv auf die Berufswelt vorbereitet. Bei diesem je zur Hälfte von der Agentur für Arbeit und vom Landkreis Ammerland geförderten Modell haben auch in Wiefelstede viele der Schüler bereits vor Schul­ende einen Ausbildungsplatz sicher – auch deshalb, weil die Betriebe die Schüler in den monatelangen Praktika viel besser einschätzen können. Aktuell – so hieß es im Ausschuss – haben neun der 14 Schüler der 9bH bereits jetzt einen Ausbildungsplatz in der Tasche. Begonnen hatten die Projekte 2007 in Bad Zwischenahn.

Schulelternrat will Oberschule

Abstimmung Gremium ist für die Einführung zum 1. August

 

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von Claus Stölting

Wiefelstede - Der Elternrat der Haupt- und Realschule Wiefelstede hat in seiner Sitzung am Dienstagabend ein eindeutiges Votum für die Einführung einer Oberschule mit gymnasialem Angebot als teilgebundene Ganztagsschule zum 1. August dieses Jahres abgegeben. Bei einer entsprechenden Abstimmung sprachen sich 24 der 26 anwesenden Elternratsmitglieder dafür aus, zwei Vertreter enthielten sich der Stimme. Marc Brinkmann, Leiter der Haupt- und Realschule Wiefelstede, freute sich sehr über das „klare Votum“ der Elternvertreter. Damit hätten sich nun alle Gremien der Schule mindestens mit großer Mehrheit für die Einführung der Oberschule ausgesprochen, sagte der Schulleiter. Auch Bürgermeister Helmut Völkers hatte in der Versammlung des Schulelternrates nochmals für die Einführung der Oberschule in Wiefelstede geworben.

Deutlich wurde in der Sitzung, dass viele Eltern vom Votum der Mehrheitsgruppe im Gemeinderat aus SPD und Grünen in der jüngsten Schulausschusssitzung völlig überrascht worden waren, sagte auch Elternratsmitglied Susanne Schuivens, die zudem Mitglied im Schulvorstand ist. Im Schulausschuss hatte die Mehrheitsgruppe gegen die Einführung der Oberschule zum 1. August votiert.

An diesem Donnerstag tagen auch der Gemeindeelternrat und der Elternrat der Grundschule Wiefelstede zur Sache. Der Gemeinderat will in seiner Sitzung am kommenden Montag über die Oberschule beschließen.

 

Chance für Elternwillen

Alle Gremien der Haupt- und Realschule Wiefel­stede haben sich mittlerweile mindestens mit großer Mehrheit für die Einführung der Oberschule ab 1. August 2011 ausgesprochen – soeben auch der Schulelternrat. Auch dieses Abstimmungsergebnis kann als Elternwille gewertet werden, den Fraktionen im Gemeinderat oft und gern für sich in Anspruch nehmen. An diesem Donnerstag und somit rechtzeitig vor der Ratssitzung am kommenden Montag, in der die Oberschule d a s Thema sein wird, tagen auch der Gemeindeelternrat und der Elternrat der Grundschule Wiefelstede. Ein klares Votum aus diesen Gremien im Vorfeld könnte im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen in Wiefelstede.

Nachwuchs hält Schüler auf Trab

Arbeitsgemeinschaft Haupt- und Realschule hat seit Februar einen Schulzoo

 

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15 Schülerinnen und Schüler machen mit bei der neu gegründeten „AG Schulzoo“. Der Andrang war jedoch viel größer, sagt Lehrerin Corinna Glaw. Sie hat die AG ins Leben gerufen.

von Claus Stölting

Wiefelstede - Wenn es in der Haupt- und Realschule Wiefelstede um 10.45 Uhr zur zweiten großen Pause klingelt, dann sausen täglich zwei Schüler der 5. und 6. Klassen zur Mensa, um Salatreste zu ergattern. Denn dann ist Fütterungszeit im neuen Schulzoo. Und da sich dort derzeit auch reichlich Nachwuchs eingestellt hat, ist das Interesse der 15 Schülerinnen und Schüler der im Februar gegründeten „Arbeitsgemeinschaft Schulzoo“ natürlich besonders groß, weiß Lehrerin Corinna Glaw. Die Initiatorin des durchaus auf Dauer angelegten Projekts – Lehrerin für Biologie und Chemie – freut sich natürlich über die große Resonanz auf die neue AG: „Wir konnten gar nicht alle Schüler unterbringen, die Interesse gezeigt hatten.“


Disziplin entwickeln
Die Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft soll Disziplin und Verantwortungsbewusstsein der Schüler entwickeln, die sich täglich im Wechsel um die Versorgung der Tiere kümmern müssen. „Das ist beispielsweise hilfreich, wenn auch zu Hause Tiere angeschafft werden“, sagt die Lehrerin. In der AG gehört neben der Versorgung mit Nahrung auch das „Bespielen“ der drei Ratten, die zu ihrem Wohlbefinden eben auch Gesellschaft und Aktivität brauchen, wie die Lehrerin weiß. Erstaunlich, dass vor allem Mädchen der AG beigetreten sind: 13 der 15 Teilnehmer sind Mädchen. Und die haben offenbar keine Schwierigkeiten, auch mit den Ratten umzugehen. Justine Becher und Sabrina Wilms-Eilers etwa spielen ganz ungezwungen mit den neugierigen Nagern mit dem weichen Fell. Nur bei der kleinen Kornnatter scheuen die elfjährigen Mädchen doch lieber den direkten Kontakt, obwohl das noch kleine Reptil völlig harmlos ist, wie Corinna Glaw versichert. Mit der Zeit wird es dennoch imposante 110 Zentimeter lang werden.


„Biobio“ hat Junge
Zwei Meerschweinchen – eines davon tragend –, fünf Mäuse mit derzeit acht noch nackten Jungen sowie drei Kaninchen, von denen vor gut dreieinhalb Wochen Kaninchenmutter „Biobio“ sechs Junge zur Welt gebracht hat, halten die Schüler der AG mächtig auf Trab. In Kürze wird noch ein Tschungarischer Zwerghamster dazustoßen, verrät die Lehrerin – ein tagaktives Tier.


Auch zu Hause Tiere
Justine und Sabrina haben auch zu Hause längst Erfahrung mit Haustieren. So versorgt Justine einen Kater, die eine Oma einen Hund und die andere Oma Fische und Vögel, erzählt die Elfjährige. Und Sabrina kann sich zu Hause mit vier Pferden, drei Kaninchen, einem Hund und zwei Katzen beschäftigen. Dass die Schülerinnen und Schüler in der AG nicht nur Tiere versorgen müssen, ist klar. Sie lernen viel auch über andere Tiere und demnächst will Corinna Glaw mit den Schülern beispielsweise am Vareler Mühlenteich mit echten Lamas spazieren gehen.


Tiere ziehen bald um
Wenn es etwas wärmer wird, dann sollen die Tiere des Schulzoos in die Hütte im Biogarten umziehen, verrät die Lehrerin. Die Kaninchen sind bereits dort. Und weil sich die Tiere des Zoos ja vermehren, wäre die AG dankbar für ausrangierte Holzställe, die den Zoobewohnern als Unterkunft dienen können. Auch über Sponsoren für Futter würden sich die Kinder und ihre Lehrerin natürlich freuen.

Oberschule ist Thema bei UWG

 

cs

Bokel - Das Thema „Oberschule für Wiefelstede“ wird bei der Sitzung des Wiefelsteder UWG am Mittwoch, 6. April, ab 19.30 Uhr in Martens Gaststätte in Bokel beraten – und alle Interessierten sind dazu eingeladen. Die UWG hatte in der jüngsten Schulausschusssitzung – wie berichtet – gegen die Einrichtung einer Oberschule in Wiefelstede zum 1. August dieses Jahres gestimmt. Fraktion, Vorstand und Mitglieder wollen in Bokel zudem den zeitlichen Rahmenplan für die Kommunalwahl im kommenden September beraten.

SPD tagt auch zum Thema Oberschule

 

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Wiefelstede - Auch das Thema Oberschule beschäftigt den Vorstand der Wiefelsteder SPD in seiner Sitzung am Dienstag, 5. April, ab 19 Uhr in Rabes Gasthof. Die SPD-Fraktion hatte – wie berichtet – in der jüngsten Schulausschusssitzung gegen die Einführung der Oberschule in Wiefelstede zum 1. August 2011 gestimmt. Ab 20 Uhr ist dann Mitgliederversammlung. Themenschwerpunkte sind die Vorbereitungen zur Ostereier-Aktion am Ostersonnabend, die Jubiläumsfeier anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Wiefelsteder SPD und die Kommunalwahl 2011 – und natürlich ebenfalls das Thema Oberschule.

 

Das Umfrageergebnis muss jetzt „gedeutet“ werden

Oberschule Beteiligung der Eltern an Trendabfrage liegt bei 55,09 Prozent – Beratung im Schulausschuss

 

Die Beteiligung in Metjendorf war deutlich geringer als in Wiefelstede. Der Schulausschuss berät an diesem Dienstag ab 16 Uhr öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses.

von Claus Stölting

Wiefelstede - Das Ergebnis der Trendabfrage zur Errichtung einer Oberschule in Wiefelstede liegt vor – und soll an diesem Dienstag, 29. März, ab 16 Uhr in der öffentlichen Sitzung des Wiefelsteder Schulausschusses im Sitzungssaal des Rathauses beraten werden. Die Abfrage hatte in den Grundschulen Wiefelstede und Metjendorf sowie in den Kindergärten der Gemeinde stattgefunden.

Interessant dürfte werden, wie die Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen das Ergebnis der Umfrage deutet. Die SPD-Fraktion hatte noch am Montagabend im Rathaus zur Sache getagt und wollte sich noch vor der Ausschusssitzung an diesem Dienstag mit den Grünen abstimmen. Das hatte Fraktionsvorsitzender Hans-Dieter Schneider auf NWZ
-Anfrage erklärt.

Das Ergebnis der Trendabfrage, dass auch den Ratsherren längst vorliegt, macht die Diskussion vor allem wegen der Beteiligung der Eltern spannend: Insgesamt nahmen an den Grundschulen 55,09 Prozent der betroffenen Eltern teil, wobei die Beteiligung in Wiefelstede deutlich höher ausfiel als in Metjendorf. Auch die Akzeptanz einer Oberschule war in Wiefelstede deutlich höher als in Metjendorf. Bei der Frage nach einem gymnasialen Angebot an einer geplanten Oberschule wurden die geforderten Zahlen von 27 Stimmen pro Jahrgang insgesamt in den Jahrgängen 1 bis 3 erreicht, im vierten Jahrgang nicht – was die Verwaltung allerdings darauf zurückführt, dass sich viele Eltern zum Zeitpunkt der Abfrage fürs kommende Schuljahr bereits entschieden hatten.

Während die Gemeindeverwaltung und auch die Haupt- und Realschule Wiefelstede in der Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Angebot eine Verbesserung des Schulangebotes sehen und darin für beide auch zukünftig alle Optionen für die weitere Entwicklung des Schulstandortes gegeben sind, wird nun entscheidend sein, wie die Mehrheitsgruppe votieren wird. Sie hatte die Trendabfrage zur Voraussetzung gemacht, um die Eltern „mitzunehmen“ bei der Entscheidung für oder gegen eine Oberschule. Und da wollte sich auch SPD-Fraktionsvorsitzender Schneider vor der Fraktionssitzung am Montagabend und vor der Abstimmung mit den Grünen keinesfalls aus dem Fenster lehnen.

Die Verwaltung jedenfalls empfiehlt in der Vorlage für den Ausschuss, die Gemeinde solle einen Antrag auf Errichtung einer Oberschule mit gymnasialem Angebot zum 1. August 2011 stellen. Der Verwaltungsausschuss wird gleich im Anschluss wie gewohnt nicht öffentlich auch zu diesem Thema tagen. Eine Entscheidung ist bislang in der Ratssitzung am 11. April vorgesehen.

 

Einführung zum 1. August vom Tisch?

Oberschule Mehrheit im Schulausschuss lehnt Antrag ab – Verwaltungsausschuss reicht Thema an Rat durch

 

SPD, Grüne, UWG sowie Elternvertreter Gerold de Boer wollen die Oberschule zum 1. August nicht. CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Nacke: „Vergeben eine Chance“.

von Claus Stölting

Wiefelstede - Hartmut Bruns (FDP) hatte den Dienstag für einen historischen Tag gehalten und sich „extra herausgeputzt“ – in der Annahme, der Wiefelsteder Schulausschuss würde der Einführung der Oberschule in Wiefelstede zum 1. August nun endgültig den Weg ebnen. Aber es kam anders: Mit den Stimmen der Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen, der UWG sowie des Elternvertreters Gerold de Boer lehnte der Ausschuss den Antrag auf Einführung der Oberschule zum 1. August ab.

Da hatte der Appell von Bürgermeister Helmut Völkers, die historische Chance wahrzunehmen und die Oberschule auch als „Grundstein für alle weiteren Wege“ auf den Weg zu bringen, ebenso wenig gefruchtet wie die Erinnerung des Schulleiters der Haupt- und Realschule Wiefelstede, Marc Brinkmann, daran, dass nicht nur das Kollegium, sondern auch der Schulvorstand und die Schülervertretung einstimmig für die Einführung votiert hatten.

