Hokisa aktuell      
 
 

 

 

Das Forum der HRS Wiefelstede war bei zwei Veranstaltungen mit Lutz van Dijk voll besetzt. Begeistert hörten die Schülerinnen und Schüler der 5.-7 und der 8-10. Klassen zu, als der Direktor von Hokisa über seine Arbeit in Südafrika berichtete. HOKISA steht für Homes for Kids in South Africa. In dieser Einrichtung werden Kinder betreut, die selbst HIV-positiv sind oder deren Eltern an Aids gestorben sind. Viele seiner Bücher hat Lutz van Dijk im Zusammenhang mit der Arbeit in HOKISA geschrieben. In beiden Veranstaltungen wurde vor allem das Jugendbuch "Themba" vorgestellt. Im Mittelpunkt steht ein Junge, der auf dem Weg ist Fußballstar zu werden. Auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere erfährt er, dass er HIV-Positiv ist... Dieses Buch wird im Herbst dieses Jahres verfilmt. Eine Rolle wird der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann spielen. 

 

   
   
   
   
   
   
 
   
   

 

 

12/08. Die Adventszeit wird in diesem Jahr kräftig dazu genutzt, mit vielen schönen und sinnvollen Aktionen Hokisa zu unterstützen. Auf dieser Seite werden wir von all diesen Aktionen berichten. Wer sich weiter über Hokisa informieren möchte, hat unter folgenden Adressen Gelegenheit dazu:
 

http://www.hokisa.co.za/

 

http://www.hrs-wiefelstede.de/hokisa.htm

 

   http://nibis.ni.schule.de/emaos/tun/seiten/unterr/html/hokisa-2007-04.html

       

 

 

Die H10a und die H10b bereiten die Weihnachtsbeleuchtung für den Ort Wiefelstede vor. Bei klirrender Kälte wickelten sie Leuchtgirlanden um die Metallgerüste. Dafür gab es einen heißen Tee und eine großzügige Spende für Hokisa.  
       
   
       
   
       
   
       
   
In der Mensa fand der Auftakt  zum diesjährigen Weihnachtsbasar statt. Mit Theater, Musik und Tanz wurde den Besuchern eine schöne Weihnachtsfeier geboten.  
   
    Ansprache durch Rektor Hajo Wülfrath  
   
Theaterstück der 9. Klassen      
   
       
   
Tanzgruppe von Jennifer Filies   Weihnachtsbasar der 5-7. Klassen  
   
       
   
       
   
       
   
       
   
       
   
       
   
       
   
       
   
       
   
Kaffee und Kuchen in der Mensa      
   

 
       
   
       
   
       
   
Die R10a beim Verkauf von Waffeln auf dem Nikolausmarkt in Wiefelstede  
   
       
   
                                                                                                   Klassenlehrer Marc Brinkmann  
 
       
   
Auch in der Pause werden Waffeln für Hokisa gebacken      
     
       
Häuser jetzt!

In einem Elendsviertel bei Kapstadt haben sich die Bewohner nach einem Brand in einer Selbsthilfeinitiative zusammengeschlossen, um gemeinsam für menschenwürdige Häuser zu kämpfen. Die GEW und die deutsche Entwicklungsorganisation DESWOS unterstützen sie dabei.

Hilfe für Brandopfer im Elendsviertel Masiphumelele bei Kapstadt

Das Township Masiphumelele bei Kapstadt gehört zu den ärmsten Gemeinden der südafrikanischen Provinz Westkap. Die meisten der über 30.000 Bewohner sind arbeitslos und leben in Wellblechhütten ohne fließendes Wasser und sanitäre Anlagen. Vielen stammen aus ländlichen Regionen des Ostkaps und sprechen die Sprache der dort lebenden Xhosa. 'Masiphumelele' ist ein Wort aus der Xhosa-Sprache und bedeutet: 'Wir werden Erfolg haben'.

Townshipbewohner fordern 'Häuser jetzt!'

Mehrfach sind in den letzten Jahren Feuer im Township Masiphumelele ausgebrochen, die sich rasch ausbreiteten und große Not und Zerstörung zurückließen. Im Herbst 2006 verloren 400 Familien bei einem Brand in Masimphumelele ihr ganzes Hab und Gut. Zahlreiche Kinder und Erwachsene erlitten schwere Verbrennungen. In der Folge dieses Brandes schlossen die Menschen sich zusammen und gründeten die Selbsthilfeinitiative "Amakhaya ngoku" (Häuser jetzt!) mit dem Ziel, gemeinsam sichere Unterkünfte für die vom Brand betroffenen Familien zu schaffen. Die Bauarbeiten werden im Jahr 2008 beginnen. Bis zum Frühjahr 2010 sollen 400 Familien in neuen Wohnungen leben. Die Häuser werden an gleicher Stelle errichtet, wo die Menschen früher beengt in ihren Wellblechhütten gewohnt haben. Der Bauplan sieht auch einen Kindergarten und Freiflächen zur Begegnung der Menschen im Township vor.

Hoffnung auf menschenwürdige Wohnungen

Unterstützt wird das Projekt durch den Buchautor und früheren Lehrer und GEW-Aktivisten Lutz van Dijk, der seit Jahren in Masiphumelele arbeitet und dort das Kinderheim HOKISA leitet. Die GEW will die Selbsthilfeinitiative 'Häuser jetzt' unterstützen und hat die deutsche Entwicklungsorganisation DESWOS als kompetenten Partner mit langjährigen Erfahrungen in Wohnbauprojekten gewinnen können. Zur Finanzierung des Wohungsprojekts werden noch Spenden benötigt. Bitte helfen Sie mit, damit die Brandopfer in Masiphumelele zukünftig in sicheren und menschenwürdigen Wohnungen leben können.


