HRS Wiefelstede
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Das Konzept
4. Vorüberlegungen für das Patenprojekt
5. Organisation der Patenschaften
6. Durchführung der Patenschaft
Das Patenprojekt der HRS Wiefelstede möchte den Schülerinnen und Schülern der Eingangsstufe den Einstieg in die „neue“ Schule erleichtern und dazu beitragen, dass diese neue Situation angstfreier erlebt werden kann. Schüler und Schülerinnen des 9. Jahrgangs sollen sich um ein Patenkind kümmern, ihm die Schule zeigen, bei Konflikten zur Seite stehen, konfliktschlichtend wirken und damit soziale Verantwortung übernehmen.
2. Einordnung in das Präventionskonzept
„Das Präventionskonzept der HRS Wiefelstede will Prävention fest im Schulprogramm verankern. Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Prävention erhält so eine höheren Stellenwert. „ Alle an Schule Beteiligten (Lehrkräfte, Jugendliche und Eltern) sollen zu einem positiven Sozialklima in der Schule beitragen. Prävention in unserem schulischen Rahmen soll nicht nur Gewalt und Sucht verhindern, sondern vor allem auch von dem „Prinzip der Gestaltung sozialer Zusammenhänge geleitet sein. Alle Bereiche der Schule, auch der Fachunterricht soll zu einem guten Lernklima beitragen.“
„Schüler und Schülerinnen haben das Recht, ohne Angst vor psychischer und physischer Gewalt zur Schule gehen zu können. Unterrichtseinheiten, die für die Prävention von Sucht und Gewalt sinnvoll sind, müssen in die Planungen der Jahrgangskonferenzen einbezogen werden.
Projekte, die
sich auf die Pausengestaltung beziehen, verfolgen das Ziel, allen Schülerinnen
und Schülern die Gelegenheit zu geben, ihre Pausen friedlich und aggressionsfrei
zu verbringen.
Angebote richten sich sowohl an die Schülerinnen und Schüler, die ihre Pausen
aktiv und sportlich verbringen möchten, als auch an die, die ruhige und
entspannte Pausen bevorzugen.“
(aus dem Präventionskonzept der HRS Wiefelstede)
Eine der Möglichkeiten, dieses Konzept im Schulalltag wirksam werden zu lassen, ist das Patenprojekt. Für die jüngeren Schülerinnen und Schüler ein positiver sozialer Einstieg in eine neue Schulsituation und für die Schülerinnen und Schüler aus dem 9. Jahrgang ein Beispiel für die Übernahme von sozialer Verantwortung.
3. Schulische Situation
Die HRS Wiefelstede bildet mit der selbstständigen GS das Schulzentrum Wiefelstede. Es gibt in der Gemeinde eine zweite Grundschule, deren Schülerinnen und Schüler ebenfalls in die HRS Wiefelstede wechseln. Die Gymnasiasten besuchen umliegende Gymnasien in den anderen Gemeinden des Ammerlandes.
Wiefelstede ist eine Gesamtgemeinde mit insgesamt ca. 15 000 Einwohnern. Der Ort Wiefelstede selbst hat eine Einwohnerzahl von 3800. Die HRS besuchen zurzeit 634 Schülerinnen und Schüler. Es werden in beiden Schulformen die Klassen 5 - 10 angeboten. Es gibt schulformübergreifende WPK-Kurse, eine gemeinsame SV-Vertretung und auch einen gemeinsamen Schulelternrat.
Die HRS ist eine Ganztagschule mit Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung, Freiarbeitsbereichen und PC-Räumen für den Ganztagsbereich. Insgesamt stehen den Schülerinnen und Schülern 5 PC-Räume zur Verfügung. Auf etwa 5 Schülerinnen und Schüler kommt ein PC.