Dennis Rohde (SPD) räumte zwar ein, dass der Schulstandort Wiefelstede Veränderungen brauche; die von allen Fraktionen gewollte Umfrage bei den Eltern der Grundschulen habe – ohne verbindlich zu sein – jedoch die erforderliche Stimmenzahl von 75 pro Jahrgang, die sich für die Oberschule aussprechen, nicht erreicht. Seine Fraktion plädierte dafür, die ganze Sache um ein Jahr zu verschieben. Jens-Gert Müller-Saathof sagte, „dass die Eltern nach wie vor eine IGS wollen“. Zudem gebe es immer noch viele Unklarheiten, was die Einführung der Oberschule angehe. Auch Sylvia Bäcker (UWG) lehnt die Einführung der Oberschule „zum jetzigen Zeitpunkt“ ab. Für viele Eltern sei das „übereilte Verfahren“ nicht annehmbar: Das habe auch die aktuelle Elternumfrage gezeigt. Bei den Elterinformationsveranstaltungen sei die „Verunsicherung der Eltern“ deutlich spürbar gewesen. Gerold de Boer, der als Elternvertreter im Ausschuss sitzt, forderte die Befürworter der Oberschule auf: „Akzeptieren sie den Elternwillen. Die Eltern wollen eine IGS“.

Die CDU-Fraktion stimmte wie ein sichtlich enttäuschter Bürgermeister und ein ebenso sichtlich enttäuschter Schulleiter Marc Brinkmann für die Einführung der Oberschule zum 1. August. CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Nacke: „Wir vergeben eine Chance“. Es gebe keinen wirklichen Grund, die Oberschule nicht einzuführen. Der anschließend tagende Verwaltungsausschuss gab in der Sache keine Stellungnahme mehr ab und reichte das Thema an den Gemeinderat weiter.

Klages: „Wir freuen uns riesig“

Wettbewerb Haupt- und Realschule Wiefelstede schafft in Hannover Platz sieben

 

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BILD: Gemeinnützige Hertie-Stiftung Bild vergrößern

Für den Landesentscheid des Wettbewerbs „Starke Schulen“ hatten sich 69 Schulen aus Niedersachsen beworben. Zehn waren nominiert worden - darunter Wiefelstede.

von Claus Stölting

Wiefelstede - „Wir freuen uns riesig“, erklärte am Montagnachmittag Eckard Klages, Konrektor der Haupt- und Realschule Wiefelstede, nach der Preisverleihung im Landesentscheid des Wettbewerbs „Starke Schulen“ in Hannover. Zehn allgemeinbildende Schulen waren für den Landesentscheid nominiert worden. Aus dem gesamten Oldenburger Land war lediglich Wiefelstede vertreten – und schaffte letztlich Platz sieben. „Das wird auch in der Schule noch eine kleine Feier geben“, machte Klages telefonisch aus dem Leibnizhaus in Hannover deutlich, dass die angereiste Delegation sehr stolz auf die Platzierung war: Immerhin hatten sich 69 Schulen aus ganz Niedersachsen und mehr als 600 aus ganz Deutschland beworben.

„Die ersten drei Landessieger hatten es verdient“, gab sich Klages sportlich: „Dort war die Berufsorientierung noch ausgefeilter vorangetrieben worden als bei uns“ (siehe auch Bericht auf der Seite „Oldenburger Land“). Beim Landesentscheid belegte die GTS 2001 aus Syke (Preis: 5000 Euro) den ersten Platz, gefolgt von der Schule Börgermoor in Surwold (3500 Euro) und der Schule am Roten Berg in Hasbergen bei Osnabrück (2000 Euro). Der Wettbewerb „Starke Schulen – Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sowie der Deutsche-Bank-Stiftung veranstaltet. Ein Schwerpunkt des Wettbewerbs liegt auf der Förderung der Berufsorientierung und der Ausbildungsfähigkeit der Schüler. Auch die Haupt- und Realschule Wiefelstede, die bekanntlich Oberschule werden will (siehe Bericht oben auf der Seite) wird nun in das „Starke Schule“-Netzwerk aufgenommen, das weitere Leistungen bietet. Neben Fortbildungen gehört hierzu auch die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung für innovative Schulprojekte zu erhalten.

Bei der Preisverleihung in Hannover waren am Montag Schulleiter Marc Brinkmann und Schülersprecher Jelle Schuivens auf die Bühne geholt worden. Mit dabei waren

Brinkmann: „Das Fieber steigt“

Wettbewerb Haupt- und Realschule fährt Montag zur Preisverleihung nach Hannover

 

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Mit ihrem neuen Schulprospekt auf dem Sprung nach Hannover (von links): Konrektor Eckard Klages, Kevin Hamm (KVB 9), Jelle Schuivens (Schülersprecher, R10a), Svenja Reins (Schülersprecherin, R10b), Konrektor Thomas Schmacker, Nicole Islam (H10b) und Schulleiter Marc Brinkmann. BILD: claus stölting Bild vergrößern

Die Schule ist als eine von zehn in Niedersachsen für den Wettbewerb „Starke Schule“ nominiert. „Schon das ist eine tolle Sache“, sagt Konrektor Eckard Klages.

von Claus Stölting

Wiefelstede - „Das Fieber steigt“, machte Marc Brinkmann als Leiter der Haupt- und Realschule Wiefelstede am Freitag deutlich, dass die Delegation seiner Schule drei Tage vor der Preisverleihung im Landesentscheid des Wettbewerbs „Starke Schule – Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ nun doch etwas nervös wird. Am Montag werden in Hannover die Landessieger ausgezeichnet, und die Wiefelsteder Schule ist – wie berichtet – eine von zehn in Niedersachsen, die dafür nominiert worden ist.

Bundesweit haben sich am Wettbewerb mehr als 600 allgemeinbildende Schulen am Wettbewerb beteiligt, in Niedersachsen waren es dieses Mal 69. Der Wettbewerb will das Engagement von Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schüler auf die Berufswelt würdigen.

„Schon zu den besten zehn im Land zu gehören, ist da eine tolle Sache“, sagt auch Konrektor Eckard Klages. Der Wettbewerb, der gemeinsam von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutschen Bank alle zwei Jahre veranstaltet wird, ist mit insgesamt 220 000 Euro dotiert. Den erstplatzieren Landessiegern winkt jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro – und sie haben die Chance auf den Bundessieg.

Die Haupt- und Realschule hat sich – wie berichtet – unter anderem mit ihren beiden 8. und 9. Hauptschulklassen mit vertiefter Berufsorientierung (KVB) ins Rennen gegangen, in denen die Schüler noch mehr als in den anderen Klassen durch die Lehrer und den Berufsstartbegleiter Ralf Brumund vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) intensiv auf die Berufswelt vorbereitet werden – auch mit deutlich höherem Praktikumsanteil in den Betrieben. Bei diesem je zur Hälfte von der Agentur für Arbeit und vom Landkreis Ammerland geförderten Modell hätten viele Schüler bereits vor Schul­ende einen Ausbildungsplatz in der Tasche – auch deshalb, weil die Betriebe die Schüler in den monatelangen Praktika viel besser einschätzen können.

„Wir haben ganz allgemein erkannt, dass wir die Stärken unserer Schule auch darstellen müssen“, begründet Eckard Klages auch die Teilnahme am Wettbewerb. Die Delegation der Schule wird am Montag um 10.30 Uhr ab Oldenburg mit dem Zug nach Hannover fahren. Kultusminister Bernd Althusmann wird dort am Nachmittag die Siegerehrung im Leibnizhaus vornehmen.

Oberschule: Elternabfrage startet

Umwandlung Bis 22. März müssen die Fragebögen zurückgegeben werden

 

Der Landtag hat die Einführung der Schulform beschlossen. An diesem Mittwoch werden in der Gemeinde die Fragebögen in den Grundschulen und in den Kindergärten verteilt.

von Claus Stölting

Wiefelstede - Nach dem Beschluss des Landtags am Dienstag, die Oberschule in Niedersachsen einzuführen, beginnt an diesem Mittwoch, 16. März, die Elternbefragung der Gemeinde Wiefelstede an den Grundschulen und – für die letzten Jahrgänge – in den Kindergärten der Gemeinde Wiefelstede. Das hatte in einer von der Mehrheitsgruppe von SPD und Grünen beantragten außerordentlichen Sitzung am Montagnachmittag der Wiefelsteder Verwaltungsausschuss (VA) beschlossen. Die Fragebögen werden an diesem Mittwoch, 16. März, verteilt und müssen bis kommenden Dienstag, 22. März, in den Schulen und Kindergärten zurückgegeben werden. Darauf verwies Bürgermeister Helmut Völkers am Dienstag im Gespräch mit der NWZ.

Die Mehrheitsgruppe hatte in der vergangenen Woche zeitgleich mit den Elterninformationsabenden zur Oberschule die VA-Sitzung beantragt. Wie SPD-Fraktionssprecher Jörg Weden erklärte, sollte die Elternbefragung davon abhängig gemacht werden, ob der Landtag am Dienstag der Empfehlung des Kultusausschusses in Sachen Oberschule „im wesentlichen“ folgen würde. Die Mehrheitsgruppe hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, weil das Land zuvor unerwartet entschieden hatte, eine gymnasiale Oberstufe an den Oberschulen nicht zuzulassen. Weden: „Wir wollten erst einmal abwarten, ob der Landtag weitere Überraschungen bereithält“. Nach der aktuellen Entscheidung des Landtags soll die Elternabfrage nun Aufschluss darüber geben, ob die Eltern ihre Kinder auf eine Oberschule auch mit gymnasialem Angebot schicken würden. Bekanntlich hat die Gemeinde in ihren Gremien ein Verfahren zur Errichtung einer Oberschule mit gymnasialem Angebot an der Haupt- und Realschule Wiefelstede in Gang gesetzt – und schon vorsorglich einen entsprechenden Antrag gestellt. Auch die Schule selbst würde gern Oberschule werden und wirbt in einer brandneuen und allgemeinen Broschüre bereits mit dem Hinweis: „Voraussichtlich ab August 2011 Oberschule mit integriertem Gymnasium“ (siehe Bild).

Die Elternabfrage, die in der Gemeinde politisch gewollt war, muss im wesentlichen mindestens 27 Schüler pro Jahrgang ergeben, die den Gymnasialzweig der Schule besuchen sollen. Die Befragung lässt natürlich auch die Möglichkeit zu, sich für andere Schulen wie die KGS in Rastede, das Gymnasium Bad Zwischenahn/Edewecht oder ein privates Gymnasium wie Jaderberg oder Oldenburg zu entscheiden.

Völkers: „Wir wünschen uns natürlich, dass sich die Eltern für die Oberschule mit gymnasialem Angebot entscheiden“.

 

 

„Starke Schule“ nominiert

Wettbewerb Haupt- und Realschule eine von zehn im Land – Entscheidung am 28. März


 
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Die Delegation freut sich auf Hannover (hinten, von links): Schülersprecherin Svenja Reins, 2. Konrektor Thomas Schmacker, Kevin Hamm (KVB-Klasse 9), Ralf Brumund (Berufsstartbegleiter); (vorne, von links) Konrektor Eckard Klages, Nicole Islam (Klasse H10), Schülersprecher Jelle Schuivens und Schulleiter Marc Brinkmann. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

69 Schulen aus Niedersachsen, 600 aus ganz Deutschland hatten sich angemeldet. Die Haupt- und Realschule ist die einzige Schule aus dem Oldenburger Land, die für den Landesentscheid nominiert wurde.

von Claus Stölting

 

Wiefel­stede - Die Haupt- und Realschule Wiefel­stede (HRS) ist als eine von zehn allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen beim bundesweiten Wettbewerb „Starke Schule – Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ für den Landesentscheid nominiert worden. In Deutschland hatten sich mehr als 600, in Niedersachsen insgesamt 69 Schulen für den Wettbewerb beworben, der einen Schwerpunkt bei der Vorbereitung der Schüler auf die Berufswelt setzt. Wiefel­stede ist auch die einzige Schule im Oldenburger Land, die für den Landesentscheid nominiert ist.

Das freut natürlich die Schulleitung. Für den Wettbewerb, den die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und die Deutsche Bank-Stiftung alle zwei Jahre gemeinsam veranstalten, geht die Wiefelsteder Schule mit gleich mehreren Angeboten ins Rennen, die nach Angaben von Schulleiter Marc Brinkmann in Sachen Berufsorientierung „sowieso zum Schulalltag gehören“.

So wie die beiden 8. und 9. Hauptschulklassen mit vertiefter Berufsorientierung (KVB), in denen die Schüler noch mehr als in den anderen Klassen durch die Lehrer und den Berufsstartbegleiter Ralf Brumund vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) intensiv auf die Berufswelt vorbereitet werden – auch mit deutlich höherem Praktikumsanteil in den Betrieben (die NWZ  berichtete). Bei diesem je zur Hälfte von der Agentur für Arbeit und vom Landkreis Ammerland geförderten Modell hätten viele Schüler bereits vor Schulende einen Ausbildungsplatz in der Tasche – auch deshalb, weil die Betriebe die Schüler in den monatelangen Praktika viel besser einschätzen können, wie auch 2. Konrektor Thomas Schmacker im NWZ -Gespräch betont.

