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Die Schülerfirma "Bikershop"
repariert Fahrräder. Sie baut aus alten (von der Polizei
gefundenen und dann freigegebenen) Fahrrädern gebrauchsfertige
Fahrräder zum Verkauf oder auch Verleih zusammen. Die Schülerfirma gliedert sich in zwei Bereiche: Büroabteilung (Chef, Stellvertreter, Buchhaltung, Marketing, Lager/Einkauf), Technikabteilung. Inhaltlich ist die Firma im Stundenkanon von Arbeit, Wirtschaft, Technik (AWT) mit 2 Schulstunden pro Woche integriert. Die Mitarbeiter arbeiten jedoch auch in den Pausen und Freistunden. So soll auch dieses Jahr ein Reparaturnotdienst eingerichtet werden, bei dem man morgens sein Fahrrad abgegeben kann und es mittags repariert zurück bekommt.
Mit einem örtlichen Fahrradhändler
besteht eine Kooperation, d.h. die Ersatzteile können unter
normalem Verkaufspreis dort bezogen werden. Der Auszubildende
kommt bei Bedarf in die Schülerfirma und hilft bei schwierigen
Reparaturaufträgen.
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| Die Leihfahrräder: | ||
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„Alle fertigen Fahrräder werden in einer Reihe aufgehängt.
Dadurch hat man immer fertige Fahrräder zur Hand.“
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| Die Werkstadt: | ||
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„An der Werkzeugwand im Arbeitskeller haben wir alles, was wir für die Reparaturen benötigen.“
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„Die Lichtanlage ist sehr wichtig an jedem Fahrrad, ob im Sommer
oder im Winter. – Die Bremsanlage ist auch sehr wichtig.“
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Alexander flickt einen Reifen. Danach pumpt er ihn am
hochwertigen Luftkompressor auf.
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„Nach der Arbeit einmal sauber machen. Wenn man arbeitet wird es auch mal dreckig.“ |
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Das Lager:
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„Sowohl im Arbeitskeller als auch auf dem Schuldachboden haben wir ein Ersatzteillager.“
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Der Reparaturservice:
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| „Wir machen einen Fahrradservice in den Unterrichtspausen. Dort kontrollieren wir die Beleuchtung und die Bremsen oder reparieren diese Teile! Neele guckt nach, ob das Fahrrad in einem guten Zustand ist!“ | ||
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„Natürlich gehört auch so ein schöner Werkzeugkasten dazu! Neele
ist gerade dabei, den Werkzeugkasten zu kontrollieren, ob er
vollständig ist!“
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Die Verwaltung:
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„Neele und Milena arbeiten am Computer. Sie erstellen ein Bikershop-Logo. Am Computer werden auch Rechnungen geschrieben und die Buchführung gemacht.“
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| Der Theorieunterricht: | ||
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Das ganze Bikershop-Team beim Unterricht. Betreuende Lehrer: Gerrit Wolters/Gunnar Stumm s.auch Kiosk |
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"Theoretische Grundlagen der Arbeit in der Schülerfirma
Hintergrund: Auf der Basis fächerübergreifenden Unterrichtes soll den SchülerInnen neue Formen des selbständigen und eigenverantwortlichen Lernens nahe gebracht und vermittelt werden. Der Schulträger und die Schule unterstützen diese Organisationsform mit Bereitstellung von Räumen zur Errichtung einer Werkstatt, eines Lagerraumes, eines Büros, sowie eines Beitrages zur finanziellen Grundausstattung für Werkzeuge und Material. Mit der Einrichtung und Betreuung dieses Projektes wurde ein Lehrer beauftragt, dessen Aufgabe sich im Laufe des Projektes auf begleitende, unterstützende und ratgebende Funktion verändert. Eine Kooperation mit den umliegenden Fahrradhändlern, der Berufsberatung und der Berufsbildenden Schule in Rostrup wurde auf der Basis aktiver und kontinuierlicher Einbindung in das Unterrichtsgeschehen angedacht. Die Teilnehmer sollen zum selbständigen und problemlösenden Handeln befähigt werden und Schlüsselqualifikationen als Lerninhalte erleben.
Zielsetzung: Die Schüler sollen selbständig eine Fahrradreparaturwerkstatt aufbauen und betreiben. Außerdem soll ein Fahrradverleih aufgebaut werden, mit dem Ziel, 20 bis 25 reparierte Fahrräder als Grundlage und Ausleihbestand. Die Fahrräder können z.B.. für Unterrichtsgänge, Klassenfahrten, Betriebs- und sonstige Erkundungen von Klassen und LehrerInnen ausgeliehen werden. Grundkenntnisse der betriebswirtschaftlichen Grundfunktionen, sowie Reparatur- und Wartungskenntnisse werden gemeinsam von Schülern und Lehrer erarbeitet. Die Lerninhalte der Fächer Arbeit / Wirtschaft und Technik haben prozessorientierten Charakter. Die Einbeziehung außerschulischer Lernorte wie Berufsberatung, Betriebe und Berufsschule ist für das Gelingen und Verständnis der Inhalte wichtig.
