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Neunte Klassen stürmen Ausstellung
HEIMATMUSEUM „Das Erbe der Sonnensucher“ von
Ulrich Kropp vor Ende noch einmal dicht
bevölkert

Die Schüler der Klasse 9a der Haupt- und
Realschule Wiefelstede sahen sich die
Ausstellung im Heimatmuseum an. Am Wochenende
ist sie zum letzten Mal zu sehen. BILD: CLAUS
STÖLTING 
DIE HAUPT- UND REALSCHULKLASSEN INFORMIEREN SICH
ÜBER DEN URANERZTAGEBAU IN DER EHEMALIGEN DDR.
NOCH BIS FREITAG BESUCHEN FÜNF KLASSEN DAS
MUSEUM.
VON CLAUS STÖLTING
WIEFELSTEDE - Dicht bevölkert ist derzeit und
noch bis Freitag, 10. Oktober, das Wiefelsteder
Heimatmuseum an der Hauptstraße – und darüber
dürfte sich nicht zuletzt Lehrer Ulrich Kropp
aus Rastede freuen.
Noch bis Sonntag ist dort seine Ausstellung „Das
Erbe der Sonnensucher“ zu sehen, in der Kropp –
wie bereits berichtet – auf den Uranerztagebau
in der ehemaligen DDR durch die „WISMUT“ und die
anschließenden Sanierungsbemühungen des wieder
vereinigten Deutschlands informiert. Alle fünf
neunten Klassen der Haupt- und Realschule
Wiefelstede durchlaufen seit Mittwoch die
Ausstellung. Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath:
„Es ist wichtig, dass die Jugendlichen mehr über
die Altlasten der DDR wissen“.
Die älteren Jahrgänge der Schule ab Klasse acht
machen in der Regel auf diesem Weg erstmals
Bekanntschaft mit dem Heimatmuseum, sagt
Wülfrath. In diesem Jahr und mit der
gegenwärtigen Ausstellung geht es dem
Schulleiter darum, den Schülern Wissen darüber
zu vermitteln, wie in der ehemaligen DDR mit
Menschen umgegangen wurde und welche ökologische
Schuld der Staat auf sich geladen hatte.
Im Vorfeld des Ausstellungsbesuchs hatten alle
neunten Klassen den Dokumentarfilm „Erinnerung
an das Ronneburger Revier“ in der Schule
gesehen. Der Film ist Teil eines ganzen
Dokumentarfilm-Programms, das Ulrich Kropp für
die Ausstellung zusammengestellt hatte.
Am Mittwochvormittag besuchte die Klasse 9a die
Ausstellung und Lehrerin Heidy Wienekamp, die
den Ausstellungsbesuch auch im Unterricht
weiterverarbeiten wird, sah ein gesteigertes
Interesse ihrer Schüler an dem Thema: „Da wurden
noch viele interessante Fragen gestellt“.
NWZ 9.10.2008
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