In speziellen Förderkursen für Schüler aller Klassen, die Defizite vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch aufweisen, bieten die Lehrer der Haupt- und Realschule, die Ganztagsschule ist, nachmittags eine sehr individuelle Förderung des einzelnen Schülers an. Und die Sozialpädagogin Anke Wecke sowie Johanne de Buhr, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, garantieren zweimal die Woche auch Einzelbetreuung der Schüler etwa beim Verfassen von Bewerbungsunterlagen und der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche. Schülerfirmen wie der Bikershop oder der Kiosk, bei dem Schüler für das Frühstück in der Schule verantwortlich sind und – einzigartig im Ammerland – einmal wöchentlich eine Stunde Unterricht im Bereich „Soziales Lernen“ runden das Angebot der Haupt- und Realschule ab. Beim Wettbewerb „Starke Schule“ winken dem Landessieger 5000 Euro – und die Chance auf den Bundessieg. Die Gewinner im Landesentscheid werden am 28. März in Hannover bekanntgegeben und von Kultusminister Bernd Althusmann ausgezeichnet. Klar, dass die Haupt- und Realschule bei der Festveranstaltung mit einer Delegation (siehe Foto) vertreten sein wird.

 

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Klimahaus ein echter „Renner“

Partnerschaft Schüler aus Chocz beenden ihren Besuch in Wiefelstede


 

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Fast komplettes Gruppenbild der Wiefelsteder und aus Chocz angereisten Schüler in der Wiefelsteder Schützenhalle: Sie verbrachten acht Tage gemeinsam. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Gemeinsamer Unterricht, gemeinsame Freizeit: Seit Jahren wird die Partnerschaft mit Chocz gepflegt. Ende Februar fahren Wiefelsteder Schüler nach Polen.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Sie haben in den vergangenen Tagen gemeinsam Unterricht gehabt, gemeinsam Freizeit verbracht und gemeinsam gefeiert: Je 19 Schülerinnen und Schüler aus der polnischen Partnergemeinde Chocz und der Haupt- und Realschule Wiefelstede. An diesem Sonnabend reisen die Gäste aus Polen, die die Gesamtschule in Chocz besuchen, wieder ab. Und die Wiefelsteder Lehrer Deddy Krüger und Joanna Haack, die das Treffen organisiert hatten, freuen sich nun schon auf den Gegenbesuch Wiefelsteder Schüler Ende Februar kommenden Jahres in Polen.

Dreimal die Woche hatten sie gemeinsam Unterricht in Kunst und Werken, im Sport – und haben gemeinsam gekocht. Die Ergebnisse des Kunst- und Werkunterrichtes waren am Freitagabend im Beisein auch des stellvertretenden Bürgermeister Jörg Weden und der Eltern der Wiefelsteder Schüler präsentiert worden: selbst gestaltete Brillen und Hubschraubermodelle – wobei die Brillen im Rahmen einer „Modenschau“ gezeigt wurden. Abschließend wurde gegrillt. Das Programm, das die Schüler gemeinsam absolvierten, beinhaltete auch einen Besuch des Klimahauses in Bremerhaven und der Insel Baltrum, des Wellenhallenbades in Bad Zwischenahn sowie einen „Shoppingausflug“ nach Oldenburg. Und am Donnerstagabend betreuten Mitglieder des Schützenvereins Wiefelstede die 38 Schüler in der Schützenhalle, wo ein Pokal ausgeschossen wurde.

Die meisten der polnischen Gäste waren bereits zum zweiten Mal in Wiefelstede, hieß es. Sie alle lernen an ihrer Schule auch deutsch. Deddy Krüger und Joanna Haack betonen: Ohne die Unterstützung durch den Landkreis Ammerland, die Gemeinde Wiefelstede und das Deutsch-Polnische Jugendwerk wäre der Schüleraustausch nicht möglich gewesen. Viele Kontakte auch außerhalb der Besuche sind mittlerweile zwischen den Schülern entstanden, betonten die Lehrer. Ende Februar 2011 werden 30 Schüler aus Wiefelstede den Gegenbesuch antreten.


 

Nächster Traum: Wanderkino zeigt „Themba“

Projekt „hokisa“ Lutz van Dijk wieder Gast an der Haupt- und Realschule – Schüler sehen neuen Film


 

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Immer gern gesehener Gast in der Haupt- und Realschule Wiefelstede: Lutz van Dijk (links). Der Schriftsteller und Mitinitiator des Projektes „Hokisa“ in Südafrika berichtete den Schülern wieder einmal persönlich über die Entwicklung des Projektes. Er ist derzeit auch mit seinem neuen Buch „Romeo und Jabulile“ auf Lesereise in Deutschland. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Van Dijks Jugendbuch „Themba“ wurde in Südafrika verfilmt. Auch Torwart Jens Lehmann spielt darin mit.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Immer wieder engagieren sich die Schüler der Haupt- und Realschule Wiefelstede für das Projekt „Hokisa“ (Homes for Kids in South Africa), das derzeit 20 Kindern und zehn Erwachsenen, die von Aids betroffen sind, im Township Masiphumelele in Südafrika ein Zuhause und eine Chance auf eine Zukunft bietet. 60 weitere Kinder werden in Pflegefamilien betreut. „Hokisa“-Mitinitiator Lutz van Dijk, niederländischer, in Deutschland geborener und in Südafrika lebender Schriftsteller, war am Mittwoch während seines vierwöchigen Deutschland-Aufenthaltes wieder einmal zu Gast in der Schule, um den Schülern vom Fortgang des Projekts zu berichten.

Erst 2009 hatte ein Sponsorenlauf an der Schule 11 600 Euro für „Hokisa“ eingebracht. „Dafür haben wir ein neues Badezimmer gebaut“, berichtet van Dijk, der in der Regel alle zwei Jahre im Rahmen seiner Lesereisen auch in Wiefelstede vorbeischaut, um die Schüler, die „Hokisa“ bereits seit 2001 unterstützen, stets auf dem Laufenden zu halten.

Auch in seinen Büchern nimmt van Dijk die Aids-Problematik in Südafrika auf – wie in „Themba“, einem Jugendbuch, das nun auch in Südafrika unter anderem mit Torwart Jens Lehmann in einer Trainerrolle verfilmt wurde. „Der Film bricht erstmals mit gleich mehreren Tabus in Südafrika“, freut sich van Dijk. „Er zeigt, dass Aids dank Medikamenten keine Todeskrankheit sein muss; er spricht den sexuellen Missbrauch innerhalb von Familien an, und er zeigt erstmals in Südafrika mit Themba einen Fußallspieler, der als Nationalspieler HIV positiv ist und dieses auch öffentlich macht“ – wenn auch nur im Film.“ Das Buch ist an der Haupt- und Realschule Wiefelstede schon seit Jahren Gegenstand des Deutschunterrichts, erklärte Konrektor Eckard Klages. Und am Mittwoch bekamen die Schüler der Klassen acht bis zehn nun auch den neuen Film zu sehen, der eben rechtzeitig zum Fußball-WM-Jahr in Südafrika fertig geworden war und der – wie van Dijk einräumt – in Deutschland kommerziell wohl kein Erfolg werden wird, jedoch bereits mehrere Preise gewonnen hat.

Klar, dass van Dijk bei seiner aktuellen Lesereise neben seinem neuen Roman „Romeo und Jabulile“ auch viel aus „Themba“ lesen muss. Und mit dem Film würde er am liebsten mit umgebauten Bussen in Südafrika quasi als Wanderkino über Land ziehen und denjenigen, die sich Kino nicht leisten können, „Themba“ präsentieren, sagt er. Als Projekt ist das auch schon angedacht, um Geld wird dafür bereits geworben. „Aber an ganz anderer Stelle – bei großen Organisationen und bei Unternehmen“, sagt van Dijk: „Gelder, die für „Hokisa“ gespendet werden, werden auch ausschließlich für das Projekt verwendet.“
 

Schüler geben tolles Beispiel

Auch die Schüler der Haupt- und Realschule Wiefelstede geben mit ihrem langjährigen Engagement für das Projekt „Hokisa“ in Südafrika ein tolles Beispiel: Sie schauen über den eigenen Tellerrand und helfen Menschen, die sie gar nicht kennen – quasi am anderen Ende der Welt. Allein bei drei Sponsorenläufen kamen mehr als 40 000 Euro für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen zusammen.

 

Zeitzeugengespräch über DDR-Alltag

Vortrag Thomas Lukow spricht über „Die Partei ,Die Linke‘ und ihr SED-Erbe“


 

cs

 

Wiefelstede - Zu einem Zeitzeugengespräch zum Thema „Die Partei ,Die Linke‘ und ihr SED-Erbe“ laden CDU Ammerland und CDU Wiefelstede an diesem Donnerstag, 9. September, um 20 Uhr in Rabes Gasthof in Wiefelstede ein. Thomas Lukow (geboren in Potsdam 1959) will dabei über den Alltag eines DDR-Bürgers und über die heutigen Auswirkungen des Stasi-Regimes berichten. Ein „ganz normaler“ DDR-Bürger sei Lukow allerdings nicht gewesen, schreibt die CDU in ihrer Einladung: Als in der Kultur- und Musikszene Arbeitender und Angehöriger der Oppositionsbewegung der damaligen DDR habe er auch die wahre Seite des SED-Regimes kennengelernt. 1981 als 22-Jähriger sei er wegen „versuchter Republikflucht“ zu 20 Monaten Haft in Berlin Hohenschönhausen und Bautzen II verurteilt worden.

Wie die Christdemokraten weiter mitteilen, wird Thomas Lukow am Freitag, 10. September, zudem in der Haupt- und Realschule Wiefelstede (1. und 2. Stunde) und in der Robert-Dannemann-Schule in Westerstede (5. und 6. Stunde) zum Thema „Vom Pionierlied zur Rockmusik“ sprechen. Diese Veranstaltungen werden von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt.
 

 

 

Leuchtende Zähne im Tunnel

Projekt der Haupt- und Realschule Wiefelstede wirbt für Gesundheitstraining


 

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Zähneputzen ist das „A und O“ der Zahngesundheit. Im Klassenraum übten die Schüler, während Zahnärztin Annerose Weiser erklärte. BILDer: Ronald Stock  Bild vergrößern

In einem speziell mit UV-Licht ausgestrahlten Tunnel konnten die Schüler schadhafte Stellen an ihren Zähnen erkennen. Auch kleine Pflegesünden leuchteten auf.

von Ronald Stock

 

Wiefelstede - „Der Schulzahnarzt ist da!“ Diese Schreckensnachricht kennen manche vielleicht noch aus eigener Erfahrung.

Dass eine Zahnuntersuchung in der Schule aber auch ein spannendes Projekt sein kann, zeigten die Aktionstage zur Zahngesundheit an der Haupt- und Realschule (HRS) Wiefelstede. Organisiert vom Jugendzahnärztlichen Team des Gesundheitsamtes Westerstede und in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege führte Zahnärztin Annerose Weiser gemeinsam mit Mitarbeiterinnen der kariesprophylaktischen Betreuung des Gesundheitsamtes Westerstede die Schüler der HRS, nachdem diese ihre Zähne mit einer Natrium-Fluorescin Lösung „präpariert“ hatten, in den Kariestunnel. In dem mit Spiegeln und UV-Licht ausgestattetem Gang fiel auf, wo Zahnpflege und Mundhygiene zwar gut, aber eben doch noch verbesserungswürdig waren.

In Gruppengesprächen wurden die Schüler über zahnschädigende Verhaltensweisen in puncto Zahnpflege sowie Essen und Trinken informiert. Das Team um Annerose Weiser gab ihnen Tipps für eine geeignete Zahnpflege, eine günstige Lebensmittelauswahl und Verbesserung der Essgewohnheiten.

So sind die Schüler zukünftig in der Lage, individuelle Regeln zum Umgang mit Süßem aufzustellen und die kariogene Wirkung von Zucker zu erkennen.

 

Neue Führungsspitze an der Haupt- und Realschule

Bildung Marc Brinkmann ist neuer Rektor – Eckard Klages und Thomas Schmacker Stellvertreter

 

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Zufrieden mit der neuen Leitung der HRS (v.l.): Bürgermeister Helmut Völkers, 2. Konrektor Thomas Schmacker, Rektor Marc Brinkmann, Konrektor Eckard Klages und Manfred Janßen, Dezernent der Landesschulbehörde in Osnabrück. BILD: Ronald Stock  Bild vergrößern

Das neue Trio unterrichtet „Am Breeden“ die Fächer Geschichte, Politik und Deutsch. Die Landesschulbehörde lobte die Arbeit der Einrichtung.

von Ronald Stock


 

Wiefelstede - „Wir vermitteln den Schülerinnen und Schülern Qualifikationen, um zukünftige Herausforderungen im Beruf und Alltag bewältigen zu können. Wir erziehen zu sozialer Kompetenz.“ Zwei der anspruchsvollen Grundsätze und gemeinsamen Interessen, die das Leitbild der Haupt- und Realschule (HRS) Wiefelstede und die Arbeit des engagierten Kollegiums der Bildungsstätte charakterisieren. Unter einem Dach werden „Am Breeden“ die Jahrgänge fünf bis zehn der beiden Schulformen unterrichtet.

