HRS Wiefelstede in der Presse

Leuchtende Zähne im Tunnel

Projekt der Haupt- und Realschule Wiefelstede wirbt für Gesundheitstraining


 

Bild

Zähneputzen ist das „A und O“ der Zahngesundheit. Im Klassenraum übten die Schüler, während Zahnärztin Annerose Weiser erklärte. BILDer: Ronald Stock  Bild vergrößern

In einem speziell mit UV-Licht ausgestrahlten Tunnel konnten die Schüler schadhafte Stellen an ihren Zähnen erkennen. Auch kleine Pflegesünden leuchteten auf.

von Ronald Stock

 

Wiefelstede - „Der Schulzahnarzt ist da!“ Diese Schreckensnachricht kennen manche vielleicht noch aus eigener Erfahrung.

Dass eine Zahnuntersuchung in der Schule aber auch ein spannendes Projekt sein kann, zeigten die Aktionstage zur Zahngesundheit an der Haupt- und Realschule (HRS) Wiefelstede. Organisiert vom Jugendzahnärztlichen Team des Gesundheitsamtes Westerstede und in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege führte Zahnärztin Annerose Weiser gemeinsam mit Mitarbeiterinnen der kariesprophylaktischen Betreuung des Gesundheitsamtes Westerstede die Schüler der HRS, nachdem diese ihre Zähne mit einer Natrium-Fluorescin Lösung „präpariert“ hatten, in den Kariestunnel. In dem mit Spiegeln und UV-Licht ausgestattetem Gang fiel auf, wo Zahnpflege und Mundhygiene zwar gut, aber eben doch noch verbesserungswürdig waren.

In Gruppengesprächen wurden die Schüler über zahnschädigende Verhaltensweisen in puncto Zahnpflege sowie Essen und Trinken informiert. Das Team um Annerose Weiser gab ihnen Tipps für eine geeignete Zahnpflege, eine günstige Lebensmittelauswahl und Verbesserung der Essgewohnheiten.

So sind die Schüler zukünftig in der Lage, individuelle Regeln zum Umgang mit Süßem aufzustellen und die kariogene Wirkung von Zucker zu erkennen.

 

Neue Führungsspitze an der Haupt- und Realschule

Bildung Marc Brinkmann ist neuer Rektor – Eckard Klages und Thomas Schmacker Stellvertreter

 

Bild

Zufrieden mit der neuen Leitung der HRS (v.l.): Bürgermeister Helmut Völkers, 2. Konrektor Thomas Schmacker, Rektor Marc Brinkmann, Konrektor Eckard Klages und Manfred Janßen, Dezernent der Landesschulbehörde in Osnabrück. BILD: Ronald Stock  Bild vergrößern

Das neue Trio unterrichtet „Am Breeden“ die Fächer Geschichte, Politik und Deutsch. Die Landesschulbehörde lobte die Arbeit der Einrichtung.

von Ronald Stock


 

Wiefelstede - „Wir vermitteln den Schülerinnen und Schülern Qualifikationen, um zukünftige Herausforderungen im Beruf und Alltag bewältigen zu können. Wir erziehen zu sozialer Kompetenz.“ Zwei der anspruchsvollen Grundsätze und gemeinsamen Interessen, die das Leitbild der Haupt- und Realschule (HRS) Wiefelstede und die Arbeit des engagierten Kollegiums der Bildungsstätte charakterisieren. Unter einem Dach werden „Am Breeden“ die Jahrgänge fünf bis zehn der beiden Schulformen unterrichtet.

In Marc Brinkmann, dem neuen Rektor der HRS und Eckard Klages als Konrektor sowie Thomas Schmacker als 2. Konrektor der Schule „Am Breeden“ sieht Manfred Janßen von der Landesschulbehörde aus Osnabrück ein Bündnis, das diese Interessen und Werte verbindet.

Brinkmann, der in Oldenburg studierte, ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Varel. Er unterrichtet, wie auch die beiden Konrektoren Klages und Schmacker, die Fächer Geschichte, Politik und Deutsch. Nach dem 1. Staatsexamen 1996 ging Brinkmann als Referendar nach Bruchhausen-Vilsen. 2000 legte er das 2. Staatsexamen ab und kam im August 2000 an die HRS Wiefelstede. Bis zum Sommer 2010 war er neben der HRS auch als Seminarleiter an anderen Schulen tätig. Die Beweglichkeit, die diese „reisende“ Aufgabe von ihm verlangte, wertet der neue Rektor als wichtige Erfahrung für seinen heutigen Verantwortungsbereich.

Eckard Klages, der seit 32 Jahren an der HRS unterrichtet, zählt, so Janßen, zu den „bewahrenden Elementen“ der Schule. Der Bokeler, der in seiner Freizeit Krimis und Theaterstücke schreibt, nahm für anderthalb Jahre kommissarisch das Amt des Schulleiters wahr, er engagiert sich für den Förderverein Präventionsprojekte und ist Ansprechpartner für das Projekt „Schüler helfen Schülern“.

Thomas Schmacker aus Ofenerdiek ist bereits seit Februar als 2. Konrektor an der HRS tätig. Der Harley-Fahrer und Oldtimer-Freund schreibt in seiner Freizeit Kriminalromane.

 

Bei einem Gedankenaustausch unter dem Dezernenten der Landesschulbehörde, Manfred Janßen, Bürgermeister Helmut Völkers und der neuen Schulleitung sprach Janßen von einer Kultur des Miteinanders. In gegenseitiger Unterstützung und von gemeinsamen Zielen getragen, werde das pädagogische Spektrum der HRS auch künftig durch Qualität überzeugen. Das sehr gute Ergebnis der diesjährigen Schulinspektion bekräftige dies. Aus Sicht der Landesschulbehörde sei die Schule gut aufgestellt, sie verfüge über ein sehr gutes Potenzial. Bürgermeister Völkers äußerte sich überaus zufrieden zur fließenden Neubesetzung der Schulleitung.

 

 

Schüler mit Handicap ohne Chance

Soziales Jade-Gymnasium lehnt auch Zehnjährigen aus Wiefelstede ab


 

Das Beispiel der zehnjährigen aus Varel ist kein Einzelfall. Ein weiteres körperbehindertes Kind aus Wiefelstede hatte sich Hoffnungen gemacht.

von Hans Begerow Und Christoph Koopmeiners

 

Varel - Das private Jade-Gymnasium in Jaderberg hat ein weiteres Kind mit Hinweis auf eine Körperbehinderung abgelehnt. Das wurde am Freitag nach der Veröffentlichung der NWZ  über das Schicksal der zehnjährigen Anna-Sophie aus Varel bekannt (die NWZ  berichtete).

Der zehnjährige Jonas aus Wiefelstede hatte sich ebenfalls um Aufnahme am privaten Jade-Gymnasium beworben – wie die zehnjährige Anna-Sophie aus Varel, die wegen ihrer Körperbehinderung abgelehnt worden war. Beim Aufnahmegespräch habe das auch alles positiv geklungen, berichtete die Mutter von Jonas. Dann kam die Absage mit Hinweis auf seine Körperbehinderung. Jonas leidet an einer halbseitigen Lähmung, er kann frei gehen, benötigt bei längeren Strecken einen Rollator beziehungsweise einen Rollstuhl. In der Grundschule in Wiefelstede, die er mit einem Notenschnitt von 1,8 und einer Empfehlung für das Gymnasium verlassen hatte, war das auch alles gut gegangen.

Oberstudiendirektor Günter Mertins, Leiter des privaten Gymnasiums, bekräftigte auf NWZ-Anfrage die Ablehnung. „Die Möglichkeiten sind aufgrund unserer baulichen Situation und auch personell begrenzt.“ Generell nehme die Schule behinderte Kinder auf, aber jeder Einzelfall werde geprüft, ob „wir uns einer solchen Aufgabe auch gewachsen sehen“, sagte Mertins. Die Schule verfüge nicht über einen Fahrstuhl und Fachräume befänden sich im zweiten Stock. Wenn ein Kind gehbehindert sei, reiche auch ein Integrationshelfer nicht. Die Schule könne nicht alle Fachräume oder Gebäudeteile umlegen. In diesem Jahr seien deshalb zwei Kinder wegen einer Körperbehinderung abgelehnt worden.