4. Vorüberlegungen für das Patenprojekt
Jedes Jahr nach den Sommerferien werden ca. 85 5. Klässler neu in die HRS Wiefelstede `eingeschult´ Die Grundschüler besuchen in der 4. Klasse an einem Schnuppertag die Schule. Ein großes Schulsystem kann auf Kinder durchaus auch angst auslösend wirken. Um den neu hinzu gekommenen Schülern der fünften Klassen einen persönlichen Halt und Ansprechpartner unter den „Großen“ im Schulalltag zu geben, sollen ihnen Paten an die Seite gestellt werden. Diese sollen neben der Hilfe bei den praktischen Fragen („Wo ist eigentlich der Kunstraum?“ Wer ist der Schulassistent?“ „Wo ist die Bücherei?“) ein Gefühl der Sicherheit, des Angenommenwerdens und des Dazugehörens in der Schule vermitteln.
Unter dem Motto, „Schüler helfen Schüler“, sollen die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, sich ihrer Rolle als Paten bewusst werden und Verantwortung in der Schule für jüngere Schüler übernehmen lernen.
Eine andere Sichtweise des Schulgeschehens, das Hineinversetzen in jüngere Schülerinnen und Schüler, konfliktschlichtende Haltungen, ein genaues Betrachten der Schulstruktur und den Einrichtungen der Schule, sind die Ziele für die Paten.
5. Organisation der Patenschaften
- In der Dienstbesprechung vor den Osterferien Hinweis auf Patenschaften für das nächste Schuljahr.
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Festlegen
eines zuständigen Kollegen zur
Koordination auf dieser Dienstbesprechung.
-
Treffen der Paten und
Patenkinder am zweiten Tag nach Schuljahresbeginn.
-
Zwischen Schuljahresbeginn und Beginn und Herbstferien offizielle Aktivitäten der Schüler
miteinander.
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Nach
Ostern: Treffen der
aktuellen Paten und Patenkinder zum Ausklang des Schuljahres.
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Rückblick und Planung des
neuen Jahres in den Jahrgangskonferenzen der künftigen 9. Klassen.
Planung der Vorbereitung und die Einbindung in den Unterricht.
6. Durchführung der Patenschaft
- Klasse 8 spricht mit Klassenlehrer oder Klassenlehrerin über Patenidee und die mögliche Umsetzung.
- Eigene Ideen werden entwickelt oder Vorschläge angenommen und die Umsetzung vorbereitet.
- Zum Jahresbeginn wird das Thema noch einmal aufgegriffen.
- Die Paten werden zugeordnet. Gleichgeschlechtlich (nicht zwingend), u. U. nach Bekanntschaft und Sympathie usw.
- Kleine Geschenke werden von beiden Seiten vorbereitet. Konkrete Planung des Treffens und der Infogänge durch die Schule.
- Klasse 9 besucht Klasse 5 im Klassenraum.
- Pate geht auf Patenkind zu, Vorstellung, Geschenkaustausch.
- Gemeinsames Foto paarweise, später Aushang in beiden Klassenräumen.
- Vorstellung des Patenprojekts auf dem Begrüßungsfest durch einige Paten. Hier können alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern gut erreicht werden.
- Zu zweit Gang über das Gelände. Zeigen der wichtigen Orte und Einrichtungen. (Sekretariat, Sanitätsraum, Bibliothek, Kiosk Vertretungsplan, Mensa, Beratungsraum, Streitschlichter-Büro, Schulbuchausgabe, Schul-Sanitätsraum, …). Bekannt machen mit der Schule und ihren Besonderheiten.
- Im Abstand von ein paar Wochen: Treffen zu einem gemeinsamen gemischten TT-Turnier o. Ä.
- Später: gemeinsamer Besuch der Bibliothek zu gesondertem Thema (Bücher zu Referatsthema o. Ä.)
- Gelegentliche Thematisierung der Erfahrungen der Schüler mit KlassenlehrerIn. Hinweis auf mögliche Kontaktaufnahme auf dem Hof durch Grüßen und kleines Gespräch.
- Abschluss der aktiv angeleiteten Patenschaft mit den Herbstferien.
- Nach Ostern: Treffen der aktuellen Paten mit den Patenkindern zum Ausklang des Schuljahres und zur Planung des neuen Jahres.