In Marc Brinkmann, dem neuen Rektor der HRS und Eckard Klages als Konrektor sowie Thomas Schmacker als 2. Konrektor der Schule „Am Breeden“ sieht Manfred Janßen von der Landesschulbehörde aus Osnabrück ein Bündnis, das diese Interessen und Werte verbindet.

Brinkmann, der in Oldenburg studierte, ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Varel. Er unterrichtet, wie auch die beiden Konrektoren Klages und Schmacker, die Fächer Geschichte, Politik und Deutsch. Nach dem 1. Staatsexamen 1996 ging Brinkmann als Referendar nach Bruchhausen-Vilsen. 2000 legte er das 2. Staatsexamen ab und kam im August 2000 an die HRS Wiefelstede. Bis zum Sommer 2010 war er neben der HRS auch als Seminarleiter an anderen Schulen tätig. Die Beweglichkeit, die diese „reisende“ Aufgabe von ihm verlangte, wertet der neue Rektor als wichtige Erfahrung für seinen heutigen Verantwortungsbereich.

Eckard Klages, der seit 32 Jahren an der HRS unterrichtet, zählt, so Janßen, zu den „bewahrenden Elementen“ der Schule. Der Bokeler, der in seiner Freizeit Krimis und Theaterstücke schreibt, nahm für anderthalb Jahre kommissarisch das Amt des Schulleiters wahr, er engagiert sich für den Förderverein Präventionsprojekte und ist Ansprechpartner für das Projekt „Schüler helfen Schülern“.

Thomas Schmacker aus Ofenerdiek ist bereits seit Februar als 2. Konrektor an der HRS tätig. Der Harley-Fahrer und Oldtimer-Freund schreibt in seiner Freizeit Kriminalromane.

 

Bei einem Gedankenaustausch unter dem Dezernenten der Landesschulbehörde, Manfred Janßen, Bürgermeister Helmut Völkers und der neuen Schulleitung sprach Janßen von einer Kultur des Miteinanders. In gegenseitiger Unterstützung und von gemeinsamen Zielen getragen, werde das pädagogische Spektrum der HRS auch künftig durch Qualität überzeugen. Das sehr gute Ergebnis der diesjährigen Schulinspektion bekräftige dies. Aus Sicht der Landesschulbehörde sei die Schule gut aufgestellt, sie verfüge über ein sehr gutes Potenzial. Bürgermeister Völkers äußerte sich überaus zufrieden zur fließenden Neubesetzung der Schulleitung.

 

 

Schüler mit Handicap ohne Chance

Soziales Jade-Gymnasium lehnt auch Zehnjährigen aus Wiefelstede ab


 

Das Beispiel der zehnjährigen aus Varel ist kein Einzelfall. Ein weiteres körperbehindertes Kind aus Wiefelstede hatte sich Hoffnungen gemacht.

von Hans Begerow Und Christoph Koopmeiners

 

Varel - Das private Jade-Gymnasium in Jaderberg hat ein weiteres Kind mit Hinweis auf eine Körperbehinderung abgelehnt. Das wurde am Freitag nach der Veröffentlichung der NWZ  über das Schicksal der zehnjährigen Anna-Sophie aus Varel bekannt (die NWZ  berichtete).

Der zehnjährige Jonas aus Wiefelstede hatte sich ebenfalls um Aufnahme am privaten Jade-Gymnasium beworben – wie die zehnjährige Anna-Sophie aus Varel, die wegen ihrer Körperbehinderung abgelehnt worden war. Beim Aufnahmegespräch habe das auch alles positiv geklungen, berichtete die Mutter von Jonas. Dann kam die Absage mit Hinweis auf seine Körperbehinderung. Jonas leidet an einer halbseitigen Lähmung, er kann frei gehen, benötigt bei längeren Strecken einen Rollator beziehungsweise einen Rollstuhl. In der Grundschule in Wiefelstede, die er mit einem Notenschnitt von 1,8 und einer Empfehlung für das Gymnasium verlassen hatte, war das auch alles gut gegangen.

Oberstudiendirektor Günter Mertins, Leiter des privaten Gymnasiums, bekräftigte auf NWZ-Anfrage die Ablehnung. „Die Möglichkeiten sind aufgrund unserer baulichen Situation und auch personell begrenzt.“ Generell nehme die Schule behinderte Kinder auf, aber jeder Einzelfall werde geprüft, ob „wir uns einer solchen Aufgabe auch gewachsen sehen“, sagte Mertins. Die Schule verfüge nicht über einen Fahrstuhl und Fachräume befänden sich im zweiten Stock. Wenn ein Kind gehbehindert sei, reiche auch ein Integrationshelfer nicht. Die Schule könne nicht alle Fachräume oder Gebäudeteile umlegen. In diesem Jahr seien deshalb zwei Kinder wegen einer Körperbehinderung abgelehnt worden.

Für Jonas hat der Unterricht übrigens in der Realschule Wiefelstede begonnen. Andere weiterführende Schulen im Ammerland seien keine Alternative. Die Realschule in Wiefelstede besuchen auch Jonas’ Freunde. „Das Thema ist für ihn abgehakt“, sagte seine Mutter. „Aber die Öffentlichkeit muss das wissen“, sagte sie. Von der Ablehnung eines weiteren Kindes hatte sie in der NWZ  gelesen: „Wir sind erbost.“

 

 

 

Geschenk „für unseren Freund“ dabei

Abschied Rektor Hans-Joachim Wülfrath geht in den Ruhestand – Auch Gäste aus Polen feiern mit


 
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Auch als „Shantychor HRS“ BILDer: claus stölting/Schule  

Es kam die Geschichte von der Flasche „Mariacron“. Sie zeigt: Wülfrath fand bei allem eine Lösung.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Dass Hans-Joachim Wülfrath als Rektor der Haupt- und Realschule Wiefelstede bei allen Schwierigkeiten, die ein solches Amt mit sich bringt, in zwanzigeinhalb Jahren nie in eine Situation geraten war, in der er nicht mehr weiter wusste und in der die Verzweiflung entsprechend groß gewesen wäre, zeigt die Geschichte von der Flasche „Mariacron“.

Bei seinem Abschied in den Ruhestand, den er am Dienstagabend in der Mensa der Schule mit geladenen Gästen feierte, holte er jene nicht einmal halb gefüllte Flasche aus der Aktentasche, die sein Vorgänger Gerold Böhmer 1990 seinem Nachfolger im Schulleiterzimmer im Regal hinterlassen hatte – halbvoll. Er hatte immer dann einen kleinen Schluck aus dieser Flasche genommen, wenn wirklich alles einmal schief gelaufen war, hatte Wülfrath später erfahren. In den zwanzigeinhalb Jahren, in denen Wülfrath die Flasche „verwaltete“, wurde sie etwa zwei Finger breit geleert – und Wülfrath ist sich nicht sicher, ob damit nicht auch einmal eine Wunde desinfiziert worden war. Dieses „Stimmungsbarometer“ übergab Wülfrath nun an seinen Nachfolger Marc Brinkmann. Zur Verabschiedung war auch eine Delegation aus der polnische Partnergemeinde Chocz angereist. Und der Leiter des dortigen „Gymnasiums“, Krzysztof Wegner, überbrachte nicht nur ein Geschenk der Partnergemeinde „als Auszeichnung für Personen, die sich in besonderer Weise um die Gemeinde Chocz verdient gemacht haben“, sondern auch eine Uhr der Schule, deren Inschrift mit den Worten „Für unseren Freund . . .“ beginnt.

Es gab viele Reden: stellvertretender Bürgermeister Jörg Weden, Schulelternratsvorsitzende Nicole Hinrichs, der Leiter der Schule am Voßbarg in Rastede, Bernhard Schrape, die ehemalige Leiterin der Wiefelsteder Orientierungsstufe Helga Akkermann, Regierungsschuldirekor Reinhard Witte, der auch die Urkunde zum Abschied in den Ruhestand überreichte, Konrektor Eckard Klages: Alle fanden lobende Worte für Wülfrath. Witte erinnerte in diesem Zusammenhang an die Schulinspektion, die ihm als Schulleiter die Höchstnote 4 gegeben hatte. Wülfrath selbst war „sehr gerührt“ und zeigte sich „stolz, mit diesem Kollegium für die Wiefelsteder Schüler gearbeitet zu haben“. Kollegium und Mitarbeiter gingen für ihren scheidenden Rektor auch auf die Bühne und sangen – als „Shantychor HRS“. Und da Wülfrath so gern einmal einen Segeltörn auf einem Großsegler über die Ostsee machen möchte, gab es ein Präsent, das die Erfüllung dieses Traums erleichtern wird.

Am Mittwochmorgen holten die Klassensprecher der Schule Wülfrath zu Hause ab und fuhren mit ihm gemeinsam mit dem Rad zur Schule.
 

 

 

„Bettgeschichten“ machen Schülern und Eltern Spaß

Schulentlassung Haupt- und Realschule Wiefelstede schickt 114 Schüler mit Zeugnisübergabe auf neuen Lebensweg


 

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„Bettgeschichten“ präsentierten die Schüler BILD: wolfgang wittig  

Der Wahlpflichtkursus Theater unterhielt mit tollen Sketchen. Szenenapplaus und langanhaltender Beifall wechselten sich dabei ab.

von Wolfgang Wittig

 

Wiefelstede - 114 Schüler hat die Haupt- und Realschule Wiefelstede am Donnerstagabend im Rahmen der Entlassungsfeier in der voll besetzten Mensa mit der Übergabe der Zeugnisse in einen neuen Abschnitt ihres Lebensweges geführt. Für Rektor Hans-Joachim Wülfrath war diese Feier eine ganz besondere. Nach 20 Jahren begrüßte er die Eltern und Schulabgänger zum letzten Mal, denn mit dem Ende dieses Schuljahres geht der Wiefel­steder Schulleiter bekanntlich in den Ruhestand. Wülfrath begrüßte besonders den stellvertretenden Bürgermeister Jörg Weden sowie Pastorin Gesa Schaer-Pinne.

„Wenn ihr glaubt, ihr seid fertig“, klärte Weden die Schulabgänger auf, „dann habt ihr euch gewaltig getäuscht. Jetzt folgen die Ausbildung oder der Besuch anderer Schulen. Lernen ist ein Leben lang angesagt.“ Die Schülersprecher Fidan Ildiz und Jan-Hendrik Addicks berichteten in humorvoller Art über ihre speziellen Erlebnis-se mit den Lehrern in den letzten Jahren. Für die Lehrkräfte der Entlassschüler sprach Heidy Wienekamp-Suhr den Schülern Mut auf ihrem weiteren Lebensweg zu. Umrahmt wurden die Reden von Gesangseinlagen der Schulband. Danach gab es „Bettgeschichten“ des Wahlpflichtkurses Theater unter der Regie von Konrektor Eckart Klages – hintergründige und humorvolle Sketche, die die jungen Schauspieler brillant präsentierten. Immer wieder gab es Szenenapplaus und lang anhaltenden Beifall. Der Kampf der Geschlechter war das Thema: „Worin unterscheiden sich eigentlich Mann und Frau?“ Die Frage „Schatz, liebst du mich eigentlich noch?“, wurde ebenso wenig beantwortet wie die Frage, wer denn immer das letzte Wort hat. Es waren die kleinen zwischenmenschlichen Dinge, die die Schüler in kurzen Spielszenen aufführten. Die Moderation hatten hier in humorvoller Art Annika Elsner und Jan-Hendrik Addicks übernommen.

 

 

Sahnehäubchen aufs letzte Jahr gesetzt

Abschlussstreich Zehnte Klassen der HRS bringen Lehrer in Himmel und Hölle


 

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Des einen Freud’, des anderen Leid: So begegneten sich „Himmel“ und „Hölle“ beim Abschlussstreich. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Der Abschlussstreich ist Tradition an der Schule. Die Lehrer ertrugen das Prozedere mehr oder weniger gelassen.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Auf Eiern über den Catwalk schreiten; erhobenen Hauptes ein Sahnehäubchen tragen; sich das Schärfste, was in Wiefel­stede ’raus ist, auf der Zunge zergehen lassen; und sich von den netten Kollegen blind mit dem Lippenstift „verschönern“ lassen – Aufgaben, die die Lehrerinnen und Lehrer an der Haupt- und Realschule Wiefelstede im Großen und Ganzen mit Humor ertrugen und dafür entweder in „Himmel“ oder „Hölle“ kamen am Donnerstagmorgen beim Abschlussstreich der zehnten Klassen.