Für Jonas hat der Unterricht übrigens in der Realschule Wiefelstede begonnen. Andere weiterführende Schulen im Ammerland seien keine Alternative. Die Realschule in Wiefelstede besuchen auch Jonas’ Freunde. „Das Thema ist für ihn abgehakt“, sagte seine Mutter. „Aber die Öffentlichkeit muss das wissen“, sagte sie. Von der Ablehnung eines weiteren Kindes hatte sie in der NWZ  gelesen: „Wir sind erbost.“

 

 

 

Geschenk „für unseren Freund“ dabei

Abschied Rektor Hans-Joachim Wülfrath geht in den Ruhestand – Auch Gäste aus Polen feiern mit


 
Bild

Auch als „Shantychor HRS“ BILDer: claus stölting/Schule  

Es kam die Geschichte von der Flasche „Mariacron“. Sie zeigt: Wülfrath fand bei allem eine Lösung.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Dass Hans-Joachim Wülfrath als Rektor der Haupt- und Realschule Wiefelstede bei allen Schwierigkeiten, die ein solches Amt mit sich bringt, in zwanzigeinhalb Jahren nie in eine Situation geraten war, in der er nicht mehr weiter wusste und in der die Verzweiflung entsprechend groß gewesen wäre, zeigt die Geschichte von der Flasche „Mariacron“.

Bei seinem Abschied in den Ruhestand, den er am Dienstagabend in der Mensa der Schule mit geladenen Gästen feierte, holte er jene nicht einmal halb gefüllte Flasche aus der Aktentasche, die sein Vorgänger Gerold Böhmer 1990 seinem Nachfolger im Schulleiterzimmer im Regal hinterlassen hatte – halbvoll. Er hatte immer dann einen kleinen Schluck aus dieser Flasche genommen, wenn wirklich alles einmal schief gelaufen war, hatte Wülfrath später erfahren. In den zwanzigeinhalb Jahren, in denen Wülfrath die Flasche „verwaltete“, wurde sie etwa zwei Finger breit geleert – und Wülfrath ist sich nicht sicher, ob damit nicht auch einmal eine Wunde desinfiziert worden war. Dieses „Stimmungsbarometer“ übergab Wülfrath nun an seinen Nachfolger Marc Brinkmann. Zur Verabschiedung war auch eine Delegation aus der polnische Partnergemeinde Chocz angereist. Und der Leiter des dortigen „Gymnasiums“, Krzysztof Wegner, überbrachte nicht nur ein Geschenk der Partnergemeinde „als Auszeichnung für Personen, die sich in besonderer Weise um die Gemeinde Chocz verdient gemacht haben“, sondern auch eine Uhr der Schule, deren Inschrift mit den Worten „Für unseren Freund . . .“ beginnt.

Es gab viele Reden: stellvertretender Bürgermeister Jörg Weden, Schulelternratsvorsitzende Nicole Hinrichs, der Leiter der Schule am Voßbarg in Rastede, Bernhard Schrape, die ehemalige Leiterin der Wiefelsteder Orientierungsstufe Helga Akkermann, Regierungsschuldirekor Reinhard Witte, der auch die Urkunde zum Abschied in den Ruhestand überreichte, Konrektor Eckard Klages: Alle fanden lobende Worte für Wülfrath. Witte erinnerte in diesem Zusammenhang an die Schulinspektion, die ihm als Schulleiter die Höchstnote 4 gegeben hatte. Wülfrath selbst war „sehr gerührt“ und zeigte sich „stolz, mit diesem Kollegium für die Wiefelsteder Schüler gearbeitet zu haben“. Kollegium und Mitarbeiter gingen für ihren scheidenden Rektor auch auf die Bühne und sangen – als „Shantychor HRS“. Und da Wülfrath so gern einmal einen Segeltörn auf einem Großsegler über die Ostsee machen möchte, gab es ein Präsent, das die Erfüllung dieses Traums erleichtern wird.

Am Mittwochmorgen holten die Klassensprecher der Schule Wülfrath zu Hause ab und fuhren mit ihm gemeinsam mit dem Rad zur Schule.
 

 

 

„Bettgeschichten“ machen Schülern und Eltern Spaß

Schulentlassung Haupt- und Realschule Wiefelstede schickt 114 Schüler mit Zeugnisübergabe auf neuen Lebensweg


 

Bild

„Bettgeschichten“ präsentierten die Schüler BILD: wolfgang wittig  

Der Wahlpflichtkursus Theater unterhielt mit tollen Sketchen. Szenenapplaus und langanhaltender Beifall wechselten sich dabei ab.

von Wolfgang Wittig

 

Wiefelstede - 114 Schüler hat die Haupt- und Realschule Wiefelstede am Donnerstagabend im Rahmen der Entlassungsfeier in der voll besetzten Mensa mit der Übergabe der Zeugnisse in einen neuen Abschnitt ihres Lebensweges geführt. Für Rektor Hans-Joachim Wülfrath war diese Feier eine ganz besondere. Nach 20 Jahren begrüßte er die Eltern und Schulabgänger zum letzten Mal, denn mit dem Ende dieses Schuljahres geht der Wiefel­steder Schulleiter bekanntlich in den Ruhestand. Wülfrath begrüßte besonders den stellvertretenden Bürgermeister Jörg Weden sowie Pastorin Gesa Schaer-Pinne.

„Wenn ihr glaubt, ihr seid fertig“, klärte Weden die Schulabgänger auf, „dann habt ihr euch gewaltig getäuscht. Jetzt folgen die Ausbildung oder der Besuch anderer Schulen. Lernen ist ein Leben lang angesagt.“ Die Schülersprecher Fidan Ildiz und Jan-Hendrik Addicks berichteten in humorvoller Art über ihre speziellen Erlebnis-se mit den Lehrern in den letzten Jahren. Für die Lehrkräfte der Entlassschüler sprach Heidy Wienekamp-Suhr den Schülern Mut auf ihrem weiteren Lebensweg zu. Umrahmt wurden die Reden von Gesangseinlagen der Schulband. Danach gab es „Bettgeschichten“ des Wahlpflichtkurses Theater unter der Regie von Konrektor Eckart Klages – hintergründige und humorvolle Sketche, die die jungen Schauspieler brillant präsentierten. Immer wieder gab es Szenenapplaus und lang anhaltenden Beifall. Der Kampf der Geschlechter war das Thema: „Worin unterscheiden sich eigentlich Mann und Frau?“ Die Frage „Schatz, liebst du mich eigentlich noch?“, wurde ebenso wenig beantwortet wie die Frage, wer denn immer das letzte Wort hat. Es waren die kleinen zwischenmenschlichen Dinge, die die Schüler in kurzen Spielszenen aufführten. Die Moderation hatten hier in humorvoller Art Annika Elsner und Jan-Hendrik Addicks übernommen.

 

 

Sahnehäubchen aufs letzte Jahr gesetzt

Abschlussstreich Zehnte Klassen der HRS bringen Lehrer in Himmel und Hölle


 

Bild

Des einen Freud’, des anderen Leid: So begegneten sich „Himmel“ und „Hölle“ beim Abschlussstreich. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Der Abschlussstreich ist Tradition an der Schule. Die Lehrer ertrugen das Prozedere mehr oder weniger gelassen.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Auf Eiern über den Catwalk schreiten; erhobenen Hauptes ein Sahnehäubchen tragen; sich das Schärfste, was in Wiefel­stede ’raus ist, auf der Zunge zergehen lassen; und sich von den netten Kollegen blind mit dem Lippenstift „verschönern“ lassen – Aufgaben, die die Lehrerinnen und Lehrer an der Haupt- und Realschule Wiefelstede im Großen und Ganzen mit Humor ertrugen und dafür entweder in „Himmel“ oder „Hölle“ kamen am Donnerstagmorgen beim Abschlussstreich der zehnten Klassen.

Vorbereitet worden war die Aktion von der Schülervertretung und eben den zehnten Klassen, die am frühen Morgen auch mehr als 400 Luftballons aufgeblasen und im Eingang zur Lehrerzimmer ausgelegt hatten. „Wir wollten die Lehrer, die uns jahrelang geärgert hatten, auch mal hochnehmen – aber so, dass sie auch ihren Spaß haben“, machten Schülersprecher Jan Hendrik Addicks und Mitorganisatorin Luca Marie Schröder deutlich.

Der Abschlussstreich ist Tradition an der Haupt- und Realschule. Am Abend gab es in der Aula dann noch die Abschlussfeier zum Thema „Bettgeschichten“ (die NWZ  berichtet noch).