 

Oben: Im Township Masiphumelele wohnen über 30.000 Menschen
Mitte: Der Brand bringt Zerstörung und neue Hoffnung
Unten: Der deutsch-niederländische Schriftsteller Lutz van Dijk unterstützt die Initiative 'Häuser jetzt' der Menschen in Masiphumelele
(Fotos: Manfred Brinkmann)

 

 
       
“Häuser jetzt !” – eine Armensiedlung in Südafrika kämpft für dauerhafte Überwindung von Armut
Im Oktober 2006 brannten in einer Nacht rund 400 Hütten in einem der ärmsten Townships Südafrikas nieder – nicht zum ersten Mal rannten hunderte um ihr Leben, in den Armen Babies oder die wenige Habe, die sich in letzter Minute retten liess. Viele, vor allem Kinder und alte Leute, die nicht schnell genug wegkamen, erlitten schwere Verbrennungen. Wie durch ein Wunder kam in dieser Nacht niemand ums Leben. Die Feuerwehr kam spät und achtete nur darauf, dass das Feuer nicht übergriff auf Häuser ausserhalb des Armutsgebiets.

Etwas jedoch war anders nach dieser Nacht: Eine Gruppe der Bewohnerinnen und Bewohner dieses Informal Settlements beschloss, dasss etwas Grundlegendes geschehen muss. Sie waren nicht bereit, auf der Asche erneut aus Abfällen nur wieder neue Hütten zu errichten, weiter mit über 1200 Menschen 40 Toiletten und zwei Wasserhähne zu teilen und auf das nächste Feuer zu warten. Sie wollten eine dauerhafte Lösung finden, nicht nur für einige, sondern für alle, auch die Allerärmsten und Schwächsten. “Etwa ein Drittel unserer Kinder sind hier immer krank,” sagte eine Mutter damals zu mir”, allein aufgrund der unhygienischen Lebensbedingungen.”

Nur einen Steinwurf entfernt von diesem Armutsgebiet, dass bei uns den Namen “School Site” trägt, steht das HOKISA Friedenshaus. Der dortige Versammlungsraum wurde zum Treffpunkt und Geburtsort der inzwischen sogar von der südafrikanischen Regierung anerkannten Wohnungsbau-Organisation “Amakhaya ngoku – Haueser jetzt !” In den vergangenen Jahren haben alle auf der School Site lebenden 352 Familien Anträge auf staatliche Subvention gestellt (die mehrfach abgelehnt und erst nach zahlreichen Protesten, einschliesslich einer Blockade des Ministeriums, zum Erfolg führte), haben Fachleute gefunden, um mit ihnen genau Baupläne zu entwerfen und immer wieder die Öffentlichkeit um Unterstützung gebeten.

Das zentrale Ziel ist nicht nur, menschenwürdige Wohnungen zu haben, sondern auf dem Weg dahin, Ausbildungsplätze für Jugendliche zu schaffen, Jobs für Arbeitslose und am Ende die Wohnungen selbst als Kooperative zu verwalten, mit dem Ziel nach vier Jahren Miete Eigentümer zu werden, um dauerhaft der Armut zu entkommen. Der Gesamtetat zum Bau von 352 zwei-Zimmer-Wohungen in zwölf Hausern sowie einer Community Hall mit Kindergarten, Spielplatz sowie Büros für die zukünftige Wohnungskooperative beläuft sich auf Euro 6,5 Millionen, von denen gut ein Drittel staatliche Subvention sind sowie knapp zwei Drittel durch private Spenden aufgebracht werden müssen. Die Subvention ist endlich zugesagt, nur bei den Spenden fehlt noch ein Betrag von Euro 600.000.

Nach dem Besuch einer GEW-Delegation in unserem Township Masiphumelele sowie des Armutsgebiets “School Site” im Oktober 2007 entstand der Plan hier entscheidend mitzuhelfen – bei einem Modellprojekt zur dauerhaften Überwindung von Armut sowie der Sicherstellung von Zukunftschancen für die junge Generation. Als Partner hierbei konnte DESWOS (Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen) gewonnen werden, die derzeit einen Antrag beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gestellt haben. Das BMZ wird nach ausgiebiger Prüfung eine Förderung von Euro 500.000 zur Verfügung stellen, wenn es uns gelingt, aus Deutschland den Restbetrag an privaten Spenden aufzutreiben. Oder um es anders zu sagen: Jede private Spende für das Wohnungsbauprojekt von 1 Euro wird vom BMZ um 5 weitere Euro erhöht.

Mehrere GEW Mitglieder haben in den vergangenen Jahren unser HOKISA Kinderhaus (und seit 2005 auch das HOKISA Friedenshaus) im Township Masiphumelele im Süden von Kapstadt besucht. HOKISA (Homes for Kids in South Africa) ist ein Zuhause für Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben. Wir danken allen GEW-Mitgliedern, die uns seit 2002 hierbei unterstützt haben. Das HOKISA Team bittet dieses Jahr ausschliesslich um Spenden für unsere Nachbarn von Amakhaya ngoku. Unsere Kinder spielen gemeinsam. Wir möchten mithelfen, dass alle Kinder ohne Angst vor Bränden und mit der Hoffnung auf Zukunft aufwachsen können. In unserem Township, in Südafrika und überall auif der Welt. Wir brauchen beispielhafte Projekte, um uns gegenseitig Mut zu machen, dass Armut überwunden werden kann und alle Menschen in Würde leben können

Mit freundlichen Grüßen 

Lutz van Dijk


 

 

 
     
Lutz van Dijk in Wiefelstede