Vorbereitet worden war die Aktion von der Schülervertretung und eben den zehnten Klassen, die am frühen Morgen auch mehr als 400 Luftballons aufgeblasen und im Eingang zur Lehrerzimmer ausgelegt hatten. „Wir wollten die Lehrer, die uns jahrelang geärgert hatten, auch mal hochnehmen – aber so, dass sie auch ihren Spaß haben“, machten Schülersprecher Jan Hendrik Addicks und Mitorganisatorin Luca Marie Schröder deutlich.

Der Abschlussstreich ist Tradition an der Haupt- und Realschule. Am Abend gab es in der Aula dann noch die Abschlussfeier zum Thema „Bettgeschichten“ (die NWZ  berichtet noch).

 

 

 

Auch Wiefelstede liegt derzeit mitten in Südafrika

Fußball Schüler der Haupt- und Realschule machen sich in dieser Woche fit für die Weltmeisterschaft


 

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Bei der Slalom-Staffel auf dem Schulhof ging es am Mittwoch vor allem um Schnelligkeit. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Täglich gibt es sportliche Komponenten auf dem Schulhof. Eine von den Schülern zusammengestellte Ausstellung über die 32 beteiligten Nationen hilft bei der Beantwortung kniffliger Fragen.

von claus Stölting

 

Wiefelstede - Die Fragen, die auf dem Rallye-Zettel anlässlich der Fußball-WM in Südafrika zusammengefasst sind, bergen so manche harte Nuss, die es für die 591 Schüler der Haupt- und Realschule Wiefelstede derzeit zu knacken gilt. „Wie viele Spiele hatten die Niederlande schon und wie viele haben sie davon verloren?“ Oder: „Wie heißt das Stadion von Honduras?“ „Welche Länder grenzen an die Slowakei?“ Und: „Wie viele Einwohner hat Sapporo (Japan)?“ Fragen, bei deren Beantwortung die aktuelle Ausstellung in der „Schulstraße“ hilft, die 32 Teams des 8. Jahrgangs der Schule zusammengestellt haben: Porträts der 32 Nationen, die an der am Freitag beginnenden WM in Südafrika teilnehmen. Alle Fragen können mit Hilfe der Ausstellung beantwortet werden. Sie ist Herzstück der WM-Aktionen an der Schule und beinhaltet auch eine von der KVB-Klasse erstellte Weltkarte. Zusätzlich finden in dieser Woche tägliche sportliche Aktionen in den beiden großen Pausen statt.

So gab es am Dienstag ein Torwandschießen, am Mittwoch eine Slalom-Staffel, an diesem Donnerstag muss der Fußball nach Kicker-Art möglichst lange in der Luft gehalten werden – und am Freitag wird es ein „Blinden-Fußballturnier“ geben, bei dem Schüler auch gegen Lehrer mit jeweils verbundenen Augen antreten. „Lediglich ein Mitglied jedes Teams darf gucken und muss das Team per Zuruf dirigieren“, freut sich 2. Konrektor Thomas Schmacker als Organisator der WM-Aktionen schon jetzt auf einen aufregenden Vormittag auf dem Schulhof. Schmacker räumt ein, dass bei den Anmeldungen für die sportlichen Aktionen die Jungs klar vorn liegen. Die Siegerehrung für die einzelnen Disziplinen wird am Freitag nach dem „Blinden-Fußballturnier“ stattfinden, kündigt Schmacker an. Die Ausstellung wird noch eine Woche länger zu sehen sein – und wie zu hören ist, wird sie von den Schülern der 5. bis 9. Klassen auch eifrig besucht.
 

 

In Klasse acht schon Zusage für Ausbildung

Angebot Haupt- und Realschule richtet jetzt die zweite KVB-Klasse ein


 

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Valentin Englert an der Säge bei Stahlbau Bakenhus in Borbeck: Dem 14-Jährigen gefällt es sehr gut im Betrieb – und er kann sich vorstellen, Metallbauer zu werden. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Das Langzeit-Praktikum ist wesentlicher Bestandteil des Unterrichts in dem vom Land geförderten Projekt. 90 Prozent aller Schüler darin schaffen den Hauptschulabschluss, sagt das Land.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Valentin Englert ist 14. Der Heidkamper besucht die Klasse 8. Und hat schon jetzt, wenn er so weitermacht wie bisher, eine Ausbildungsplatzgarantie, sagt Kai Schledjewski, Fertigungsleiter bei der Firma Stahlbau Bakenhus in Borbeck. Valentin absolviert dort ein so genanntes Langzeit-Praktikum, schaut sich im Berufsbild des Metallbauers um – als Schüler der ersten KBV-Klasse an der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Und Schledjewski ist bisher mehr als zufrieden mit dem 14-Jährigen.


„90 Prozent mit Abschluss“
Valentin ist einer von derzeit 15 Schülern der Klasse, die aus verschiedensten Gründen in einer der „normalen“ Hauptschulklassen ihren Abschluss ziemlich sicher nicht schaffen würden, weiß auch Klassenlehrer Rainer Kroll. Schüchternheit, Schulangst oder andere „Hemmschwellen“ sind Stolpersteine, die die Schüler dort auf dem Weg zum Hauptschulabschluss offenbar nicht aus dem Weg räumen können. In der vom Land Niedersachsen geförderten Klasse – KBV heißt „Klasse mit vertiefter Berufsorientierung“ – haben bereits ein Drittel der Schüler eine Ausbildungsplatzzusage. Und 90 Prozent der KBV-Absolventen schaffen in Niedersachsen den Hauptschulabschluss, weiß auch der Klassenlehrer.


Kleine Klasse
Die Schüler lernen in einem kleineren Klassenverband, unterliegen starker Kontrolle auch in Zusammenarbeit von Klassenlehrer, Berufstartbegleiter und einer Sozialpädagogin und drücken an zwei von fünf Schultagen nicht die Schulbank, sondern gehen in einen Betrieb. Wobei der Unterricht ohne Einschränkung in den Kernfächern wie Mathe und Deutsch abgehalten wird. „In Wiefel­stede bieten wir zusätzlich sogar Englisch an“, freut sich Kroll, der auch vier Schüler der KGS Rastede in seiner Klasse hat, denn beide Schulen arbeiten bei diesem Projekt zusammen.

Die Möglichkeit, in die KBV-Klasse zu wechseln, besteht nach Klasse sieben. „Wir fragen zunächst die Klassenlehrer, welche Schüler in Frage kommen könnten. Dann reden wir mit den Eltern“, sagt Kroll. Bis zu drei Betriebe pro Schuljahr können sich die Schüler fürs Langzeit-Praktikum aussuchen. Sie können aber auch länger in einem Betrieb bleiben. Genau das hat Valentin getan, denn ihm hat es bei Bakenhus gefallen und er kann sich vorstellen, Metallbauer zu werden. „Wir erleben die erstaunlichsten Dinge“, sagt Klassenlehrer Kroll: „Gerade im Praktikum leben viele Schüler richtig auf. Sie sehen Auszubildende, die sie vielleicht noch von der Schule kennen, wie sie arbeiten und Verantwortung tragen. Und das wirkt sich positiv aus“, weiß Kroll.


Auch für Betrieb gut
Kai Schledjewski wiederum sieht auch für den Betrieb Vorteile des Projekts: „Wir können die Langzeit-Praktikanten viel besser einschätzen. Normalerweise nehmen wir als Auszubildende nicht gern Hauptschüler, die lediglich mit ihrem Abschluss zu uns kommen. Uns sind Schüler lieber, die freiwillig ein Praktikum absolvieren wollen“. Meister Peter Haferkamp kann das bestätigen. Er hat selbst einen Sohn, der derzeit die siebte Klasse in Wiefelstede besucht. Und Peter Haferkamp überlegt, ob auch sein Sohn für die neue, dann zweite KBV-Klasse in Betracht kommt, die im neuen Schuljahr ihre Arbeit in Wiefelstede aufnimmt. Auch deshalb wird er am Montag, 7. Juni, um 20 Uhr in die Aula der Haupt-und Realschule kommen – zum Infoabend für Eltern.

 

 

Koffer packen für die Zukunft

Ausstellung Heimatmuseum lädt auch Schulklassen zu interaktiver Teilnahme ein


 

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BILD: Claus Stölting  Bild vergrößern

Die Ausstellung wird an diesem Sonnabend um 11.15 Uhr im Heimatmuseum Wiefelstede eröffnet und läuft bis 30. Mai. Viele Schulklassen haben sich bereits angemeldet.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Für jeden Tag der kommenden Woche liegen nach Angaben von Wolfgan Hase, Leiter des Heimatmuseums Wiefelstede, bereits Anmeldungen mehrerer Wiefelsteder Schulklassen vor – für die Ausstellung „Ich packe meinen Koffer – Kurswechsel für ein zukunftsfähiges Deutschland“. Sie wird an diesem Sonnabend, 22. Mai, um 11.15 Uhr im Heimatmuseum eröffnet und läuft bis einschließlich Sonntag 30. Mai.

Thema der interaktiven Ausstellung ist ein zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt. Anhand von 12 Themenblöcken wird dargestellt, wie die zentralen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden können. Dazu werden 12 Koffer gepackt. Schlagworte wie „Zukunftsfähigkeit“ oder „Nachhaltigkeit“ seien seit einigen Jahren in aller Munde. Dagegen, so Hase, werde natürlich kein Mensch etwas einzuwenden haben – wenn es so allgemein formuliert werde. Die Ausstellung allerdings thematisiere sehr konkret die Voraussetzung für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, für soziale Gerechtigkeit und eine solide, selbstbestimmte wirtschaftliche und soziale Entwicklung in allen Ländern. Die Ausstellung sei so konkret und anschaulich, dass dem Besucher schnell klar werde, dass das Thema alle angeht – auch in Wiefelstede. Großes Aufsehen erregte die Ausstellung, die von „Brot für die Welt“, dem Evangelischen Entwicklungsdienst und dem BUND gestaltet wurde, bereits beim Bremer Kirchentag. Sie wurde in Zusammenarbeit von Lokaler Agenda 21 Wiefelstede, der Kirchengemeinde, der Wiefelsteder Schulen und des Heimatmuseums nach Wiefelstede geholt. Eröffnet wird sie mit einem Grußwort des stellvertretenden Bürgermeisters Jörg Weden und mit einer Einführung von Ute Aderholz, Agenda-21-Koordinatorin beim Landkreis. Sie ist sonnabends von 16 bis 18 Uhr, sonntags von 14 bis 18 Uhr und Pfingstmontag ebenfalls von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

„Guter Unterricht und auch das Schulklima stimmt“

Wiefelstede - Die Haupt- und Realschule Wiefelstede gestaltet einen guten bis sehr guten Unterricht, das Schulklima stimmt und die Schulleitung steht voll dahinter: Das ist – grob vereinfacht – das Ergebnis der ersten Inspektion, der sich die Schule seitens der niedersächsischen Schulinspektion (Bad Iburg) zu stellen hatte. Entsprechend zufrieden äußerte sich in diesen Tagen Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath: „Das Ergebnis freut uns natürlich sehr“.
Schulinspektionen werden seit 2005 in Niedersachsen veranstaltet. Ziel ist nach Angaben Wülfraths, die Qualität der schulischen Arbeit zu prüfen. Entsprechend hatten zwei Inspektoren die Schule über insgesamt vier Tage in 91 Bereichen auf Herz und Nieren unter die Lupe genommen: 88% davon erreichten gute bis sehr gute Bewertungen. Einen schönen Nebeneffekt machte Wülfrath aus: „Im Vorfeld war in der Schule mal so richtig aufgeräumt und geputzt worden. Nun blitzt wieder alles.“ NWZ (23.3.2010)

 

"Fahren Sie einen Mercedes?“

Schulprojekt Basketball Spieler der EWE Baskets Gast an Haupt- und Realschule


 

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Kollektiver Wurf auf den Korb: Die Schüler der siebten Klassen der Wiefelsteder Haupt- und Realschule trainierten am Dienstagmorgen mit _vorne, von links_ Joshua Carter, Daniel Hain und Rickey Paulding von den EWE Baskets. BILD: Kollektiver Wurf auf den Korb: Die Schüler der siebten Klassen der Wiefelsteder Haupt- und Realschule trainierten am Dienstagmorgen mit _vorne, von links_ Joshua Carter, Daniel Hain und Rickey Paulding von den EWE Baskets.BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Daniel Hain, Joshua Carter und Rickey Paulding trainierten mit den Schülern der siebten Klassen. Anschließend fragten die Schüler den Spielern Löcher in den Bauch.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - „Fahren Sie einen Mercedes?“ „Sind sie Busenfreunde?“ Nicht alle Fragen, die die Schüler aller siebten Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede am Dienstagmorgen an Daniel Hain, Joshua Carter und Rickey Paulding von den EWE Baskets richteten, hatten mit Sport zu tun. Die Aufbauspieler des Bundesligisten waren im Rahmen des von Lehrer Deddy Krüger bereits seit 20 Jahren betreuten Schulprojektes Basketball der Baskets Gast in Wiefelstede und trainierten mit den Schülerinnen und Schülern – natürlich – Basketball, bevor sie dann um 11 Uhr in Oldenburg mit ihrem regulären Training begannen.