 

 

 

Auch Wiefelstede liegt derzeit mitten in Südafrika

Fußball Schüler der Haupt- und Realschule machen sich in dieser Woche fit für die Weltmeisterschaft


 

Bild

Bei der Slalom-Staffel auf dem Schulhof ging es am Mittwoch vor allem um Schnelligkeit. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Täglich gibt es sportliche Komponenten auf dem Schulhof. Eine von den Schülern zusammengestellte Ausstellung über die 32 beteiligten Nationen hilft bei der Beantwortung kniffliger Fragen.

von claus Stölting

 

Wiefelstede - Die Fragen, die auf dem Rallye-Zettel anlässlich der Fußball-WM in Südafrika zusammengefasst sind, bergen so manche harte Nuss, die es für die 591 Schüler der Haupt- und Realschule Wiefelstede derzeit zu knacken gilt. „Wie viele Spiele hatten die Niederlande schon und wie viele haben sie davon verloren?“ Oder: „Wie heißt das Stadion von Honduras?“ „Welche Länder grenzen an die Slowakei?“ Und: „Wie viele Einwohner hat Sapporo (Japan)?“ Fragen, bei deren Beantwortung die aktuelle Ausstellung in der „Schulstraße“ hilft, die 32 Teams des 8. Jahrgangs der Schule zusammengestellt haben: Porträts der 32 Nationen, die an der am Freitag beginnenden WM in Südafrika teilnehmen. Alle Fragen können mit Hilfe der Ausstellung beantwortet werden. Sie ist Herzstück der WM-Aktionen an der Schule und beinhaltet auch eine von der KVB-Klasse erstellte Weltkarte. Zusätzlich finden in dieser Woche tägliche sportliche Aktionen in den beiden großen Pausen statt.

So gab es am Dienstag ein Torwandschießen, am Mittwoch eine Slalom-Staffel, an diesem Donnerstag muss der Fußball nach Kicker-Art möglichst lange in der Luft gehalten werden – und am Freitag wird es ein „Blinden-Fußballturnier“ geben, bei dem Schüler auch gegen Lehrer mit jeweils verbundenen Augen antreten. „Lediglich ein Mitglied jedes Teams darf gucken und muss das Team per Zuruf dirigieren“, freut sich 2. Konrektor Thomas Schmacker als Organisator der WM-Aktionen schon jetzt auf einen aufregenden Vormittag auf dem Schulhof. Schmacker räumt ein, dass bei den Anmeldungen für die sportlichen Aktionen die Jungs klar vorn liegen. Die Siegerehrung für die einzelnen Disziplinen wird am Freitag nach dem „Blinden-Fußballturnier“ stattfinden, kündigt Schmacker an. Die Ausstellung wird noch eine Woche länger zu sehen sein – und wie zu hören ist, wird sie von den Schülern der 5. bis 9. Klassen auch eifrig besucht.
 

 

In Klasse acht schon Zusage für Ausbildung

Angebot Haupt- und Realschule richtet jetzt die zweite KVB-Klasse ein


 

Bild

Valentin Englert an der Säge bei Stahlbau Bakenhus in Borbeck: Dem 14-Jährigen gefällt es sehr gut im Betrieb – und er kann sich vorstellen, Metallbauer zu werden. BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Das Langzeit-Praktikum ist wesentlicher Bestandteil des Unterrichts in dem vom Land geförderten Projekt. 90 Prozent aller Schüler darin schaffen den Hauptschulabschluss, sagt das Land.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Valentin Englert ist 14. Der Heidkamper besucht die Klasse 8. Und hat schon jetzt, wenn er so weitermacht wie bisher, eine Ausbildungsplatzgarantie, sagt Kai Schledjewski, Fertigungsleiter bei der Firma Stahlbau Bakenhus in Borbeck. Valentin absolviert dort ein so genanntes Langzeit-Praktikum, schaut sich im Berufsbild des Metallbauers um – als Schüler der ersten KBV-Klasse an der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Und Schledjewski ist bisher mehr als zufrieden mit dem 14-Jährigen.


„90 Prozent mit Abschluss“
Valentin ist einer von derzeit 15 Schülern der Klasse, die aus verschiedensten Gründen in einer der „normalen“ Hauptschulklassen ihren Abschluss ziemlich sicher nicht schaffen würden, weiß auch Klassenlehrer Rainer Kroll. Schüchternheit, Schulangst oder andere „Hemmschwellen“ sind Stolpersteine, die die Schüler dort auf dem Weg zum Hauptschulabschluss offenbar nicht aus dem Weg räumen können. In der vom Land Niedersachsen geförderten Klasse – KBV heißt „Klasse mit vertiefter Berufsorientierung“ – haben bereits ein Drittel der Schüler eine Ausbildungsplatzzusage. Und 90 Prozent der KBV-Absolventen schaffen in Niedersachsen den Hauptschulabschluss, weiß auch der Klassenlehrer.


Kleine Klasse
Die Schüler lernen in einem kleineren Klassenverband, unterliegen starker Kontrolle auch in Zusammenarbeit von Klassenlehrer, Berufstartbegleiter und einer Sozialpädagogin und drücken an zwei von fünf Schultagen nicht die Schulbank, sondern gehen in einen Betrieb. Wobei der Unterricht ohne Einschränkung in den Kernfächern wie Mathe und Deutsch abgehalten wird. „In Wiefel­stede bieten wir zusätzlich sogar Englisch an“, freut sich Kroll, der auch vier Schüler der KGS Rastede in seiner Klasse hat, denn beide Schulen arbeiten bei diesem Projekt zusammen.

Die Möglichkeit, in die KBV-Klasse zu wechseln, besteht nach Klasse sieben. „Wir fragen zunächst die Klassenlehrer, welche Schüler in Frage kommen könnten. Dann reden wir mit den Eltern“, sagt Kroll. Bis zu drei Betriebe pro Schuljahr können sich die Schüler fürs Langzeit-Praktikum aussuchen. Sie können aber auch länger in einem Betrieb bleiben. Genau das hat Valentin getan, denn ihm hat es bei Bakenhus gefallen und er kann sich vorstellen, Metallbauer zu werden. „Wir erleben die erstaunlichsten Dinge“, sagt Klassenlehrer Kroll: „Gerade im Praktikum leben viele Schüler richtig auf. Sie sehen Auszubildende, die sie vielleicht noch von der Schule kennen, wie sie arbeiten und Verantwortung tragen. Und das wirkt sich positiv aus“, weiß Kroll.


Auch für Betrieb gut
Kai Schledjewski wiederum sieht auch für den Betrieb Vorteile des Projekts: „Wir können die Langzeit-Praktikanten viel besser einschätzen. Normalerweise nehmen wir als Auszubildende nicht gern Hauptschüler, die lediglich mit ihrem Abschluss zu uns kommen. Uns sind Schüler lieber, die freiwillig ein Praktikum absolvieren wollen“. Meister Peter Haferkamp kann das bestätigen. Er hat selbst einen Sohn, der derzeit die siebte Klasse in Wiefelstede besucht. Und Peter Haferkamp überlegt, ob auch sein Sohn für die neue, dann zweite KBV-Klasse in Betracht kommt, die im neuen Schuljahr ihre Arbeit in Wiefelstede aufnimmt. Auch deshalb wird er am Montag, 7. Juni, um 20 Uhr in die Aula der Haupt-und Realschule kommen – zum Infoabend für Eltern.

 

 

Koffer packen für die Zukunft

Ausstellung Heimatmuseum lädt auch Schulklassen zu interaktiver Teilnahme ein


 

Bild

BILD: Claus Stölting  Bild vergrößern

Die Ausstellung wird an diesem Sonnabend um 11.15 Uhr im Heimatmuseum Wiefelstede eröffnet und läuft bis 30. Mai. Viele Schulklassen haben sich bereits angemeldet.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Für jeden Tag der kommenden Woche liegen nach Angaben von Wolfgan Hase, Leiter des Heimatmuseums Wiefelstede, bereits Anmeldungen mehrerer Wiefelsteder Schulklassen vor – für die Ausstellung „Ich packe meinen Koffer – Kurswechsel für ein zukunftsfähiges Deutschland“. Sie wird an diesem Sonnabend, 22. Mai, um 11.15 Uhr im Heimatmuseum eröffnet und läuft bis einschließlich Sonntag 30. Mai.