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GRUNDLAGEN DER
PROJEKTPLANUNG Die Planung des Projektes bezieht sich auf die Rahmenrichtlinien AWT und die Grundsatzerlasse zur Berufsorientierung in denen es u.a. heißt: „ Die Arbeit in der Schule darf sich nicht nur auf den Unterricht beschränken“. Die Haupt- und Realschulen „ vermitteln eine allgemeine Orientierung auf die Berufs- und Arbeitswelt, wobei Erkundungen, Praxistage und die Betriebspraktika unverzichtbare Elemente dieses Teilbereiches sind. Die oben genannten Schwerpunkte ermöglichen den Schülern konkrete Erfahrungen mit der Arbeitswelt, durch die Einbeziehung außerschulischer Lernorte, mit denen sie sich fach- und sachkompetent auseinandersetzen lernen. Dabei sollen sie Einsichten in wirtschaftliche, technische, politische, soziale und ökonomische Sachverhalte und Prozesse vermittelt bekommen, deren Schwerpunkte unterschiedlich erarbeitet werden müssen. Darüber hinaus erwerben sie grundlegende Kompetenzen zur Hinführung und Ausgestaltung ihrer eigenverantwortlichen Lebensplangestaltung. Ökonomische und technische Bildung erfordert die Vermittlung sowohl von Fach- und Methodenkompetenz, von Sozial- und Personalkompetenz, als auch die für Hauptschüler als besonders wichtig erscheinende Handlungskompetenz.
Erwerb von Schlüsselqualifikationen oder Schlüsselkompetenzen:
- Eine Übersicht über angestrebte Kompetenzen, Zielschwerpunkte –
- Ökonomische und technische Sachverhalte, Erscheinungen und auch Prozesse in ihren Zusammenhängen erfahren - in Modellen denken lernen und deren Eigenschaften und Grenzen kennen lernen und einschätzen - Ökonomische und technische Aufgabenstellungen selbständig, zielorientiert, sachgerecht und Methoden geleitet bearbeiten - Informationen durch Beobachtungen, Befragungen, Erkundungen gewinnen und auswerten - bei technischen/handwerklichen Aufgaben über unterschiedlichen Wegen zu Lösungs- Möglichkeiten kommen - Problemlösungsstrategien entwickeln bzw. finden. Sowie eigene und vorgegebene bewerten - zur Kooperation und Kommunikation fähig sein - technische Problembereiche/ Schwerpunkte erkennen, aufarbeiten und handlungsorientiert lösen - Ziel- und Prozessorientiert arbeiten und Lernzuwächse dokumentieren
Versuch einer Zuordnung zu den Kompetenzbereichen
1. Elementares Grundwissen in den wichtigen Lern- und Lebensbereichen –Fachliche - einfache Sachverhalte mündlich und schriftlich klar und verständlich formulieren und aufschreiben können - einfache Texte selbst entwickeln und fehlerfrei aufschreiben können - angemessen sich in einer Fachsprache verständigen und verständlich machen - Handhabung der Grundrechenarten und die Fähigkeit einfache Rechnungen zu erstellen - Verständnis für technische Zusammenhänge entwickeln und anwenden - einen ersten Einblick in Abläufe in der Arbeits- und Wirtschaftswelt erhalten - Haushalts- und Betriebsführung
2. Grundhaltungen und Werteinstellungen um Anforderungen in der Berufswelt gerecht zu werden
Zuverlässigkeit: Grundbedingung für erfolgreiches Zusammenarbeiten und das Erreichen von Zielen. Das wahrnehmen von Aufgaben nach ihrer Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Selbständige Arbeit ohne dauernde Überwachung und Kontrolle
Lern- und Leistungsbereitschaft: Eine Basisbedingung für Ausbildung und Einstellung, orientiert sich am Erfolg und guten Ergebnissen, nicht nur in Einzelfällen, Neugier, Lust und Motivation
Belastbarkeit - Ausdauer - Durchhaltevermögen: Erforderliche Fähigkeiten um auch in schwierigen Situationen durchzuhalten, Frusttoleranz ist wünschenswert, nicht bei jedem Misserfolg gleich aufgeben, bzw. verweigern
Gewissenhaftigkeit – Sorgfalt: Erforderliche Ernsthaftigkeit und Genauigkeit der Arbeit/Aufgaben Jugendkult „locker angehen geht nicht" Übung der Selbstdisziplin, Ordnungssinn und Pünktlichkeit
Konzentrationsfähigkeit: Die Schwierigkeit sich auf eine Sache zu konzentrieren, diese Konzentration aufrechtzuerhalten und auszubauen
Selbständigkeit – Verantwortungsbereitschaft: Es geht um die Fähigkeit für etwas ein zustehen, für andere ein zustehen oder etwas zumachen
Fähigkeit zur Selbstkritik und Kritik: Fähigkeit auch Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden, Fehler einzusehen und einzugestehen, zur Korrektur bereit
Kreativität und Flexibilität: Im Ansatz auch eigene Ideen" ( zitiert nach der früheren Homepage des Biker-Shops)
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