Beim Schulprojekt gehen Spieler der Baskets in Schulen in einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Oldenburg – natürlich auch, um Öffentlichkeitsarbeit für das Team zu betreiben, wie Deddy Krüger erklärt. Deshalb gehören normalerweise Autogrammstunden ins Programm der Schulbesuche. Aber es geht grundsätzlich auch darum, junge Talente auszumachen. So war etwa Florian Kopitzki, der die Haupt- und Realschule 2008 verlassen hatte, ein Jahr lang im Team der Junior-Baskets, weiß Krüger, der Spieler der Baskets regelmäßig auch nach Wiefel­stede holt. Begonnen hatte Krüger mit dem Projekt übrigens noch zu Zeiten des OTB, als es die EWE Baskets noch gar nicht gab – im Jahr 1990.

 

EWE Baskets Oldenburg

Die etwas andere Schulstunde

Pucki am 03.03.2010 um 12:59

Ort: Wiefelstede. Zeit: 7.30 Uhr. Daniel Hain, Rickey Paulding und Josh Carter treffen bei der Haupt- und Realschule in Wiefelstede ein. „Es ist noch verdammt früh“, sagt Carter, „normalerweise ist das nicht meine Zeit. Mal schauen, was uns hier erwartet.“ Bereits auf dem Parkplatz werden die Spieler von zwei Schülern in Empfang genommen. „Ich war sehr überrascht, dass mich Kinder in dem Alter auf Englisch begrüßen“, staunt Carter hinterher. Vom Parkplatz geht es zügig in die angrenzende Sporthalle, in der schon sehnsüchtig auf die Spieler der EWE Baskets gewartet wird.

Bereits einige Meter vor der Tür zur Turnhalle kann man die Erwartung und Unruhe im Inneren der Halle spüren. Dort wird das Trio von Detlef Krüger begrüßt und kurz instruiert. Kaum dass der erste Baskets-Spieler die Halle betritt, schlägt die vorherrschende Unruhe in tosenden Applaus um. Nach ein paar kurzen Worten von Krüger zum Ablauf und einer schnellen Vorstellung der Spieler kann es losgehen.

Die Schüler werden in vier Gruppen eingeteilt, die verschiedene Stationen mit unterschiedlichen Themengebieten durchlaufen. Station eins ist mit Rickey Paulding besetzt und handelt ausschließlich vom „Passen“, Josh Carter kümmert sich an Station zwei um das „Werfen“, und Daniel Hain scheint sehr zufrieden mit seiner dritten Station zu sein, die sich mit dem „Ballhandling und Dribbling“ befasst. Die vierte Station, ein Basketballfeld, auf dem frei Spiele ausgetragen werden, übernimmt Detlef Krüger selbst. Jede Station soll nicht länger als zehn Minuten dauern, damit jede Gruppe überall einmal tätig ist. Den Kindern und auch den Spielern macht diese Stunde besonders viel Spaß.

Natürlich wollen alle Anwesenden auch etwas vom Können der Protagonisten sehen, weshalb Hain, Paulding und Carter einen Drei-Punkte-Wettbewerb austragen. Einen Gewinner kann zunächst niemand ausmachen, da jeder von ihnen ein gutes Händchen an diesem Tag zu haben scheint. Nach kurzer Diskussion und Überlegung steht aber fest, dass Rickey Paulding in einem Durchgang die meisten aller erzielten Körbe für sich verbuchen konnte.

Nach dem sportlichen Highlight können die Kinder alle Fragen loswerden, die sie schon immer einmal einem Spieler der Baskets stellen wollten. Die Moderation der Fragerunde übernimmt Daniel Hain, damit er gegebenenfalls die englischen Antworten seiner Teamkollegen übersetzen kann. Dies ist allerdings nur selten der Fall, da die Kinder die Fragen bereits auf Englisch stellen und auch sonst fast alles verstehen. Fragen wie: „Wann habt ihr angefangen zu spielen?“ oder „Habt ihr überhaupt noch Freizeit?“ werden ausführlich von allen Beteiligten beantwortet. Zum Schluss darf die obligatorische Autogrammstunde nicht fehlen. Einige Kinder werden dabei besonders spontan und lassen sich sämtliche Kleidungsstücke signieren. Nach einem Frühstück geht es zurück nach Oldenburg.

Pressemitteilung: EWE Baskets Oldenburg

 

 

Schülerfähigkeiten fürs Berufsleben im Härtetest

Berufswahlvorbereitung Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft geht in die Schulen


 
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Heinz-Roman Hoppe (rechts) und Kay Hespe (hinten) vom Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft klopfen derzeit die Fähigkeiten und Neigungen der Wiefelsteder Hauptschüler der 8aH BILD: Claus Stölting  

Die Hauptschüler der Klasse 8aH an der Haupt- und Realschule Wiefel­stede lernen in dieser Woche, ihre Fähigkeiten fürs Berufsleben einzuschätzen. Und bekommen einen Einblick, was für sie möglich ist.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Heinz-Roman Hoppe und Kay Hespe vom Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft (BNW), Bezirk Oldenburg, nehmen die Hauptschüler der Klasse 8aH der Haupt- und Realschule Wiefelstede in dieser Woche genau unter die Lupe. „Aktive Berufswahlvorbereitung“ ist die Maßnahme überschrieben, und das BNW ist in dieser Mission bereits zum zweitenmal an der Schule tätig – im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit und des niedersächsischen Kultusministeriums. Ziel ist in diesem Fall, Schüler der achten Hauptschulklassen bei der Berufswahl zu helfen. „Wir stellen über differenzierte Fragebögen die Neigungen und Fähigkeiten der Schüler fest“, sagt Hoppe: „Dinge, die sich nicht immer decken“. Auch auf der praktischen Seite werden Fähigkeiten abgefragt. „Wir wollen den Schülern auch Wege zeigen, wie sie Berufswünsche über Weiterbildung über die Hauptschule hinaus erreichen können. Wir zerstören keine Träume, sondern zeigen dabei Wege, wie was machbar ist“, betont Hoppe in diesem Zusammenhang. „Dabei kommen die Schüler auch mit Berufsfeldern in Berührung, die sie noch gar nicht kennen“, macht Hoppe deutlich, dass die Hauptschüler der achten Klasse sich über die berufliche Zukunft oft noch gar keine Gedanken machen. Die aktive Berufswahlvorbereitung dient so auch dazu, einen falschen Einstieg ins Berufsleben möglichst zu vermeiden. Die Eltern werden am Abschlusstag – das ist am Freitag – in die Auswertung in Einzelgesprächen mit einbezogen.

Die Schulen müssen sich für diese Maßnahmen beim Bildungswerk anmelden: Etwa 30 Termine verzeichnet der Bezirk Oldenburg pro Jahr, die meisten in Südoldenburg und im Landkreis Wesermarsch.

 

Gute Noten aus Hannover

Schulinspektion Haupt- und Realschule Wiefelstede mit nur wenigen Minuspunkten


 

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Mehr Positives als Negatives: Schüler und Lehrer der Haupt- und Realschule Wiefelstede, hier Schüler der Klasse R 10a mit Englischlehrerin Claudia Höpken, können mit dem Ergebnis der Schulinspektion zufrieden sein. BILD: Mark Brüggemann  Bild vergrößern

Rektor Hans-Joachim Wülfrath präsentierte die Ergebnisse. In Dokumentation und Kooperation gibt es Mängel.

von Mark Brüggemann

 

Wiefelstede - Überwiegend gute Noten, aber noch Luft nach oben: Die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten viertägigen Schulinspektion an der Haupt- und Realschule Wiefelstede präsentierte am Dienstag Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath dem Schulausschuss der Gemeinde. Auf einer Skala von 1 bis 4 , auf der 1 die schwächste und 4 die beste Note ist, gab es für die Haupt- und Realschule überwiegend die 3. „Eher stark als schwach“ – so die Ausformulierung der Note 3 – werteten die Prüfer der Niedersächsischen Schulinspektion das Curriculum, die Zielorientierung des Lernens, die Qualitätssicherung, die Stimmigkeit des Lernkonzepts und die Unterstützung eines aktiven Lernprozesses bei den Schülern.

Die Höchstnote 4 gab es in den Bereichen „Ausstattung“, „pädagogisches Klima“ und „Führungsverantwortung der Schulleitung“. „Unser seit dem Schuljahr 2009/10 bestehendes Leitungsteam hat sich bewährt“, kommentierte Hans-Joachim Wülfrath.

Ausreißer nach unten gab es dagegen in den Kategorien „Unterstützung der Schüler im Lernprozess“ und „Kooperation mit anderen Schulen“. Grund für die schwache Bewertung für die Unterstützung im Lernprozess sei, dass die seit fünf Jahren verpflichtende Dokumentation der individuellen Lernentwicklung „bei uns noch nicht optimal genutzt wird“, sagte Wülfrath.

Mangelnde Dokumentation der individuellen Lernentwicklung sei aus Sicht der Schulinspektion ein Ausschlusskriterium, das auch durch die sehr gute Förderung an der Haupt- und Realschule (Note 4) nicht aufgewogen werden könne.

Ähnlich relativierte Wülfrath die schwache Gesamtbewertung für die Kooperation mit anderen Schulen: „Wir haben eigentlich eine ganz tolle Zusammenarbeit mit den Grundschulen, aber Hannover fordert im Jahresplan festgelegte gemeinsame Konferenztermine“, sagte der Schulleiter der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Ihrer Pflicht, als weiterführende Schule zu solchen Konferenzen einzuladen, werde die Schule in Zukunft aber besser nachkommen.

 

 

 

Weihnachtsmarkt bringt 2438 Euro ein

SPENDE Haupt- und Realschule hilft krebskranken und behinderten Kindern


 

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Margot Wilkens und Insa Redenius (von links) freuten sich über den Scheck, den Sarah Scharf, Holger Dierks und Chantal Schrottke mit Lehrerin Monika Sommer überreichten – stellvertretend für die Klassen 5 bis 7 der Haupt- und Realschule. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

DIE KLASSEN 5 BIS 7 HATTEN DEN DIESJÄHRIGEN WEIHNACHTSMARKT GESTALTET. MARGOT WILKENS UND INSA REDENIUS VOM VEREIN „HILFE FÜR KREBSKRANKE UND BEHINDERTE KINDER“ FREUTEN SICH RIESIG.

CS

 

WIEFELSTEDE - Riesig gefreut haben sich Margot Wilkens, erste Vorsitzende des Vereins „Hilfe für krebskranke und behinderte Kinder Ammerland“ und ihre Stellvertreterin Insa Redenius: Eine Abordnung der 5. bis 7. Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede überreichte ihnen jetzt einen Scheck über 2438 Euro. Das Geld erwirtschafteten die insgesamt 12 Klassen anlässlich des diesjährigen Weihnachtsmarktes der Schule (die NWZ berichtete).

Seit Jahren engagiert sich die Schule mit dem Weihnachtsbasar für den guten Zweck. „Das geht schon auf die Zeit der Orientierungsstufe zurück“, erinnert sich Lehrerin Monika Sommer, unter deren Federführung der Markt auch in diesem Jahr in der Schule stattgefunden hatte. Der in Wiefelstede beheimatete Verein unterstützt auch mit dieser Spende im Wesentlichen Reittherapien für behinderte und krebskranke Kinder: „28 Kinder werden derzeit von uns betreut“, freut sich Margot Wilkens über eine Rekordzahl im zehnten Jahr des Vereinsbestehens.

 

Mehr als 16 000 Steine fallen

WEIHNACHTSMARKT Schule bietet auch einen „Domino-Day“ für den guten Zweck

 

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Mit einem Showprogramm in der Mensa (Bild oben), dem „Domino-Day“ (Mitte) sowie dem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt engagierten sich Schüler und Lehrer für den guten Zweck. BILDER (4): CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

DIE HAUPT- UND REALSCHULE WIEFELSTEDE BOT SHOW, SPEKTAKEL UND BESCHAULICHEN MARKT. DER ERLÖS IST FÜR DEN GUTEN ZWECK.

VON CLAUS STÖLTING


 

WIEFELSTEDE - Mehr als 16 000 Holzklötzchen hatten 16 Schüler der Klasse 6cR der Haupt- und Realschule Wiefelstede für ihren „Domino-Day“ in der Sporthalle in Reih und Glied aufgestellt – eine der Attraktionen des diesjährigen Weihnachtsmarktes, dessen Erlös dem Verein „Hilfe für krebskranke und behinderte Kinder Ammerland“ zukommen soll. Die Initiative für das Spektakel geht von Marcel Poppen (kleines Bild) aus. der 12-Jährige hat den Domino-Day bereits zum zweiten Mal veranstaltet, nun aber um einiges größer als im vergangenen Jahr.