Thema der interaktiven Ausstellung ist ein zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt. Anhand von 12 Themenblöcken wird dargestellt, wie die zentralen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden können. Dazu werden 12 Koffer gepackt. Schlagworte wie „Zukunftsfähigkeit“ oder „Nachhaltigkeit“ seien seit einigen Jahren in aller Munde. Dagegen, so Hase, werde natürlich kein Mensch etwas einzuwenden haben – wenn es so allgemein formuliert werde. Die Ausstellung allerdings thematisiere sehr konkret die Voraussetzung für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, für soziale Gerechtigkeit und eine solide, selbstbestimmte wirtschaftliche und soziale Entwicklung in allen Ländern. Die Ausstellung sei so konkret und anschaulich, dass dem Besucher schnell klar werde, dass das Thema alle angeht – auch in Wiefelstede. Großes Aufsehen erregte die Ausstellung, die von „Brot für die Welt“, dem Evangelischen Entwicklungsdienst und dem BUND gestaltet wurde, bereits beim Bremer Kirchentag. Sie wurde in Zusammenarbeit von Lokaler Agenda 21 Wiefelstede, der Kirchengemeinde, der Wiefelsteder Schulen und des Heimatmuseums nach Wiefelstede geholt. Eröffnet wird sie mit einem Grußwort des stellvertretenden Bürgermeisters Jörg Weden und mit einer Einführung von Ute Aderholz, Agenda-21-Koordinatorin beim Landkreis. Sie ist sonnabends von 16 bis 18 Uhr, sonntags von 14 bis 18 Uhr und Pfingstmontag ebenfalls von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

"Fahren Sie einen Mercedes?“

Schulprojekt Basketball Spieler der EWE Baskets Gast an Haupt- und Realschule


 

Bild

Kollektiver Wurf auf den Korb: Die Schüler der siebten Klassen der Wiefelsteder Haupt- und Realschule trainierten am Dienstagmorgen mit _vorne, von links_ Joshua Carter, Daniel Hain und Rickey Paulding von den EWE Baskets. BILD: Kollektiver Wurf auf den Korb: Die Schüler der siebten Klassen der Wiefelsteder Haupt- und Realschule trainierten am Dienstagmorgen mit _vorne, von links_ Joshua Carter, Daniel Hain und Rickey Paulding von den EWE Baskets.BILD: claus stölting  Bild vergrößern

Daniel Hain, Joshua Carter und Rickey Paulding trainierten mit den Schülern der siebten Klassen. Anschließend fragten die Schüler den Spielern Löcher in den Bauch.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - „Fahren Sie einen Mercedes?“ „Sind sie Busenfreunde?“ Nicht alle Fragen, die die Schüler aller siebten Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede am Dienstagmorgen an Daniel Hain, Joshua Carter und Rickey Paulding von den EWE Baskets richteten, hatten mit Sport zu tun. Die Aufbauspieler des Bundesligisten waren im Rahmen des von Lehrer Deddy Krüger bereits seit 20 Jahren betreuten Schulprojektes Basketball der Baskets Gast in Wiefelstede und trainierten mit den Schülerinnen und Schülern – natürlich – Basketball, bevor sie dann um 11 Uhr in Oldenburg mit ihrem regulären Training begannen.

Beim Schulprojekt gehen Spieler der Baskets in Schulen in einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Oldenburg – natürlich auch, um Öffentlichkeitsarbeit für das Team zu betreiben, wie Deddy Krüger erklärt. Deshalb gehören normalerweise Autogrammstunden ins Programm der Schulbesuche. Aber es geht grundsätzlich auch darum, junge Talente auszumachen. So war etwa Florian Kopitzki, der die Haupt- und Realschule 2008 verlassen hatte, ein Jahr lang im Team der Junior-Baskets, weiß Krüger, der Spieler der Baskets regelmäßig auch nach Wiefel­stede holt. Begonnen hatte Krüger mit dem Projekt übrigens noch zu Zeiten des OTB, als es die EWE Baskets noch gar nicht gab – im Jahr 1990.

 

EWE Baskets Oldenburg

Die etwas andere Schulstunde

Pucki am 03.03.2010 um 12:59

Ort: Wiefelstede. Zeit: 7.30 Uhr. Daniel Hain, Rickey Paulding und Josh Carter treffen bei der Haupt- und Realschule in Wiefelstede ein. „Es ist noch verdammt früh“, sagt Carter, „normalerweise ist das nicht meine Zeit. Mal schauen, was uns hier erwartet.“ Bereits auf dem Parkplatz werden die Spieler von zwei Schülern in Empfang genommen. „Ich war sehr überrascht, dass mich Kinder in dem Alter auf Englisch begrüßen“, staunt Carter hinterher. Vom Parkplatz geht es zügig in die angrenzende Sporthalle, in der schon sehnsüchtig auf die Spieler der EWE Baskets gewartet wird.

Bereits einige Meter vor der Tür zur Turnhalle kann man die Erwartung und Unruhe im Inneren der Halle spüren. Dort wird das Trio von Detlef Krüger begrüßt und kurz instruiert. Kaum dass der erste Baskets-Spieler die Halle betritt, schlägt die vorherrschende Unruhe in tosenden Applaus um. Nach ein paar kurzen Worten von Krüger zum Ablauf und einer schnellen Vorstellung der Spieler kann es losgehen.

Die Schüler werden in vier Gruppen eingeteilt, die verschiedene Stationen mit unterschiedlichen Themengebieten durchlaufen. Station eins ist mit Rickey Paulding besetzt und handelt ausschließlich vom „Passen“, Josh Carter kümmert sich an Station zwei um das „Werfen“, und Daniel Hain scheint sehr zufrieden mit seiner dritten Station zu sein, die sich mit dem „Ballhandling und Dribbling“ befasst. Die vierte Station, ein Basketballfeld, auf dem frei Spiele ausgetragen werden, übernimmt Detlef Krüger selbst. Jede Station soll nicht länger als zehn Minuten dauern, damit jede Gruppe überall einmal tätig ist. Den Kindern und auch den Spielern macht diese Stunde besonders viel Spaß.

Natürlich wollen alle Anwesenden auch etwas vom Können der Protagonisten sehen, weshalb Hain, Paulding und Carter einen Drei-Punkte-Wettbewerb austragen. Einen Gewinner kann zunächst niemand ausmachen, da jeder von ihnen ein gutes Händchen an diesem Tag zu haben scheint. Nach kurzer Diskussion und Überlegung steht aber fest, dass Rickey Paulding in einem Durchgang die meisten aller erzielten Körbe für sich verbuchen konnte.

Nach dem sportlichen Highlight können die Kinder alle Fragen loswerden, die sie schon immer einmal einem Spieler der Baskets stellen wollten. Die Moderation der Fragerunde übernimmt Daniel Hain, damit er gegebenenfalls die englischen Antworten seiner Teamkollegen übersetzen kann. Dies ist allerdings nur selten der Fall, da die Kinder die Fragen bereits auf Englisch stellen und auch sonst fast alles verstehen. Fragen wie: „Wann habt ihr angefangen zu spielen?“ oder „Habt ihr überhaupt noch Freizeit?“ werden ausführlich von allen Beteiligten beantwortet. Zum Schluss darf die obligatorische Autogrammstunde nicht fehlen. Einige Kinder werden dabei besonders spontan und lassen sich sämtliche Kleidungsstücke signieren. Nach einem Frühstück geht es zurück nach Oldenburg.

Pressemitteilung: EWE Baskets Oldenburg

 

 

Schülerfähigkeiten fürs Berufsleben im Härtetest

Berufswahlvorbereitung Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft geht in die Schulen


 
Bild

Heinz-Roman Hoppe (rechts) und Kay Hespe (hinten) vom Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft klopfen derzeit die Fähigkeiten und Neigungen der Wiefelsteder Hauptschüler der 8aH BILD: Claus Stölting  

Die Hauptschüler der Klasse 8aH an der Haupt- und Realschule Wiefel­stede lernen in dieser Woche, ihre Fähigkeiten fürs Berufsleben einzuschätzen. Und bekommen einen Einblick, was für sie möglich ist.

von Claus Stölting

 

Wiefelstede - Heinz-Roman Hoppe und Kay Hespe vom Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft (BNW), Bezirk Oldenburg, nehmen die Hauptschüler der Klasse 8aH der Haupt- und Realschule Wiefelstede in dieser Woche genau unter die Lupe. „Aktive Berufswahlvorbereitung“ ist die Maßnahme überschrieben, und das BNW ist in dieser Mission bereits zum zweitenmal an der Schule tätig – im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit und des niedersächsischen Kultusministeriums. Ziel ist in diesem Fall, Schüler der achten Hauptschulklassen bei der Berufswahl zu helfen. „Wir stellen über differenzierte Fragebögen die Neigungen und Fähigkeiten der Schüler fest“, sagt Hoppe: „Dinge, die sich nicht immer decken“. Auch auf der praktischen Seite werden Fähigkeiten abgefragt. „Wir wollen den Schülern auch Wege zeigen, wie sie Berufswünsche über Weiterbildung über die Hauptschule hinaus erreichen können. Wir zerstören keine Träume, sondern zeigen dabei Wege, wie was machbar ist“, betont Hoppe in diesem Zusammenhang. „Dabei kommen die Schüler auch mit Berufsfeldern in Berührung, die sie noch gar nicht kennen“, macht Hoppe deutlich, dass die Hauptschüler der achten Klasse sich über die berufliche Zukunft oft noch gar keine Gedanken machen. Die aktive Berufswahlvorbereitung dient so auch dazu, einen falschen Einstieg ins Berufsleben möglichst zu vermeiden. Die Eltern werden am Abschlusstag – das ist am Freitag – in die Auswertung in Einzelgesprächen mit einbezogen.