Bereits um fünf Uhr morgens begannen die Vorarbeiten: Der Sportunterricht war eigens abgesetzt worden, damit die Team-Mitglieder die Steine aufstellen konnten. „Das Oldenburger Parkettwerk hatte uns das Holz für die Steine zur Verfügung gestellt – es wurde in der Schule passend geschnitten“, weiß der 12-Jährige. Für den guten Zweck nahmen die Schüler dann 50 Cent Eintritt pro Kopf – und exakt 143 Besucher sahen dann die Steine fallen. Nicht in einem Rutsch, „aber letztlich fielen alle um“, freut sich der Schüler, der 2010 den „Domino-Day“ in ganz großem Stil aufziehen will. Der Weihnachtsmarkt wurde erneut mit einem Showprogramm in der Mensa eingeläutet – mit Musik und einem Sketch, aufgeführt von Schülern, die natürlich auch die Buden und Stände des Weihnachtsmarktes besetzten. Schüler hatten zudem bereits im Vorfeld beim Wickeln der Lichterketten für die Wiefelsteder Weihnachtsbeleuchtung geholfen und die Lichterpyramiden dann auch im Ort mit aufgestellt. Auch dafür gab es Geld, das dem guten Zweck zugeführt wird.



 

 

Kreidetafel macht „Smartboard“ Platz

KONJUNKTURPAKET II Haupt- und Realschule Wiefelstede kauft für 33 000 Euro Technik vom Feinsten

 

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Die gute, alte Kreidetafel hat wohl bald ausgedient: Die „Smartboards“ kommen. Die Haupt- und Realschule Wiefelstede hat jetzt sechs dieser interaktiven Tafeln angeschafft – mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

„SMARTBOARDS“ ERMÖGLICHEN EINEN GANZ NEUEN, MULTIMEDIALEN UNTERRICHT. DER UNTERRICHTSSTOFF WIRD VOM LAPTOP ÜBER EINEN BEAMER AUF DIE INTERAKTIVE TAFEL PROJIZIERT.

VON CLAUS STÖLTING


WIEFELSTEDE - Hat die gute alte Kreidetafel in der Schule bald ausgedient? Möglich – denn die „Smartboards“ kommen.

Die Haupt- und Realschule Wiefelstede ist aus Mitteln des Konjunkturpakets II nun mit sechs dieser interaktiven Tafeln ausgestattet worden, auf deren Oberfläche per Beamer die Bildschirmansicht eines Computers projiziert wird. Das ist an sich noch nichts Besonderes. Der Clou jedoch ist: Auf der druckempfindlichen Oberfläche der Tafel kann der Schüler in der jeweiligen Computer-Anwendung mit Stift oder Finger schreiben, malen und zeichnen, Klaviertasten anschlagen oder beispielsweise englische Begriffe ihren Übersetzungen zuordnen, indem er sie mit der Hand auf der Tafel verschiebt; er kann auf der Tafel im Internet surfen und viele andere Anwendungen nutzen – und alle auf der Tafel geschaffenen Veränderungen lassen sich dann wieder auf dem Computer abspeichern. „Ich kann als Lehrer auch eine kabellose Tastatur bei den Schülern herumgehen lassen und brauche bei bestimmten Anwendungen mit der Tafel nur einen einzigen Computer für die ganze Klasse“, sagt Lehrer Eckard Klages.

Ganz neuer, multimedialer Unterricht sei mit dieser Technologie möglich. Was nach Angaben Klages‘ beispielsweise in Schottland in jeder Schule und jedem Klassenraum längst Realität ist, hält so auch in Deutschland mehr und mehr Einzug in den schulischen Alltag.

Für die rund 33 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II hat die Haupt- und Realschule Wiefelstede weiterhin einige Multimediawagen, Computer, Software und insgesamt fünf Laptops angeschafft.

 

 

 

 

„Die Verkostung des Jahrgangs 2009“

ABSCHLUSS Entlassungsfeier für die Haupt- und Realschüler aus Wiefelstede – Schwungvolles Programm

 

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Diese Schüler boten den Gästen eine mitreißende Tanzeinlage, welche die Zuschauer zum rhythmischen Mitklatschen und Mitwippen anregte. BILD: MANON GARMS Bild vergrößern

BÜRGERMEISTER HELMUT VÖLKERS GAB DEN JUGENDLICHEN RATSCHLÄGE MIT AUF DEN WEG. DIE REDE DER SCHÜLERSPRECHER SORGTE FÜR GELÄCHTER.

VON MANON GARMS

WIEFELSTEDE - Mit einem schwungvollen Programm sind am Donnerstag in der Haupt- und Realschule Wiefelstede die Schüler des Jahrgangs 2009 verabschiedet worden. Die Jugendlichen gestalteten den Abend mit diversen Tanz- und Gesangseinlagen, was die Gäste mit viel Applaus belohnten.

„Heute Abend steht die erste Verkostung des Jahrgangs 2009 an, und Sie dürfen ihn erstmals testen“, begrüßte Schulleiter Hans–Joachim Wülfrath die Eltern und Ehrengäste. Wiefelstedes Bürgermeister Helmut Völkers wünschte den Schülern viel Erfolg in ihrem neuen Lebensabschnitt und gab ihnen zwei Ratschläge mit auf den weiteren Weg: „Lerne, mit dir selbst zufrieden zu sein!“ und „Erschaffe dir deine Zukunft selbst!“.

Die Lehrkräfte Marc Brinkmann und Claudia Höpken blickten gemeinsam auf die Vergangenheit zurück. „Es war schön und spannend, eure Entwicklung zu sehen. Inzwischen seid ihr ein ganzes Stück erwachsener geworden“, sagte Claudia Höpken. „Die letzten Wochen und Monate waren hart für euch, und die Lehrer haben auch ein bisschen mitgezittert“, ergänzte Marc Brinkmann und betonte, dass es den Lehrkräften nicht leichtfalle, die Schüler zu entlassen. Für viel Gelächter sorgte die Rede der Schülersprecher Katharina Heinze und Marc Kostian. „Heute können wir den Lehrern sagen, was wir wirklich von ihnen denken, ohne Rache befürchten zu müssen“, sagte Katharina Heinze und sprach einige Eigenheiten der Lehrer an, wie die gut aussehenden Hemden von Marc Brinkmann oder die Friedfertigkeit von Eckard Klages.

 

 

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

AUFFÜHRUNG Schüler der Haupt- und Realschule in Wiefelstede treten am Donnerstag bei Abschlussfeier auf


 
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Auch Jennifer Filies (links) und Sarah Wilkerling sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und wollen herausfinden, was in der Kiste ist. BILD: MANON GARMS Bild vergrößern

DIE JUGENDLICHEN HABEN EIN PHILOSOPHISCHES THEMA GEWÄHLT. UNTERSTÜTZT WERDEN SIE VON ECKARD KLAGES UND KERSTIN HOCHHARZ.

VON MANON GARMS

 

WIEFELSTEDE - Worin ist der Sinn des Lebens zu finden? Dieser philosophischen Frage gehen diejenigen Schüler der Haupt- und Realschule Wiefelstede nach, die am Donnerstag mit einer Abschlussfeier entlassen werden. Nach der Zeugnisvergabe treten die Jugendlichen in verschiedenen Szenen auf, die sich alle in irgendeiner Weise mit dem Lebenssinn auseinandersetzen.

Sequenzen entwickelt

Gemeinsam mit dem Theaterlehrer Eckard Klages und der Religionslehrerin Kerstin Hochharz haben die Schüler die einzelnen Sequenzen entwickelt. „Ich habe zunächst die Texte geschrieben, den Jugendlichen dann aber die Freiheit gelassen, daran etwas zu ändern, wenn sie es möchten“, sagt Eckard Klages. Die Texte einer Szene stammen jedoch komplett aus der Feder der Vortragenden: „Schüler aus der 10. Klasse haben im Religionsunterricht selbst kurze Texte darüber verfasst, was der Sinn des Lebens für sie bedeutet“, erklärt der Theaterlehrer.

Die anderen Sequenzen sind vielfältig gestaltet: Da gibt es zum Beispiel ein Cafe, in dem man statt einer Speisekarte eine Karte mit Gesprächsthemen vorfindet, eine Kiste, die möglicherweise etwas Gefährliches enthält, oder auch Ehepaare, die miteinander darüber diskutieren, was sie beim Verständnis ihres Lebenssinns gemeinsam haben.

„Für die Schüler ist das Theaterspielen eine Bereicherung, und man merkt ihnen an, dass die davon profitieren, wenn es um Ausdrucksstärke, Mut und Auftrittspräsenz geht“, sagt Eckard Klages, der die Wahlpflichtkurse „Theater“ an der Haupt- und Realschule leitet. Die Jugendlichen haben von ihm ein fundiertes Schauspieltraining bekommen, um zu lernen, wie sie auf der Bühne agieren müssen.

Rollen sind begehrt

„Bestimmte Rollen waren natürlich bei allen Schülern sehr begehrt, doch mit der Zeit haben sie gemerkt, dass jede Szene Möglichkeiten zur schauspielerischen Gestaltung bietet“, blickt der Theaterlehrer auf das vergangene Schuljahr zurück. Der Wahlpflichtkursus „Theater“ ist bei den Jugendlichen sehr beliebt, und inzwischen haben auch die Jungen ihr schauspielerisches Talent entdeckt. „Früher waren es mehr Mädchen, aber die Auswahl der Stücke ist einfacher, wenn auch Jungen dabei sind“, sagt Eckard Klages.

 


Die Generalprobe findet am Mittwoch vor den 9. Klassen statt. Am Donnerstag kommen dann auch Eltern und Freunde der Schulabgänger in den Genuss der Vorführung. Die Abschlussfeier beginnt um 19.30 Uhr im Forum der Schule. NWZ 17.6.2009

 

 

 

„Themba“ wird gerade verfilmt

SÜDAFRIKA Lutz van Dijk berichtet Wiefelsteder Schülern vom „Hokisa“-Projekt

 

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Lutz van Dijk berichtete am Mittwoch in der Haupt- und Realschule Wiefelstede vom Fortgang des Projektes „Hokisa“ in Südafrika. Die Schule unterstützt das Projekt bereits seit 2001. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

DER IN SÜDAFRIKA LEBENDE AUTOR HAT DAS PROJEKT 2001 MIT INS LEBEN GERUFEN. DIE HAUPT- UND REALSCHULE UNTERSTÜTZT ES SEITDEM UND VERANSTALTET IM AUGUST WIEDER EINEN SPONSORENLAUF.

VON CLAUS STÖLTING


 

WIEFELSTEDE - „Phantastisch, wie sehr die Schüler interessiert sind an unserem Projekt“: Lutz van Dijk, niederländischer, in Deutschland geborener und in Südafrika lebender Schriftsteller, war bei seinem Besuch der Wiefelsteder Haupt- und Realschule am Mittwoch begeistert. 2001 hatte er gemeinsam mit einer Südafrikanerin das Projekt „Hokisa“ ins Leben gerufen, das seit 2002 Kinder und Jugendliche in einem eigenen Haus im Township Masiphumelele in Südafrika betreut. „Hokisa“ heißt „Homes for Kids in South Africa“ (Ein Zuhause für Kinder in Südafrika).

Von Anfang an dabei

Die Eltern der Kinder sind an Aids gestorben oder todkrank, die Kinder infiziert oder erkrankt. Und die Haupt- und Realschule Wiefelstede unterstützt das Projekt bereits seit 2001 – „die erste Schule in Deutschland, die sich engagierte“, wie van Dijk hervorhob. So erzielten allein zwei Sponsorenläufe der Schüler in den vergangenen Jahren gut 30 000 Euro für „Hokisa“, und der jüngste Weihnachtsbasar brachte mehr als 2000 Euro für Südafrika ein. Am 29. August soll ein weiterer Sponsorenlauf stattfinden.

Van Dijk, der in seinen Jugendbüchern wie „Themba“ oder „Township Blues“ auch das Thema Aids behandelt, brachte den Wiefelsteder Schülern in seinem Vortrag einige der Kinder näher, die das Projekt betreut. Wie die Brüder Kwanele (1) und Kevin (7), die heute im „Hokisa“-Haus leben. Vor einem Jahr war Kwanele gerade rechtzeitig gefunden worden – acht Tage alt. Die Mutter war im Krankenhaus an Aids gestorben, der Vater verschwunden, das Kind allein im Haus. Erst später stellte sich heraus, dass Kwanele einen Bruder hat – Kevin. Der damals Sechsjährige bettelte auf den Straßen, wurde gefunden und lebt heute ebenfalls im „Hokisa“-Haus. Viele der Waisen leben teils schon von Beginn an dort, gehen mittlerweile auch zur Schule – und die bereits erkrankten Kinder haben dank der Behandlung mit Medikamenten die Chance auf ein Leben, sagt Lutz van Dijk. Das Projekt hat zudem 60 weitere Kinder an Pflegefamilien vermitteln können, freut sich der Niederländer.

„Jens Lehmann spielt mit“

Derzeit wird van Dijks Buch „Themba“ in Südafrika als deutsch-südafrikanische Produktion verfilmt – die Geschichte eines fußballbegeisterten Jungen, dessen Mutter an Aids erkrankt ist. „Auch Jens Lehmann – Torhüter des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart – wird mitspielen“, freut sich van Dijk. Der Film soll Anfang 2010 auch ins deutsche Kino kommen – dem Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Wie bei allen seinen Büchern, die das Thema Südafrika behandeln, gehen auch alle Einnahmen aus diesem Projekt an „Hokisa“, wo van Dijk gemeinsam mit Mitbegründerin Karin Chubb derzeit noch Co-Direktor ist.