Die Schulen müssen sich für diese Maßnahmen beim Bildungswerk anmelden: Etwa 30 Termine verzeichnet der Bezirk Oldenburg pro Jahr, die meisten in Südoldenburg und im Landkreis Wesermarsch.

 

Gute Noten aus Hannover

Schulinspektion Haupt- und Realschule Wiefelstede mit nur wenigen Minuspunkten


 

Bild

Mehr Positives als Negatives: Schüler und Lehrer der Haupt- und Realschule Wiefelstede, hier Schüler der Klasse R 10a mit Englischlehrerin Claudia Höpken, können mit dem Ergebnis der Schulinspektion zufrieden sein. BILD: Mark Brüggemann  Bild vergrößern

Rektor Hans-Joachim Wülfrath präsentierte die Ergebnisse. In Dokumentation und Kooperation gibt es Mängel.

von Mark Brüggemann

 

Wiefelstede - Überwiegend gute Noten, aber noch Luft nach oben: Die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten viertägigen Schulinspektion an der Haupt- und Realschule Wiefelstede präsentierte am Dienstag Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath dem Schulausschuss der Gemeinde. Auf einer Skala von 1 bis 4 , auf der 1 die schwächste und 4 die beste Note ist, gab es für die Haupt- und Realschule überwiegend die 3. „Eher stark als schwach“ – so die Ausformulierung der Note 3 – werteten die Prüfer der Niedersächsischen Schulinspektion das Curriculum, die Zielorientierung des Lernens, die Qualitätssicherung, die Stimmigkeit des Lernkonzepts und die Unterstützung eines aktiven Lernprozesses bei den Schülern.

Die Höchstnote 4 gab es in den Bereichen „Ausstattung“, „pädagogisches Klima“ und „Führungsverantwortung der Schulleitung“. „Unser seit dem Schuljahr 2009/10 bestehendes Leitungsteam hat sich bewährt“, kommentierte Hans-Joachim Wülfrath.

Ausreißer nach unten gab es dagegen in den Kategorien „Unterstützung der Schüler im Lernprozess“ und „Kooperation mit anderen Schulen“. Grund für die schwache Bewertung für die Unterstützung im Lernprozess sei, dass die seit fünf Jahren verpflichtende Dokumentation der individuellen Lernentwicklung „bei uns noch nicht optimal genutzt wird“, sagte Wülfrath.

Mangelnde Dokumentation der individuellen Lernentwicklung sei aus Sicht der Schulinspektion ein Ausschlusskriterium, das auch durch die sehr gute Förderung an der Haupt- und Realschule (Note 4) nicht aufgewogen werden könne.

Ähnlich relativierte Wülfrath die schwache Gesamtbewertung für die Kooperation mit anderen Schulen: „Wir haben eigentlich eine ganz tolle Zusammenarbeit mit den Grundschulen, aber Hannover fordert im Jahresplan festgelegte gemeinsame Konferenztermine“, sagte der Schulleiter der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Ihrer Pflicht, als weiterführende Schule zu solchen Konferenzen einzuladen, werde die Schule in Zukunft aber besser nachkommen.

 

 

 

Weihnachtsmarkt bringt 2438 Euro ein

SPENDE Haupt- und Realschule hilft krebskranken und behinderten Kindern


 

Bild

Margot Wilkens und Insa Redenius (von links) freuten sich über den Scheck, den Sarah Scharf, Holger Dierks und Chantal Schrottke mit Lehrerin Monika Sommer überreichten – stellvertretend für die Klassen 5 bis 7 der Haupt- und Realschule. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

DIE KLASSEN 5 BIS 7 HATTEN DEN DIESJÄHRIGEN WEIHNACHTSMARKT GESTALTET. MARGOT WILKENS UND INSA REDENIUS VOM VEREIN „HILFE FÜR KREBSKRANKE UND BEHINDERTE KINDER“ FREUTEN SICH RIESIG.

CS

 

WIEFELSTEDE - Riesig gefreut haben sich Margot Wilkens, erste Vorsitzende des Vereins „Hilfe für krebskranke und behinderte Kinder Ammerland“ und ihre Stellvertreterin Insa Redenius: Eine Abordnung der 5. bis 7. Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede überreichte ihnen jetzt einen Scheck über 2438 Euro. Das Geld erwirtschafteten die insgesamt 12 Klassen anlässlich des diesjährigen Weihnachtsmarktes der Schule (die NWZ berichtete).

Seit Jahren engagiert sich die Schule mit dem Weihnachtsbasar für den guten Zweck. „Das geht schon auf die Zeit der Orientierungsstufe zurück“, erinnert sich Lehrerin Monika Sommer, unter deren Federführung der Markt auch in diesem Jahr in der Schule stattgefunden hatte. Der in Wiefelstede beheimatete Verein unterstützt auch mit dieser Spende im Wesentlichen Reittherapien für behinderte und krebskranke Kinder: „28 Kinder werden derzeit von uns betreut“, freut sich Margot Wilkens über eine Rekordzahl im zehnten Jahr des Vereinsbestehens.

 

Mehr als 16 000 Steine fallen

WEIHNACHTSMARKT Schule bietet auch einen „Domino-Day“ für den guten Zweck

 

Bild

Mit einem Showprogramm in der Mensa (Bild oben), dem „Domino-Day“ (Mitte) sowie dem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt engagierten sich Schüler und Lehrer für den guten Zweck. BILDER (4): CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

DIE HAUPT- UND REALSCHULE WIEFELSTEDE BOT SHOW, SPEKTAKEL UND BESCHAULICHEN MARKT. DER ERLÖS IST FÜR DEN GUTEN ZWECK.

VON CLAUS STÖLTING


 

WIEFELSTEDE - Mehr als 16 000 Holzklötzchen hatten 16 Schüler der Klasse 6cR der Haupt- und Realschule Wiefelstede für ihren „Domino-Day“ in der Sporthalle in Reih und Glied aufgestellt – eine der Attraktionen des diesjährigen Weihnachtsmarktes, dessen Erlös dem Verein „Hilfe für krebskranke und behinderte Kinder Ammerland“ zukommen soll. Die Initiative für das Spektakel geht von Marcel Poppen (kleines Bild) aus. der 12-Jährige hat den Domino-Day bereits zum zweiten Mal veranstaltet, nun aber um einiges größer als im vergangenen Jahr.

Bereits um fünf Uhr morgens begannen die Vorarbeiten: Der Sportunterricht war eigens abgesetzt worden, damit die Team-Mitglieder die Steine aufstellen konnten. „Das Oldenburger Parkettwerk hatte uns das Holz für die Steine zur Verfügung gestellt – es wurde in der Schule passend geschnitten“, weiß der 12-Jährige. Für den guten Zweck nahmen die Schüler dann 50 Cent Eintritt pro Kopf – und exakt 143 Besucher sahen dann die Steine fallen. Nicht in einem Rutsch, „aber letztlich fielen alle um“, freut sich der Schüler, der 2010 den „Domino-Day“ in ganz großem Stil aufziehen will. Der Weihnachtsmarkt wurde erneut mit einem Showprogramm in der Mensa eingeläutet – mit Musik und einem Sketch, aufgeführt von Schülern, die natürlich auch die Buden und Stände des Weihnachtsmarktes besetzten. Schüler hatten zudem bereits im Vorfeld beim Wickeln der Lichterketten für die Wiefelsteder Weihnachtsbeleuchtung geholfen und die Lichterpyramiden dann auch im Ort mit aufgestellt. Auch dafür gab es Geld, das dem guten Zweck zugeführt wird.



 

 

Kreidetafel macht „Smartboard“ Platz

KONJUNKTURPAKET II Haupt- und Realschule Wiefelstede kauft für 33 000 Euro Technik vom Feinsten

 

Bild

Die gute, alte Kreidetafel hat wohl bald ausgedient: Die „Smartboards“ kommen. Die Haupt- und Realschule Wiefelstede hat jetzt sechs dieser interaktiven Tafeln angeschafft – mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

„SMARTBOARDS“ ERMÖGLICHEN EINEN GANZ NEUEN, MULTIMEDIALEN UNTERRICHT. DER UNTERRICHTSSTOFF WIRD VOM LAPTOP ÜBER EINEN BEAMER AUF DIE INTERAKTIVE TAFEL PROJIZIERT.

VON CLAUS STÖLTING


WIEFELSTEDE - Hat die gute alte Kreidetafel in der Schule bald ausgedient? Möglich – denn die „Smartboards“ kommen.

Die Haupt- und Realschule Wiefelstede ist aus Mitteln des Konjunkturpakets II nun mit sechs dieser interaktiven Tafeln ausgestattet worden, auf deren Oberfläche per Beamer die Bildschirmansicht eines Computers projiziert wird. Das ist an sich noch nichts Besonderes. Der Clou jedoch ist: Auf der druckempfindlichen Oberfläche der Tafel kann der Schüler in der jeweiligen Computer-Anwendung mit Stift oder Finger schreiben, malen und zeichnen, Klaviertasten anschlagen oder beispielsweise englische Begriffe ihren Übersetzungen zuordnen, indem er sie mit der Hand auf der Tafel verschiebt; er kann auf der Tafel im Internet surfen und viele andere Anwendungen nutzen – und alle auf der Tafel geschaffenen Veränderungen lassen sich dann wieder auf dem Computer abspeichern. „Ich kann als Lehrer auch eine kabellose Tastatur bei den Schülern herumgehen lassen und brauche bei bestimmten Anwendungen mit der Tafel nur einen einzigen Computer für die ganze Klasse“, sagt Lehrer Eckard Klages.

Ganz neuer, multimedialer Unterricht sei mit dieser Technologie möglich. Was nach Angaben Klages‘ beispielsweise in Schottland in jeder Schule und jedem Klassenraum längst Realität ist, hält so auch in Deutschland mehr und mehr Einzug in den schulischen Alltag.

Für die rund 33 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II hat die Haupt- und Realschule Wiefelstede weiterhin einige Multimediawagen, Computer, Software und insgesamt fünf Laptops angeschafft.

 

 

 

 

„Die Verkostung des Jahrgangs 2009“

ABSCHLUSS Entlassungsfeier für die Haupt- und Realschüler aus Wiefelstede – Schwungvolles Programm

 

Bild

Diese Schüler boten den Gästen eine mitreißende Tanzeinlage, welche die Zuschauer zum rhythmischen Mitklatschen und Mitwippen anregte. BILD: MANON GARMS Bild vergrößern

BÜRGERMEISTER HELMUT VÖLKERS GAB DEN JUGENDLICHEN RATSCHLÄGE MIT AUF DEN WEG. DIE REDE DER SCHÜLERSPRECHER SORGTE FÜR GELÄCHTER.

VON MANON GARMS

WIEFELSTEDE - Mit einem schwungvollen Programm sind am Donnerstag in der Haupt- und Realschule Wiefelstede die Schüler des Jahrgangs 2009 verabschiedet worden. Die Jugendlichen gestalteten den Abend mit diversen Tanz- und Gesangseinlagen, was die Gäste mit viel Applaus belohnten.

„Heute Abend steht die erste Verkostung des Jahrgangs 2009 an, und Sie dürfen ihn erstmals testen“, begrüßte Schulleiter Hans–Joachim Wülfrath die Eltern und Ehrengäste. Wiefelstedes Bürgermeister Helmut Völkers wünschte den Schülern viel Erfolg in ihrem neuen Lebensabschnitt und gab ihnen zwei Ratschläge mit auf den weiteren Weg: „Lerne, mit dir selbst zufrieden zu sein!“ und „Erschaffe dir deine Zukunft selbst!“.

Die Lehrkräfte Marc Brinkmann und Claudia Höpken blickten gemeinsam auf die Vergangenheit zurück. „Es war schön und spannend, eure Entwicklung zu sehen. Inzwischen seid ihr ein ganzes Stück erwachsener geworden“, sagte Claudia Höpken. „Die letzten Wochen und Monate waren hart für euch, und die Lehrer haben auch ein bisschen mitgezittert“, ergänzte Marc Brinkmann und betonte, dass es den Lehrkräften nicht leichtfalle, die Schüler zu entlassen. Für viel Gelächter sorgte die Rede der Schülersprecher Katharina Heinze und Marc Kostian. „Heute können wir den Lehrern sagen, was wir wirklich von ihnen denken, ohne Rache befürchten zu müssen“, sagte Katharina Heinze und sprach einige Eigenheiten der Lehrer an, wie die gut aussehenden Hemden von Marc Brinkmann oder die Friedfertigkeit von Eckard Klages.

 

 

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

AUFFÜHRUNG Schüler der Haupt- und Realschule in Wiefelstede treten am Donnerstag bei Abschlussfeier auf


 
Bild

Auch Jennifer Filies (links) und Sarah Wilkerling sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und wollen herausfinden, was in der Kiste ist. BILD: MANON GARMS Bild vergrößern

DIE JUGENDLICHEN HABEN EIN PHILOSOPHISCHES THEMA GEWÄHLT. UNTERSTÜTZT WERDEN SIE VON ECKARD KLAGES UND KERSTIN HOCHHARZ.

VON MANON GARMS

 

WIEFELSTEDE - Worin ist der Sinn des Lebens zu finden? Dieser philosophischen Frage gehen diejenigen Schüler der Haupt- und Realschule Wiefelstede nach, die am Donnerstag mit einer Abschlussfeier entlassen werden. Nach der Zeugnisvergabe treten die Jugendlichen in verschiedenen Szenen auf, die sich alle in irgendeiner Weise mit dem Lebenssinn auseinandersetzen.

Sequenzen entwickelt

Gemeinsam mit dem Theaterlehrer Eckard Klages und der Religionslehrerin Kerstin Hochharz haben die Schüler die einzelnen Sequenzen entwickelt. „Ich habe zunächst die Texte geschrieben, den Jugendlichen dann aber die Freiheit gelassen, daran etwas zu ändern, wenn sie es möchten“, sagt Eckard Klages. Die Texte einer Szene stammen jedoch komplett aus der Feder der Vortragenden: „Schüler aus der 10. Klasse haben im Religionsunterricht selbst kurze Texte darüber verfasst, was der Sinn des Lebens für sie bedeutet“, erklärt der Theaterlehrer.

Die anderen Sequenzen sind vielfältig gestaltet: Da gibt es zum Beispiel ein Cafe, in dem man statt einer Speisekarte eine Karte mit Gesprächsthemen vorfindet, eine Kiste, die möglicherweise etwas Gefährliches enthält, oder auch Ehepaare, die miteinander darüber diskutieren, was sie beim Verständnis ihres Lebenssinns gemeinsam haben.

„Für die Schüler ist das Theaterspielen eine Bereicherung, und man merkt ihnen an, dass die davon profitieren, wenn es um Ausdrucksstärke, Mut und Auftrittspräsenz geht“, sagt Eckard Klages, der die Wahlpflichtkurse „Theater“ an der Haupt- und Realschule leitet. Die Jugendlichen haben von ihm ein fundiertes Schauspieltraining bekommen, um zu lernen, wie sie auf der Bühne agieren müssen.

Rollen sind begehrt

„Bestimmte Rollen waren natürlich bei allen Schülern sehr begehrt, doch mit der Zeit haben sie gemerkt, dass jede Szene Möglichkeiten zur schauspielerischen Gestaltung bietet“, blickt der Theaterlehrer auf das vergangene Schuljahr zurück. Der Wahlpflichtkursus „Theater“ ist bei den Jugendlichen sehr beliebt, und inzwischen haben auch die Jungen ihr schauspielerisches Talent entdeckt. „Früher waren es mehr Mädchen, aber die Auswahl der Stücke ist einfacher, wenn auch Jungen dabei sind“, sagt Eckard Klages.