Van Dijk gibt Amt ab

Zum 1. Juli werden beide das Amt abgeben – an einen Erzieher und eine Krankenschwester aus Südafrika, wie eine Ausschreibung ergeben hat. „Wir bleiben aber im Vorstand“, macht van Dijk klar, dass „Hokisa“ für ihn weiterhin große Bedeutung haben wird. 65 000 Euro werden jährlich benötigt, um die Kinder im „Hokisa“-Haus mit Allem zu versorgen.

Mehr Infos unter

www.hokisa.co.za

 

Schüler liefern pralle Spenden ab

ENGAGEMENT 1060 Euro für krebskranke und behinderte Kinder, 2205 Euro für „Hokisa“

 

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Schecks in Höhe von zusammen 3265 Euro überreichten Schüler der Haupt- und Realschule an Horst Bremer (links) und Margot Wilkens sowie an Eckard Klages. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

DAS GELD WURDE BEIM WEIHNACHTSBASAR UND IN VIELEN AKTIONEN „ERWIRTSCHAFTET“. NUN WURDEN DIE SPENDEN ÜBERREICHT.

VON CLAUS STÖLTING

WIEFELSTEDE - „Sehr dankbar“ sind Margot Wilkens und Horst Bremer vom „Verein für krebskranke und behinderte Kinder Ammerland“ für das Spendenaufkommen der jüngsten Zeit.

„Tolles Ergebnis“

Wurde im vergangenen Jahr elf Kindern aus dem Ammerland eine Reittherapie ermöglicht, so konnte der Verein diese Zahl nun nahezu verdoppeln: Derzeit können 20 Kinder die Vorzüge dieser Therapie genießen. „Ein ganz tolles Ergebnis“, freute sich Vereinsvorsitzende Margot Wilkens.

Dazu haben ganz aktuell auch die Schüler der Haupt- und Realschule Wiefelstede beigetragen: Sie spendeten 1060 Euro an den Verein – und weitere 2205 Euro an das Projekt „Hokisa“ in Südafrika.

Das Geld wurde beim Weihnachtsbasar und in vielen kleinen Aktionen von November bis Januar wie beispielsweise Haushaltshilfe oder Autowäsche „erwirtschaftet“.

Die Klassen 5 bis 7 brachten dabei die Spende für krebskranke und behinderte Kinder, die Klassen 9 und 10 das Geld für „Hokisa“ zusammen. Die 8. Klassen werden im Sommer wieder einen Sponsorenlauf veranstalten.


„Hokisa“ steht für „Homes for Kids in South Africa“.
Das Projekt bietet derzeit 17 Kindern und zwei jungen Erwachsenen, die an Aids erkrankt oder mit HIV infiziert und deren Eltern an Aids gestorben sind, im Township Masiphumelele nahe Kapstadt in mehreren Häusern betreutes Wohnen samt medizinischer Versorgung an.

Angegliedert ist eine Schule, in der die Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Das Projekt wurde 2001 von Lutz van Dijk, in Südafrika lebender Buchautor aus den Niederlanden, und Karin Chubb, einer südafrikanischen Dozentin der Universität Kapstadt, gegründet – und die Haupt- und Realschule Wiefelstede gehört von Beginn an zur Unterstützergruppe.

Eckard Klages und Arnold Schäfer sind die Verbindungsleute der Schule zum Projekt, dessen Kodirektor Lutz van Dijk ist. Er wird im Mai in Wiefelstede erwartet.

 

„Stets flotte Fahrt vorbei an allen Untiefen“

ABSCHIED Haupt- und Realschule verabschiedet Hoppe, Weden und Pannemann


 

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Ein Steuerrad für den „Seemann mit Leib und Seele“: Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath (rechts) verabschiedete Konrektor Peter Hoppe. Er geht als Schulleiter nach Otterndorf. BILDER: CLAUS  

CS

 

WIEFELSTEDE - Gleich drei Verabschiedungen gab es am Freitagmorgen in der Mensa der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Im Kreis der Lehrerkollegen überreichte Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath dem 2. Konrektor Peter Hoppe ein Steuerrad: Der „Seemann mit Leib und Seele“ – Hoppe segelt seit seiner Kindheit – wechselt nach Otterndorf, wo er Leiter der Johann-Heinrich-Voß-Realschule wird. Hoppe stammt aus Otterndorf, war dort aber bisher nie Lehrer. Der 49-Jährige verlässt Wiefelstede nach dreieinhalb Jahren als 2. Konrektor. Wülfrath wünschte ihm „stets flotte Fahrt vorbei an allen Untiefen und gefährlichen Passagen – mit dem Rückenwind einer guten Wiefelsteder Schulerfahrung“.

Jörg Weden, Fachbereichsleiter im Fach „Arbeit/Wirtschaft“ – er unterrichtete zudem Deutsch und Geschichte – verlässt die Haupt- und Realschule nach 16 Jahren – in den Ruhestand. Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Wiefelstede und SPD-Ratsherr (kleines Bild), der erst kürzlich seinen 65. Geburtstag feierte, wird der Schule jedoch voraussichtlich bis zum Schuljahresende auf Stundenbasis erhalten bleiben. Wülfrath forderte ihn beim Abschied auf, in seinem politischen Arbeitsfeld „weiterhin Anwalt unserer Schule zu sein“.

Aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurde am Freitag Monika Pannemann. Sie gehörte seit 1980 zum Wiefelsteder Lehrerkollegium und unterrichtete Englisch und Französisch. Schulleiter Wülfrath: „Eine ungemein fleißige, gewissenhafte Kollegin, die unauffällig, aber mit viel Nachhaltigkeit ihre Arbeit tat“. NWZ 31.1.2009
 

 

Die Zeit ist so fix vorbei gegangen“  (NWZ)

ENTLASSUNG Abschlussjahrgang der Haupt- und Realschule Wiefelstede feierlich verabschiedet

 

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Höhepunkt des Abends: Die Wiefelsteder Schüler erhalten von den Klassenlehrern (hier Christiane Richter mit ihren Schülern) die Abschlusszeugnisse. Am Sonnabend, 19 Uhr, folgt noch der Abschlussball im Gasthof Rabe. BILD: BIRTE TRIPKE Bild vergrößern

400 GÄSTE SAHEN EIN KREATIVES PROGRAMM. 121 ABSOLVENTEN ERHIELTEN IHRE ZEUGNISSE.
 

VON BIRTE TRIPKE

WIEFELSTEDE - Sie sind fertig: In roten Poloshirts verabschiedeten sich am Donnerstagabend die fünf 10. Klassen sowie 11 vorzeitige  Schulabgänger der 9. Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Bei einer von den Schülern gemeinsam gestalteten Entlassungsfeier im Forum überreichten die Klassenlehrer Jörg Weden, Marlene Dierks, Christiane Richter, Eckard Klages und Sybille Wilken den 121 Absolventen ihre Zeugnisse. Am Vormittag stand zunächst der Schülerstreich an: Mit Treckern und Anhängern wurde der Lehrerparkplatz zugestellt.
6.30 Uhr. Der Wecker klingelt. Ein Blick. Ein Schlag, Umdrehen. Weiterschlafen. Denn: Wir sind fertig!“, war auf den eigens bedruckten Shirts zu  lesen. Transparente mit dem gleichen Humor waren außen am Schulgebäude angebracht: „10 Jahre bis zum Höhepunkt“, hieß es dort u.a. 400 Gäste im voll besetzten Forum erlebten einen abwechslungsreichen Abend: Die Schülerband glänzte mit entspannten Popsongs und Klassikern wie „Hit the Road, Jack“ von Ray Charles. Auch „The Lion Sleeps Tonight“ aus der letzten Theateraufführung, dem „Dschungelbuch“, durfte nicht fehlen.
Die Schülervertreter Stephanie Janssen und Dennis Janssen ließen in ihrer Rede die Schulzeit Revue passieren. Ein Fazit: „Die Zeit ist so fix vorbei gegangen, ich überlege gerade, ob ich noch bleibe.“

 

„Wahnsinn“ im Schulzentrum

THEATER Komische Figuren und tragische Schicksale – Sketche zum Abschied

 

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Lange geprobt haben die jungen Leute – jetzt sitzen alle Szenen für den „Wahnsinn“. BILD: WOLFGANG WITTIG Bild vergrößern

VON WOLFGANG WITTIG

WIEFELSTEDE - Ein Jahr lang, exakt vom Beginn des neuen Schuljahres an, haben die Schülerinnen und Schüler der Wahlpflichtkurse „Dar-stellendes Spiel" und „Theater" geübt, geprobt, einstudiert, neu überarbeitet und dabei viele Stunden inves-tiert. Jetzt wollen alle die Früchte der langwierigen Arbeit ernten und einem breiten Publikum zeigen.

Unter der Leitung der beiden Kursleiter Eckard Klages und Manfred Heeren entstand auf diese Weise eine Reihe von Szenen und Sketche, die nun zum Ende des Schuljahres vorgeführt werden sollen. An diesem Mittwoch, 2. Juli, findet in der neuen Mensa um 19.30 Uhr eine öffentliche Aufführung unter dem Titel „Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn" statt.

Mehr dazu in der nächsten
NWZ

 

Wiefelstede. Es ist in jedem Jahr das gleiche Ritual, - und

doch ist es eigentlich jedes Mal ganz anders: Die Entlassung

der Schülerinnen und Schüler von der Haupt- und

Realschule. In diesem Jahr war es der helle Wahnsinn.

In der Tat „Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn“ hieß dann

auch die Aufführung, die die Mitglieder der Theater-AG

und Darstellendes Spiel auf die Beine gestellt haben. Vor

einer vollbesetzten Aula führten die Schüler Sketche vor

und der eine oder andere brillierte dabei mit einem außergewöhnlichen

schauspielerischen Talent. Aber es gab natürlich auch

mahnende und richtungsweisende Worte, vom Schulleiter

Hans-Joachim Wülfrath, Bürgermeister Helmut Völkers,

dem Elternratsvorsitzenden Hermann Koenen und dem

Sprecher für die Klassenlehrer der abgebenden Klassen, Jörg

Weden. Eine besondere Ehrung wurde Florian Kopitzki zuteil,

der für exzellente Leistungen im schulischen und sportlichen

Bereich den Schulpreis erhielt. Untermalt von der Schulband

und natürlich mit dem abschließenden Büffett war es

wieder eine gelungene Feier. Florian Kopitzki erhält den Schulpreis

aus der Hand des Bürgermeisters

Fotos: W. Wittig

Aus „Mr. Pilks Irrenhaus“ führte die Theater-AG skurille Szenen

auf.

 

 

Realschüler erstellen Mosaike in Mensa

Wiefelstede. Der Wahlpflichtkurs Kunst der 8. Klassen der

Realschule hat sich künstlerisch an der Ausgestaltung der

neuen Mensa beteiligt. Unter der Leitung der Lehrerin Claudia

Höpken wurden an den Wänden im Vorbereitungsraum

der Mensa schöne Motive aus Mosaik erstellt. „Hier konnten

wir mal unsere Ideen zeigen und kreativ arbeiten“, freuten

sich nach Fertigstellung die Schülerinnen und Schüler.

Traurig war man aber auch darüber,dass ein noch nicht ganz

fertig gestelltes Mosaik zerstört wurde. Einen Dank möchten die Schüler

den Firmen Fliesen Brunken und von Nethen und

Oltmanns ausrichten, die das Projekt mit kostenlosem

Material unterstützt hatten.

"Der Wiefelsteder"

 

Ganztagsschule kann durchstarten

 

Mit der Einweihung der Mensa und des neuen Forums sind jetzt auch die baulichen Voraussetzungen für den Betrieb der Ganztagsschule geschaffen worden. Den Schülerinnen und Schülern stehen für den Ganztagsbetrieb moderne und geschmackvoll gestaltete Räumlichkeiten zur Verfügung. In der Mensa wird ab August, an vier Tagen der Woche eine günstige Mahlzeit angeboten. Die Schülerinnen und Schüler können in der Mittagspause unter Aufsicht Hausaufgaben erledigen oder an den PC-Arbeitsplätzen  arbeiten. Für einige Fächer wird für die Schülerinnen und Schüler Förderunterricht angeboten. Es gibt Kurse für den Erwerb des Mofa-Führerscheins und für das 10-Finger-Tastaturschreiben,  Neben dem WPK-Bereich besteht die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung:  Lateinamerikanischer Tanz, Fußball, Badminton,  Schwimmen, Tennis, Spinning, Pilates, Handball und Ringen. Die sportlichen Angebote werden zum großen Teil aus Mitteln der Gemeinde Wiefelstede finanziert. Es bleibt zu hoffen, dass diese oder die nächste Landesregierung Lehrerstunden für den Ausbau eines qualifizierten Ganztagsangebot zur Verfügung stellt. NWZ 24.6.2007