 


Die Generalprobe findet am Mittwoch vor den 9. Klassen statt. Am Donnerstag kommen dann auch Eltern und Freunde der Schulabgänger in den Genuss der Vorführung. Die Abschlussfeier beginnt um 19.30 Uhr im Forum der Schule. NWZ 17.6.2009

 

 

 

„Themba“ wird gerade verfilmt

SÜDAFRIKA Lutz van Dijk berichtet Wiefelsteder Schülern vom „Hokisa“-Projekt

 

Bild

Lutz van Dijk berichtete am Mittwoch in der Haupt- und Realschule Wiefelstede vom Fortgang des Projektes „Hokisa“ in Südafrika. Die Schule unterstützt das Projekt bereits seit 2001. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

DER IN SÜDAFRIKA LEBENDE AUTOR HAT DAS PROJEKT 2001 MIT INS LEBEN GERUFEN. DIE HAUPT- UND REALSCHULE UNTERSTÜTZT ES SEITDEM UND VERANSTALTET IM AUGUST WIEDER EINEN SPONSORENLAUF.

VON CLAUS STÖLTING


 

WIEFELSTEDE - „Phantastisch, wie sehr die Schüler interessiert sind an unserem Projekt“: Lutz van Dijk, niederländischer, in Deutschland geborener und in Südafrika lebender Schriftsteller, war bei seinem Besuch der Wiefelsteder Haupt- und Realschule am Mittwoch begeistert. 2001 hatte er gemeinsam mit einer Südafrikanerin das Projekt „Hokisa“ ins Leben gerufen, das seit 2002 Kinder und Jugendliche in einem eigenen Haus im Township Masiphumelele in Südafrika betreut. „Hokisa“ heißt „Homes for Kids in South Africa“ (Ein Zuhause für Kinder in Südafrika).

Von Anfang an dabei

Die Eltern der Kinder sind an Aids gestorben oder todkrank, die Kinder infiziert oder erkrankt. Und die Haupt- und Realschule Wiefelstede unterstützt das Projekt bereits seit 2001 – „die erste Schule in Deutschland, die sich engagierte“, wie van Dijk hervorhob. So erzielten allein zwei Sponsorenläufe der Schüler in den vergangenen Jahren gut 30 000 Euro für „Hokisa“, und der jüngste Weihnachtsbasar brachte mehr als 2000 Euro für Südafrika ein. Am 29. August soll ein weiterer Sponsorenlauf stattfinden.

Van Dijk, der in seinen Jugendbüchern wie „Themba“ oder „Township Blues“ auch das Thema Aids behandelt, brachte den Wiefelsteder Schülern in seinem Vortrag einige der Kinder näher, die das Projekt betreut. Wie die Brüder Kwanele (1) und Kevin (7), die heute im „Hokisa“-Haus leben. Vor einem Jahr war Kwanele gerade rechtzeitig gefunden worden – acht Tage alt. Die Mutter war im Krankenhaus an Aids gestorben, der Vater verschwunden, das Kind allein im Haus. Erst später stellte sich heraus, dass Kwanele einen Bruder hat – Kevin. Der damals Sechsjährige bettelte auf den Straßen, wurde gefunden und lebt heute ebenfalls im „Hokisa“-Haus. Viele der Waisen leben teils schon von Beginn an dort, gehen mittlerweile auch zur Schule – und die bereits erkrankten Kinder haben dank der Behandlung mit Medikamenten die Chance auf ein Leben, sagt Lutz van Dijk. Das Projekt hat zudem 60 weitere Kinder an Pflegefamilien vermitteln können, freut sich der Niederländer.

„Jens Lehmann spielt mit“

Derzeit wird van Dijks Buch „Themba“ in Südafrika als deutsch-südafrikanische Produktion verfilmt – die Geschichte eines fußballbegeisterten Jungen, dessen Mutter an Aids erkrankt ist. „Auch Jens Lehmann – Torhüter des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart – wird mitspielen“, freut sich van Dijk. Der Film soll Anfang 2010 auch ins deutsche Kino kommen – dem Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Wie bei allen seinen Büchern, die das Thema Südafrika behandeln, gehen auch alle Einnahmen aus diesem Projekt an „Hokisa“, wo van Dijk gemeinsam mit Mitbegründerin Karin Chubb derzeit noch Co-Direktor ist.

Van Dijk gibt Amt ab

Zum 1. Juli werden beide das Amt abgeben – an einen Erzieher und eine Krankenschwester aus Südafrika, wie eine Ausschreibung ergeben hat. „Wir bleiben aber im Vorstand“, macht van Dijk klar, dass „Hokisa“ für ihn weiterhin große Bedeutung haben wird. 65 000 Euro werden jährlich benötigt, um die Kinder im „Hokisa“-Haus mit Allem zu versorgen.

Mehr Infos unter

www.hokisa.co.za

 

Schüler liefern pralle Spenden ab

ENGAGEMENT 1060 Euro für krebskranke und behinderte Kinder, 2205 Euro für „Hokisa“

 

Bild

Schecks in Höhe von zusammen 3265 Euro überreichten Schüler der Haupt- und Realschule an Horst Bremer (links) und Margot Wilkens sowie an Eckard Klages. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

DAS GELD WURDE BEIM WEIHNACHTSBASAR UND IN VIELEN AKTIONEN „ERWIRTSCHAFTET“. NUN WURDEN DIE SPENDEN ÜBERREICHT.

VON CLAUS STÖLTING

WIEFELSTEDE - „Sehr dankbar“ sind Margot Wilkens und Horst Bremer vom „Verein für krebskranke und behinderte Kinder Ammerland“ für das Spendenaufkommen der jüngsten Zeit.

„Tolles Ergebnis“

Wurde im vergangenen Jahr elf Kindern aus dem Ammerland eine Reittherapie ermöglicht, so konnte der Verein diese Zahl nun nahezu verdoppeln: Derzeit können 20 Kinder die Vorzüge dieser Therapie genießen. „Ein ganz tolles Ergebnis“, freute sich Vereinsvorsitzende Margot Wilkens.

Dazu haben ganz aktuell auch die Schüler der Haupt- und Realschule Wiefelstede beigetragen: Sie spendeten 1060 Euro an den Verein – und weitere 2205 Euro an das Projekt „Hokisa“ in Südafrika.

Das Geld wurde beim Weihnachtsbasar und in vielen kleinen Aktionen von November bis Januar wie beispielsweise Haushaltshilfe oder Autowäsche „erwirtschaftet“.

Die Klassen 5 bis 7 brachten dabei die Spende für krebskranke und behinderte Kinder, die Klassen 9 und 10 das Geld für „Hokisa“ zusammen. Die 8. Klassen werden im Sommer wieder einen Sponsorenlauf veranstalten.


„Hokisa“ steht für „Homes for Kids in South Africa“.
Das Projekt bietet derzeit 17 Kindern und zwei jungen Erwachsenen, die an Aids erkrankt oder mit HIV infiziert und deren Eltern an Aids gestorben sind, im Township Masiphumelele nahe Kapstadt in mehreren Häusern betreutes Wohnen samt medizinischer Versorgung an.

Angegliedert ist eine Schule, in der die Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Das Projekt wurde 2001 von Lutz van Dijk, in Südafrika lebender Buchautor aus den Niederlanden, und Karin Chubb, einer südafrikanischen Dozentin der Universität Kapstadt, gegründet – und die Haupt- und Realschule Wiefelstede gehört von Beginn an zur Unterstützergruppe.

Eckard Klages und Arnold Schäfer sind die Verbindungsleute der Schule zum Projekt, dessen Kodirektor Lutz van Dijk ist. Er wird im Mai in Wiefelstede erwartet.

 

„Stets flotte Fahrt vorbei an allen Untiefen“

ABSCHIED Haupt- und Realschule verabschiedet Hoppe, Weden und Pannemann


 

Bild

Ein Steuerrad für den „Seemann mit Leib und Seele“: Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath (rechts) verabschiedete Konrektor Peter Hoppe. Er geht als Schulleiter nach Otterndorf. BILDER: CLAUS  

CS

 

WIEFELSTEDE - Gleich drei Verabschiedungen gab es am Freitagmorgen in der Mensa der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Im Kreis der Lehrerkollegen überreichte Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath dem 2. Konrektor Peter Hoppe ein Steuerrad: Der „Seemann mit Leib und Seele“ – Hoppe segelt seit seiner Kindheit – wechselt nach Otterndorf, wo er Leiter der Johann-Heinrich-Voß-Realschule wird. Hoppe stammt aus Otterndorf, war dort aber bisher nie Lehrer. Der 49-Jährige verlässt Wiefelstede nach dreieinhalb Jahren als 2. Konrektor. Wülfrath wünschte ihm „stets flotte Fahrt vorbei an allen Untiefen und gefährlichen Passagen – mit dem Rückenwind einer guten Wiefelsteder Schulerfahrung“.

Jörg Weden, Fachbereichsleiter im Fach „Arbeit/Wirtschaft“ – er unterrichtete zudem Deutsch und Geschichte – verlässt die Haupt- und Realschule nach 16 Jahren – in den Ruhestand. Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Wiefelstede und SPD-Ratsherr (kleines Bild), der erst kürzlich seinen 65. Geburtstag feierte, wird der Schule jedoch voraussichtlich bis zum Schuljahresende auf Stundenbasis erhalten bleiben. Wülfrath forderte ihn beim Abschied auf, in seinem politischen Arbeitsfeld „weiterhin Anwalt unserer Schule zu sein“.

Aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurde am Freitag Monika Pannemann. Sie gehörte seit 1980 zum Wiefelsteder Lehrerkollegium und unterrichtete Englisch und Französisch. Schulleiter Wülfrath: „Eine ungemein fleißige, gewissenhafte Kollegin, die unauffällig, aber mit viel Nachhaltigkeit ihre Arbeit tat“. NWZ 31.1.2009
 

 

Die Zeit ist so fix vorbei gegangen“  (NWZ)

ENTLASSUNG Abschlussjahrgang der Haupt- und Realschule Wiefelstede feierlich verabschiedet

 

Bild

Höhepunkt des Abends: Die Wiefelsteder Schüler erhalten von den Klassenlehrern (hier Christiane Richter mit ihren Schülern) die Abschlusszeugnisse. Am Sonnabend, 19 Uhr, folgt noch der Abschlussball im Gasthof Rabe. BILD: BIRTE TRIPKE Bild vergrößern

400 GÄSTE SAHEN EIN KREATIVES PROGRAMM. 121 ABSOLVENTEN ERHIELTEN IHRE ZEUGNISSE.
 

VON BIRTE TRIPKE

WIEFELSTEDE - Sie sind fertig: In roten Poloshirts verabschiedeten sich am Donnerstagabend die fünf 10. Klassen sowie 11 vorzeitige  Schulabgänger der 9. Klassen der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Bei einer von den Schülern gemeinsam gestalteten Entlassungsfeier im Forum überreichten die Klassenlehrer Jörg Weden, Marlene Dierks, Christiane Richter, Eckard Klages und Sybille Wilken den 121 Absolventen ihre Zeugnisse. Am Vormittag stand zunächst der Schülerstreich an: Mit Treckern und Anhängern wurde der Lehrerparkplatz zugestellt.
6.30 Uhr. Der Wecker klingelt. Ein Blick. Ein Schlag, Umdrehen. Weiterschlafen. Denn: Wir sind fertig!“, war auf den eigens bedruckten Shirts zu  lesen. Transparente mit dem gleichen Humor waren außen am Schulgebäude angebracht: „10 Jahre bis zum Höhepunkt“, hieß es dort u.a. 400 Gäste im voll besetzten Forum erlebten einen abwechslungsreichen Abend: Die Schülerband glänzte mit entspannten Popsongs und Klassikern wie „Hit the Road, Jack“ von Ray Charles. Auch „The Lion Sleeps Tonight“ aus der letzten Theateraufführung, dem „Dschungelbuch“, durfte nicht fehlen.
Die Schülervertreter Stephanie Janssen und Dennis Janssen ließen in ihrer Rede die Schulzeit Revue passieren. Ein Fazit: „Die Zeit ist so fix vorbei gegangen, ich überlege gerade, ob ich noch bleibe.“

 

„Wahnsinn“ im Schulzentrum

THEATER Komische Figuren und tragische Schicksale – Sketche zum Abschied

 

Bild

Lange geprobt haben die jungen Leute – jetzt sitzen alle Szenen für den „Wahnsinn“. BILD: WOLFGANG WITTIG Bild vergrößern

VON WOLFGANG WITTIG

WIEFELSTEDE - Ein Jahr lang, exakt vom Beginn des neuen Schuljahres an, haben die Schülerinnen und Schüler der Wahlpflichtkurse „Dar-stellendes Spiel" und „Theater" geübt, geprobt, einstudiert, neu überarbeitet und dabei viele Stunden inves-tiert. Jetzt wollen alle die Früchte der langwierigen Arbeit ernten und einem breiten Publikum zeigen.

Unter der Leitung der beiden Kursleiter Eckard Klages und Manfred Heeren entstand auf diese Weise eine Reihe von Szenen und Sketche, die nun zum Ende des Schuljahres vorgeführt werden sollen. An diesem Mittwoch, 2. Juli, findet in der neuen Mensa um 19.30 Uhr eine öffentliche Aufführung unter dem Titel „Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn" statt.

Mehr dazu in der nächsten
NWZ

 

Wiefelstede. Es ist in jedem Jahr das gleiche Ritual, - und

doch ist es eigentlich jedes Mal ganz anders: Die Entlassung

der Schülerinnen und Schüler von der Haupt- und

Realschule. In diesem Jahr war es der helle Wahnsinn.

In der Tat „Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn“ hieß dann

auch die Aufführung, die die Mitglieder der Theater-AG

und Darstellendes Spiel auf die Beine gestellt haben. Vor

einer vollbesetzten Aula führten die Schüler Sketche vor

und der eine oder andere brillierte dabei mit einem außergewöhnlichen

schauspielerischen Talent. Aber es gab natürlich auch

mahnende und richtungsweisende Worte, vom Schulleiter

Hans-Joachim Wülfrath, Bürgermeister Helmut Völkers,

dem Elternratsvorsitzenden Hermann Koenen und dem

Sprecher für die Klassenlehrer der abgebenden Klassen, Jörg

Weden. Eine besondere Ehrung wurde Florian Kopitzki zuteil,

der für exzellente Leistungen im schulischen und sportlichen

Bereich den Schulpreis erhielt. Untermalt von der Schulband

und natürlich mit dem abschließenden Büffett war es

wieder eine gelungene Feier. Florian Kopitzki erhält den Schulpreis

aus der Hand des Bürgermeisters

Fotos: W. Wittig

Aus „Mr. Pilks Irrenhaus“ führte die Theater-AG skurille Szenen

auf.

 

 

Realschüler erstellen Mosaike in Mensa

Wiefelstede. Der Wahlpflichtkurs Kunst der 8. Klassen der

Realschule hat sich künstlerisch an der Ausgestaltung der

neuen Mensa beteiligt. Unter der Leitung der Lehrerin Claudia

Höpken wurden an den Wänden im Vorbereitungsraum

der Mensa schöne Motive aus Mosaik erstellt. „Hier konnten

wir mal unsere Ideen zeigen und kreativ arbeiten“, freuten

sich nach Fertigstellung die Schülerinnen und Schüler.

Traurig war man aber auch darüber,dass ein noch nicht ganz

fertig gestelltes Mosaik zerstört wurde. Einen Dank möchten die Schüler

den Firmen Fliesen Brunken und von Nethen und

Oltmanns ausrichten, die das Projekt mit kostenlosem

Material unterstützt hatten.

"Der Wiefelsteder"

 

Ganztagsschule kann durchstarten

 

Mit der Einweihung der Mensa und des neuen Forums sind jetzt auch die baulichen Voraussetzungen für den Betrieb der Ganztagsschule geschaffen worden. Den Schülerinnen und Schülern stehen für den Ganztagsbetrieb moderne und geschmackvoll gestaltete Räumlichkeiten zur Verfügung. In der Mensa wird ab August, an vier Tagen der Woche eine günstige Mahlzeit angeboten. Die Schülerinnen und Schüler können in der Mittagspause unter Aufsicht Hausaufgaben erledigen oder an den PC-Arbeitsplätzen  arbeiten. Für einige Fächer wird für die Schülerinnen und Schüler Förderunterricht angeboten. Es gibt Kurse für den Erwerb des Mofa-Führerscheins und für das 10-Finger-Tastaturschreiben,  Neben dem WPK-Bereich besteht die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung:  Lateinamerikanischer Tanz, Fußball, Badminton,  Schwimmen, Tennis, Spinning, Pilates, Handball und Ringen. Die sportlichen Angebote werden zum großen Teil aus Mitteln der Gemeinde Wiefelstede finanziert. Es bleibt zu hoffen, dass diese oder die nächste Landesregierung Lehrerstunden für den Ausbau eines qualifizierten Ganztagsangebot zur Verfügung stellt. NWZ 24.6.2007